MEDINA
Fragend blickte ich Manuel an, als der Mann an der Passkontrolle etwas zu mir sagte und ich kein Wort verstand. Es war nicht spanisch. Nicht das ich Spanisch perfekt verstand aber ich wusste wenigstens wie es klag, dank Manuel und seiner Familie.
Manuel unterhielt sich mit dem Mann, der dann Platz für mich machte und ich ihn dankend anlächelte, bevor ich mich wieder umdrehte und weiterging.
"Ich muss noch so viel lernen." sprach ich seufzend aus, als wir beide durch die Kontrolle gingen und Manuel sich dann irgendwann an das Gate setzte. Er sah zu mir uns lachte leise, bevor er mich neben sich auf den Platzt setzte.
"Kommt drauf an." sprach er dann aus, als er auf sein Handy sah und die Person wegdrückte, die ihn gerade anrief. "Worauf?" fragte ich ihn dann uns sah zu ihm rüber, bevor er mich ebenfalls lächelnd ansah. "Wenn du vorhast mich für immer so anzusehen Medina, dann brauchst du nichts können oder lernen. Du hast mich für alles, mi Reina. Wenn du aber irgendwann vorhast alleine auf dieser Welt klar zu kommen, dann musst du einige Dinge lernen." erklärte er mir dann sanft.
Er war unheimlich sanft gerade zu mir. So wie immer.
Mein Herz schlug viel schneller als ich seine Worte in meinem Kopf nochmal durchgehen ließ.
"Wirst du mich für immer so ansehen?" fragte ich ihn dann und sah seinen Mundwinkel zucken. "Ja." gab er dann zu, ehe er seine Lippen auf meine Wange drückte und er dann aufstand.
"Dann muss ich wohl nichts lernen." lächelte ich ihn an und sah zu ihm auf. Ich sah sehr weit auf, denn Manuel's Größe war nicht normal. Er überragte fast alle Männer um einen Kopf, die ebenfalls hier rumstanden und warteten.
In Mexiko war mir das nicht wirklich aufgefallen, denn seine ganze Familie war so groß. Sogar seine Abuela war für mich extrem groß.
Hier aber, unter anderen Menschen, viel mir das extrem auf.
"Ich geh kurz eine rauchen. Brauche nicht lange." lächelte er mich an, bevor ich nickte. "Du wartest hier auf mich." forderte er mich dann bestimmt, aber dennoch liebevoll auf, ehe ich wieder nur leicht nickte.
Er drehte sich dann schließlich um, bevor er nicht weit ging. Es war ein Raum, aus Glas, in dem auch viele andere Menschen rauchten und er sich so hinstellte, damit er mich sehen konnte.
Ich lächelte ihn an, bis ich sah, dass eine Frau ihn ansprach und mein Lächeln sofort verschwand.
So wie er gerade handelte, sah es danach aus, als hätte sie ihn um ein Feuerzeug gebeten, dass er ihr reichte. Sie legte ihre Hand auf seinen Oberarm, was mein Herz schneller schlagen ließ. Dieses Gefühl das in mir aufkam war so hässlich. Das kannte ich garnicht von mir.
Sie unterhielt sich noch immer mit ihm, was mich dazu veranlasste aufzustehen und auch wenn ich das rauchen hasste und den Geruch davon, ging ich dann bestimmt zu ihm und sah ihn kurz sauer an.
Wieso unterhielt er sich so lange mit ihr?
Er hätte sie wegschicken sollen, sobald er sein Feuer wieder hatte.
"Ich hab ihr schon zehn mal gesagt, sie soll mich loslassen." sagte er direkt, als er mich ansah und ich in seinem Gesicht ein lächeln sah, bevor er seine Zigarette ausmachte und er mich an sich ranzog. Erst dann ließ diese Frau seinen durchtrainierten Arm los und sagte etwas zu ihm, dass nicht wirklich freundlich klang.
"Musstest du dich so lange mit ihr unterhalten Manu?" fragte ich ihn schließlich, als ich mich von ihm entfernte und ich diese Seite an mir hasste und ich diese Seite an mir auch nicht wirklich schön fand. Die würde er auch nciht schön finden.
"Ich unterhalte mich doch auch nicht mir fremden Männern." sprach ich weiter und war etwas aufgewühlt. Aufgewühlt und Ängstlich. Ich glaubte nicht das er mir je fremd gehen würde, aber diese Berührung hatte mich verletzt.
