MANUEL
Medina schlief den ganzen Flug lang auf meiner Schulter. Sie bewegte sich kaum den ganzen Flug lang, was mich immer mal wieder nachsehen ließ, ob sie noch atmete.
Das war das erste Mal in meinem Leben, dass ich Angst hatte, sie würde einfach aufhören zu atmen.
Erst kurz bevor wir landeten weckte ich Medina langsam und sanft. Ihre Augen sahen müde in meine, bevor sie aus dem Fenster sah und sie mich dann wieder ansah.
"Ich hab dich nicht schlafen lassen." sagte sie leise und sah mich entschuldigend an, was mich leise auflachen ließ. "Alles gut, mi Amor. Ich hatte nicht vor zu schlafen." erklärte ich ihr lächelnd und sah in ihr schönes Gesicht.
Sie war ungeschminkt und war trotzdem das schönste was diese Welt zu bieten hatte.
"Wo sind wir hier?" fragte sie mich, als wir endlich gelandet waren und ich froh war, denn ich hasste es normal zu fliegen. Ich hasste es meine Waffe nicht bei mir zu tragen. Ich hasste alles dran, da ich mich so fühlte, als hätte ich nicht die Kontrolle über die Situation.
Hatte ich auch nicht, da ich bei so viel bewaffneten Personal nichts machen könnte alleine und unbewaffnet.
"Wir sind in Griechenland." erklärte ich ihr dann und stand auf, als der Kerl neben mir endlich aufgestanden war und seine Sachen gepackt hat. "Wieso?" fragte sie mich und stand dann ebenfalls auf.
"Hier kann ich mir gerade nichts leisten, deswegen erwartet uns niemand hier." gab ich zu und sah Medina an. Sie war die erste Frau, der ich nicht bieten konnte und sie war die erste Frau bei der ich wusste, es wäre ihr sowas von egal, dass ich gerade nichts mehr hatte.
Für die ersten paar Monate würde es noch reichen, aber auf Dauer würde ich Medina hier nur ein stinknormales Leben bieten können.
"Das ist nicht schlimm Manu. Wir haben uns." lächelte sie mich sanft an und ging dann vor mir, als ich ihr Platz machte, damit sie keiner von hinten anrempeln konnte. Mich würde sich keiner trauen anzurempeln und wenn doch, konnte ich mich problemlos wehren.
Sie war aber so klein und zierlich, dass ich nicht mal wollte, dass sie jemand anfasste oder sie auch nur striff.
Ihre Worte brachten mich zum lächeln, als wir aus dem Flugzeug stiegen und ich sofort aufhörte zu lächeln, als die Stewardess mich schon wieder anzüglich anlächelte.
Und da hieß es Männer seien die anzüglichen. Im normalfall hatte ich mich nie drüber beschwert, wenn die meisten Frauen mir anboten, mir beieinem Flug einen zu blasen, aber die Kleine vorher, als Medina noch geschlafen hatte, hatte wirklich den Vogel abgeschossen.
___
"Wir haben schon eine Wohnung?" fragte sie mich, als ich mit ihr in eine kleine Wohnung ging, die ich in Mexiko schon gemietet hatte und ich das ganze auch schon bezahlt hatte. Sehr diskret bezahlt hatte. So, dass mein Name hier nie auftauchen würde.
"Ja. Gefällt sie dir nicht?" fragte ich sie, als wir reingingen und sie ihren Blick über das kleine Wohnzimmer schweifen ließ, ehe sie mich wieder ansah. "Doch. Ich find es irgendwie süß." lächelte sie mich an.
Süß war nur sie hier.
"Manu können wir uns neue Bettwäsche leisten und vielleicht ein paar Lebensmittel?" fragte sie mich dann, als sie sich das Schlafzimmer ansah und ich bei der Frage anfing zu lachen. Sie drehte sich fragend zu mir um und sah mich etwas schüchtern an.
"Ja, mi Reina, dass können wir uns noch leisten. Lass uns einkaufen gehen." lächelte ich sie an und bot ihr meine Hand an. Sie nahm sie und drückte ihre Lippen dann leicht auf meine, als sie sich auf Zehenspitzen stellte.
"Du weißt nicht wie sehr ich dich liebe." sprach ich leise aus, als sie sich von mir löste und ich sie wieder an mich ranzog. Ich drückte meine Lippen jetzt wieder sanft auf ihre und löste mich nur sehr schwer von ihr.
"Und du weißt nicht, wie sehr ich dich liebe Manuel." lächelte sie mich schwach an und öffnete die Türe dann. Die Sonne strahlte sie an und ich schwöre Medina strahlte mindestens genau so hell in meinen Augen.
Einkaufen mit ihr war auch angenehmer, als ich es mit Alba in Erinnerung hatte.
Sie suchte sich frische Bettwäsche aus und sie suchte sich auch sonst alles aus was wir brauchten. Die Frau dachte an alles wirklich. Von der Bettwäsche hin bis zu Putzmittel und Lebensmittel war wirklich alles dabei.
Sie wusch alles direkt und richtete diese kleine Wohnung alleine an einem Tag so schnell her, dass ich beeindruckt war. Ich hätte mich einfach hingelegt und geschlafen, da ich eigentlich tot war, aber Frauen tickten da einfach anders.
Sie tickte da anders.
Erst als alles fertig war und sie sogar gekocht hatte für uns und wir dann auch noch gemeinsam gegessen hatten, ging sie duschen und kam dann in einem T--Shirt von mir aus dem Badezimmer.
Ihre langen Beine bewegten sich zum Bett, dass sie vorher noch bezogen hatte und sie nun zufrieden aussah.
"Alles gut?" fragte sie mich besorgt, als ich sie nur anstarrte seit Minuten und ich dann wieder zur Besinnung kam. "Alles bestens. Danke. Für das alles." erklärte ich ihr und zeigte einmal in die Wohnung bevor sie mich anlächelte.
Ich ging dann auch duschen und kam dann in einer Boxershorts aus dem Badezimmer. Medina ließ ihre schönen Augen zu mir schweifen, während sie ihre langen blonden Haare durchkämmte.
Ihre Wangen wurden rot, ehe sie wieder ihre Haare bürstete und sie die Bürste dann weglegte.
Ich drückte meine Lippen auf ihre, als ich vor ihr stehen blieb und sie anfing zu lächeln in den Kuss. "Ich hab das vermisst." gestand sie mir leise, als ich sie hochhob und sie ihre Beine um mich schlang.
Die Frau hatte keine Ahnung wie sehr ich sie vermisst hatte. Wie sehr ich das gerade brauchte mit ihr.
Wie sehr ich ihre Nähe gerade genoss.
Tief atmete ich durch, da ich hart war und sie mit ihren Händen unter meine Boxershorts griff. In der Regel war sie zurückhaltender, aber sie hatte mich scheinbar wirklich sehr vermisst in den letzten Wochen.
"Er gehört ganz dir." sprach ich aus, als ich sie aufs Bett setzte und ich vor ihr stehen blieb. "Tob dich aus, mi Reina." gab ich ihr die Erlaubnis, die sie gerade wollte, denn sie fasste ihn zwar an, aber sie sah mich unsicher an.
"
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MANUEL
Teen Fiction"Liebst du sie noch?" fragte sie mich, als ich zu ihr sah und sie mein Handy in ihrer Hand hatte. "Warum fragst du mich das?" wollte ich wissen und sah in ihre weinenden Augen, die wegen mir weinten und ich innerlich zerriss bei dem Gedanken, dass s...
