-Chap 05-

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„Das bin ich aber nicht.", murmelte ich.

„Ich bin eine ganz normale Frau! Du findest an jeder Straßenecke eine Bessere als mich! Ich bin nichts besonderes und erst recht keine Göttin!", fauchte ich ihn regelrecht an.

Plötzlich änderte sich sein Gesichtsausdruck.

„Du hörst mit jetzt genau zu, okay? In den 9 Welten gibt es nicht eine Frau, die auch nur ansatzweise so besonders ist wie du, nicht eine einzige. Du bist intelligent, willensstark und wunderschön und du verdienst es auch so behandelt zu werden."

Die Bestimmtheit in seiner Stimme ließ mich still werden. Seine Worte hallten in meinem Kopf nach und ich bemerkte nicht, wie er zum zweiten Mal seine Hand nach mir ausstreckte.
Ich zuckte nicht und wehrte mich auch nicht als er anfing, meine Wange zu streicheln. Zu sehr war ich über seine Worte verwundert.

„Woher willst du das wissen? Du kennst mich nicht."

„Ich kenne dich besser, als du denkst.", antwortete er.

Ich sah Loki fragend an und er begann zu erzählen.

„Dein voller Name ist Jennifer Marie Peizer, deine Familie und Freunde nennen dich Jenny. Du hast eine höhere Schule abgeschlossen und Geschichte studiert. Jetzt arbeitest du in einem Museum und bist vor kurzem in eine Wohnung ganz in der Nähe des Museums eingezogen. Die Wohnung ist nicht sonderlich groß und in einem Zimmer hast du ein großes Bücherregal stehen. Dein Büchergeschmack beinhaltet Fantasy- und Historische Romane."

Er hielt kurz inne und sah mich an.

„Soll ich weitermachen?", fragte er mit einem kleinen Grinsen, als er mein geschocktes Gesicht bemerkte.

Ich schüttelte nur den Kopf. Ich konnte es kaum glauben.
Nachdem ich mich wieder einigermaßen gefasst hatte, stotterte ich:

„Wo- woher weißt du dass?"

Jetzt war er auch noch ein Stalker, oder wie?

„Ich wollte so viel wie möglich über die Frau, die ich liebe wissen.", antwortete er schlicht.

„Das ist keine Antwort auf meine Frage!"

„Ich denke, dass es dafür noch nicht an der Zeit ist."

Jetzt stieß ich seine Hand dann doch weg und starrte ihn böse an.

„Willst du mich verarschen?!", fauchte ich.

Er begann zu grinsen.

„Ich hätte wirklich nicht erwartet, dass solche Worte über deine Lippen kommen könnten."

Er legte seine Finger unter mein Kinn und drehte meinen Kopf zu sich, welchen ich sofort wieder zurück riss.

„Du kannst mich nicht lieben!", zischte ich.

Kurz erkannte ich etwas anderes in seinem Blick. Er war verletzt und von einen auf den anderen Moment kam ein anderes Gefühl in mir hoch. Ich bereute es fast, was ich gesagt hatte.
Loki erhob sich.

„Gute Nacht.", meinte er emotionslos und verließ das Zimmer.

Ich erhob mich ebenfalls von der Fensterbank und ging zum Bett. Langsam ließ ich mich darauf sinken und starrte auf einen Punkt am Boden. Ich wusste nicht wieso, aber ich fühlte mich schlecht. Er hatte mich immerhin entführt und hierher gebracht.

Aber er hat deine Verletzung verarztet, wisperte eine Stimme in meinem Kopf.

Ja, nachdem er sie mir zugefügt hat, antwortete ich der Stimme trotzig.

Weil er dich hierher bringen wollte.

Aber ist das hier wirklich das, was ich mir wünsche?

Ich legte den Kopf auf den Polster und sah zum Fenster, durch dass man einige Sterne erblicken konnte.
Einige Zeit lang blieb ich so liege, bis ich schließlich wegdämmerte und einschlief.

K!DNAPPED BY LOKIWo Geschichten leben. Entdecke jetzt