MANUEL
Sie glaubte ich war besser als das.
Gott.
Wie konnte ein Mensch bitte so unschudig sein, dass sie nicht mal davon ausging, dass da etwas hätte laufen könne. Jede andere Frau hätte mir das sicher nicht geglaubt, aber Medina sah mich so aufrichtig an und so Liebevoll.
Sie ging wirklich nicht davon aus, dass da auch nur ein gutes Wort gefallen sein konnte.
"Wieso hast du sie hergebracht?" fragte ich meinen Cousin auf spanisch, als er reinkam und sie meine Hand noch immer drückte. Sie drückte meine Hand so, als könnte sie so an meinem Leben festhalten. Als würde es verhindern, dass ich gehe. Als würde sie mich einfach bei sich haben wollen.
Mein Cousin ließ seinen Blick zu mir schweifen, als er sich auf den leeren Platz setzte, der im Raum stand.
"Ich dachte, wenn du stirbst, siehst du ihr Gesicht lieber als meines." sagte er dann trocken und ließ meinen Mundwinkel zucken. Er hatte absolut Recht. Wenn ich irgendwann draufgehe, dann bitte mit ihrem schönen Gesicht als letzten Blick.
Auf jedes andere Gesicht konnte ich wirklich verzichten.
"Aber dich werden wir scheinbar nie los." sagte er dann schwach lächelnd, was mich ebenfalls lächeln ließ. "Scheinbar." wiederholte ich dann und sah Medina's schönes Gesicht an.
Die Frau sah nur mich an und niemand anderen.
"Mi Vida, hast du heute schon was gegessen?" fragte ich sie, da ich eines von Medina wusste. Sie aß kaum was, wenn man sie nicht dran erinnerte. Sie hatte mir sogar mal gesagt, dass ich sie dran erinnerte, dass sie Hunger hatte und das machte mir Sorgen.
Sie schüttelte leicht ihren Kopf, was mich zu meinen Cousin sehen ließ. Der stand seufzend auf und sah meine schöne Frau kurz an.
"Was isst sie denn?" fragte er mich dann überfodert und sah mich nun an. "Sie mag Früchte. Bring ihr welche, dann geh ich nachher mit ihr essen." erklärte ich ihm und sah ihn nur leicht nicken, ehe er verschwand und uns beide alleine zurückließ.
"Mi Reina, setz dich." bat ich sie und sah sie leicht den Kopf schütteln. Ich rutschte einbisschen zur Seite und machte ihr dann so Platz. Sie sah mich nur an, weswegen ich meinen Arm dann um sie legte und sie auf das Bett hob.
Ihre großen Augen sahen in meine, bevor sie mich schwach anlächelte und sie ihre Lippen leicht auf meine drückte.
"Irgendwann, wenn ich sterbe, möchte ich genauso sterben Medina." informierte ich sie ehrlich und hörte, wie sie erschrocken seufzte. "Sag sowas nicht Manuel." bat sie mich leise und streichelte mit ihrer kleinen Hand über meinen Arm. "Es wäre der schönste tot denn ich mir vorstellen könnte, mi Reina." gab ich ehrlich zu und sah sie leise auflachen.
"Ich würd gern in einer Moschee sterben." erklärte sie mir lächelnd und ließ mich leise auflachen. Wenig romantisch, aber wirklich aufrichtig und ehrlich die Kleine.
"Warum hat sie auf dich geschossen?" fragte mich Medina nach einigen Minuten. Ihre Augen blieben an den beiden Schusswunden stehen, ehe sie mir wieder ine Gesicht sah und sie besorgt aussah. "Weil sie nicht ganz sauber tickt." gab ich zu, da es wohl die beste Erklärung war.
Das beschrieb Alba auch am ehesten. Auch wenn es mir kaum jemand glaubte, da sie genau wusste, wie sie sich vor allen anderen verkaufen sollte, wusste nur ich wie sie wirklich drauf sein konnte.
Ich hatte über die Jahre mit Alba wirklich viel durchgemacht. Ich war der einzige Mensch, dem sie ihr hässliches Ich wirklich gezeigt hatte. Das hatte ich immer für mich behalten, da unsere Eheprobleme und sie keinen etwas anging.
Deswegen war ich immer derjenige der missbilligend angesehen wurde von allen in der Familie, weil sie selbst da allen, Dinge erzählt hatte, die nicht stimmten.
Meine Abuela war die einzige, die sie durchschaut hatte und mir damals schon gesagt hatte, dass ich sie einfach wegschicken sollte. Das ich Alba einfach auf sich allein gestellt in die Welt gehen lassen sollte. Ich war so blöd und hatte das nicht übers Herz gebracht, weil sie eine Geldgeile Hure war, die irgendwann selber anschaffen gegangen wäre.
So musste sie nur mit mir schlafen und sie bekam immer alles was sie wollte. Die Frau hatte mehr Geld von mir bekommen, als ich sie verlassen hatte, als sie je ausgeben könnte. Als je ein normaler Mensch ausgeben könnte.
Die Frau, die mich gerade aber besorgt ansah, würde alles von mir bekommen, wollte aber nichts davon. Medina zu beschenken war wohl das schwierigste an ihr. Sie wollte nichts. Sie brauchte nichts.
"Manu, ich weiß das ich dir das nicht verbieten kann, aber ich will nicht das du sie nochmal siehst. Mir ist nicht wohl dabei." sprach sie dann schließlich aus wie ein kleiner Engel. "Ich hab nicht vor sie wieder zu sehen Medina." gab ich ehrlich zu und sah ihr erleichtertes Lächeln.
Gerade als sie was sagen wollte, kam mein Cousin wieder rein mit einem Teller in der Hand und einer Gabel.
"Danke." bedankte sie sich leise bei ihm, ehe er sich wieder setzte und sie auf den Teller starrte.
"Manu, wir brauchen nach Tian jemanden der das Kartell übernimmt." sprach er mich an, ehe ich anfing zu lachen. "Ganz bestimmt nicht." lehnte ich schon ab und zog Medina näher an mich ran.
"Ich will das Kartell nicht. Ich will nichts mehr mit dem ganzen Scheiß zu tun haben. Ich will einfach nur diese Frau und ein friedliches Leben leben." sprach ich ehrlich aus und sah ihn leise seufzen. "Vielleicht bringt sie dich ja zur Vernunft." sprach er und ich wusste er sprach von unserer Abuela.
Würde sie nicht. Das würde keiner mehr schaffen, aber ich würde es auch nicht provozieren.
"Lass mich mit dem Thema in Ruhe. Ich meins ernst." sprach ich ernst, bevor er aufstand und ich schon kommen sah was er vorhatte. Auf den Scheiß hatte ich nur keinen Bock, deswegen sah ich Medina an, die mich nun ansah.
"Wir beide verschwinden jetzt." sate ich leise zu ihr, als er weg war und ich sie losließ, bevor ich aufstand aus dem Bett. "Wohin?" wollte sie wissen, bevor ich mit den Schultern zuckte. "Irgendwohin, wo es nur dich und mich gibt. Klingt das okay für dich?" fragte ich sie und sah ihr schönes Lächeln an.
Gott war die Frau schön.
Für sie würde ich in Zukunft sogar normal arbeiten gehen, damit wir einfach untertauchen konnten. Das klang wie der Himmel für mich.
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MANUEL
Teen Fiction"Liebst du sie noch?" fragte sie mich, als ich zu ihr sah und sie mein Handy in ihrer Hand hatte. "Warum fragst du mich das?" wollte ich wissen und sah in ihre weinenden Augen, die wegen mir weinten und ich innerlich zerriss bei dem Gedanken, dass s...