Wahrscheinlich war es nichts, aber für mich fühlte sich das schon viel zu viel an.
"Beruhigst du dich erstmal bitte?" fragte er mich und zog ich aus diesem Raum raus. Er ließ diese Frau da einfach stehen, die ihm noch etwas hinterher rief und ich einen hasserfüllten Blick erntete.
Sehr nett.
"Ich bin ruhig." sprach ich leise aus und ließ mich von ihm zu einem kleinen Cafe ziehen, in das er mich zuerst setzte. "Bist du nicht." sprach er aus und ging dann an die Kasse. Er bestellte etwas und bekam zwei Tassen und ein Brötchen das belegt war, auf einem Tablett mit dem er ankam.
Er stellte es auf den Tisch und legte mir eine Tasse und das Brötchen hin, bevor er sich setzte.
"Ich hab ihr gesagt das ich verheiratet bin Medina, aber ich kann keine Frau wegschubsen. Weißt du wie das ausgesehen hätte?" fragte er mich und das hätte ich auch nicht gewollt ehrlich gesagt.
Stumm blickte ich ihn an und wartete auf seine Erklärung oder das er etwas sagte.
"Mi Amor, es tut mir Leid das ich überhaupt mit ihr geredet habe." sagte er dann schlussendlich, bevor er einen Schluck aus seiner Tasse nahm und er mich lächelnd ansah. Er war unheimlich süß gerade und ich hatte überreagiert.
"Was bedeutet mi Amor?" fragte ich ihn, da ich nicht zugeben wollte, das ich es sein hätte lassen sollen. Er fing leise an zu lachen, als er das hörte. "Meine Liebe. Iss jetzt bitte endlich was. Du hast heute kaum gegessen Medina. Ich mach mir Sorgen um dich, weißt du." bat er mich dann und sah mich ernst an.
"Du machst dir Sorgen, weil ich nichts esse?" fragte ich ihn und biss in das Brötchen. Ihm zu Liebe. Ich hatte eigentlich keinen Hunger. "Ja. Mir ist aufgefallen das du es selber vergisst, wenn ich dich nicht dran erinnere." gab er dann zu und ließ meinen Mundwinkel zucken.
"Du bist süß Manuel." lächelte ich ihn an, da ich das süß fand. "Und sehr fürsorglich." fuhr ich fort, bevor er leise lachte. "Das hat noch keiner über mich gesagt." sagte er dann und trank wieder etwas, bevor er auf seine Uhr sah.
Das verstand ich nicht, denn er war fürsorglich. Er dachte öfter an mein Wohlergehen, als an sein eigenes. So wie jetzt, denn er saß nur in einem T-Shirt vor mir, während er mir seinen Pullover gegeben hatte und mein Outfit zwar nicht passte, aber mir war warm.
"Manu, wie lange müssen wir hier noch rumsitzen?" fragte ich ihn, als wir uns wieder an das Gate gesetzt hatten und es mittlerweile schon so spät war, dass mir die Augen zufielen. "Der Flug verspätet sich noch etwas." erklärte er mir, bevor ich mich müde an ihn lehnte und die Augen schloss.
"Erzählst du mir etwas, bis ich einschlafe?" fragte ich ihn dann und hörte ihn rau auflachen. "Was willst du hören, mi Reina?" wollte er wissen, ehe ich meine Augen nur kurz öffnete. "Ich weiß nicht. Was denkst du wie unsere Zukunft aussieht?" fragte ich ihn dann, da ich den Gedanken an uns beide in Zukunft schön fand.
Er war einige Sekunden still, bevor er seinen Arm um mich legte und ich so gemütlicher an ihn gekuschelte lehnte.
"Ich seh uns beide irgendwo auf dem Land, wo wir unsere Ruhe haben können. Das Meer nicht zu weit weg und zwei oder drei kleine Kinder, die nach dir kommen." erklärte er mir und auch wenn ich nicht ansah wusste ich das er gerade lächelte.
So wie ich. Das klang nämlich perfekt.
Alles dran.
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MANUEL
Ficção Adolescente"Liebst du sie noch?" fragte sie mich, als ich zu ihr sah und sie mein Handy in ihrer Hand hatte. "Warum fragst du mich das?" wollte ich wissen und sah in ihre weinenden Augen, die wegen mir weinten und ich innerlich zerriss bei dem Gedanken, dass s...
