MANUEL
Ein Jahr alleine mit ihr, war das schönste was mir bisher in meinem Leben passiert ist. Wirklich. Jeder einzelne Tag mit ihr war einfach wie ein Geschenk und sie machte jeden Tag noch schöner für mich.
Sie hatte ihre blonden Haare zu einem Zopf zusammengebunden und stand gerade in der Küche, als ich wach wurde. Hinter ihr blieb ich stehen und sah ihre Augen die zu mir schweiften.
Sie lächelte mich an wie ein kleiner Engel, als sie zu mir aufsah.
"Guten Morgen mi Amor." sagte sie leise und noch immer etwas schüchtern. Schüchtern klang sie nur, weil sie spanisch sprach manchmal und sie sich dabei nicht ganz wohl fühlte. Aber Gott. Ich liebte es unheimlich, wenn sie mich so ansah und auch wenn sie es versuchte.
"Guten Morgen, mi Reina." lächelte ich sie an und drückte ihr einen Kus auf ihre Wange. "Du bist heute aber früh wach." fiel mir auf, da es Wochenende war und Medina normalerweise genauso lange schlief wie ich. Sogar etwas länger, wenn sie sich nach ihrem Gebet wieder hingelegt hatte.
Sie wachte unter der Woche zusammen mit mir auf, damit sie mir das Essen machen konnte, wofür ich ihr wirklich dankbar war. Ich erwartete es sicher nicht, aber sie bestand drauf, auch wenn ich es ihr schon so oft gesagt hatte.
"Ich konnte irgendwie nicht mehr schlafen. Hab ich dich geweckt?" fragte sie mich, ehe ich leicht den Kopf schüttelte. Sie war sehr leise. Selbst für mich und meie speziellen Kompetenzen war Medina nur schwer zu hören.
Sie wäre eine hervorragende Auftragskillerin geworden, wenn sie in unsere Familie reingeboren wäre. Dem war ich mir sicher. Zum Glück wurde sie aber ganz wo anders geboren und zum Glück war sie so weit entfernt davon, so zu werden, wie ich, wie es nur möglich war auf dieser Welt.
"Lass mich dir helfen." bot ich ihr an, bevor sie leise lachte und sie zu mir hochsah. "Du kannst den Tisch schon mal decken, wenn du möchtest." lächelte sie mich an, bevor ich mich umdrehte und ich anfing den Tisch zu decken.
"Medina, ich wollte mit dir über etwas reden." sprach ich sie am Esstisch an, als wir saßen und sie ihre schönen Augen zu mir schweifen ließ. "Worüber?" fragte sie mich und legte ihr Besteck weg. "Über uns." sprach ich dann aus.
"Möchtest du dich trennen?" fragte sie mich leise, was mich verwirrte. "Gott nein, spinnst du? Wie kommst du drauf?" fragte ich sie entsetzt und sah sie fragend an. "Es klang so ernst. Ich hatte Angst." erklärte sie mir leise und sah fast schon traurig aus.
Sie hatte Angst das ich mich trennen würde, dabei war sie das beste was mir passieren konnte. Gott. Ich würde lieber sterben, als diese Frau gehen zu lassen.
"Du hast Angst das ich dich verlasse?" fragte ich sie und sah sie schwach lächeln, bevor sie leicht nickte. "Du brauchst keine Angst zu haben, mi Amor. Ich will jeden Tag der mir auf dieser Welt bleibt mit dir verbringen." gab ich zu und sah ihre schönen Augen an.
"Worüber wolltest du dann reden?" fragte sie mich und ließ mich leise auflachen. Das was ich mit ihr besprechen wollte, war alles andere als eine Trennung. Genau das Gegenteil ehrlich gesagt.
Ich stand auf und ging vor Medina in die Hocke und sah sie dabei an.
"Ich wollte wissen was du davon hälst, wenn wir es mit einem Kind versuchen." sagte ich leise und sah ihre strahlenden Augen an. "Ein Kind?" hakte sie nach und sah nicht so aus, als wäre sie abgeneigt. "Ein Kind, aber nur wenn du auch willst." erklärte ich ihr ehrlich und sah in ihr schönes Gesicht.
Sie fing an zu lächeln, bevor sie leicht nickte.
"Ich glaube du wirst ein guter Vater." sprach sie dann aus, bevor ich leise lachte. Gott. Das Thema Kinder hatte ich mit Alba abgehakt, als man uns sagte, dass sie keine Kinder haben konnte. Für mich hatte sich das Thema damit erledigt gehabt.
Medina würde eine umwerfende Mutter werden, dem war ich mir bewusst. Würde ich ein guter Vater werden, war viel eher die Frage, aber ich wollte es versuchen.
"Dann willst du es auch?" fragte ich sicherheitshalber nochmal nach. Sie drückte ihre weichen Lippen auf meine und zog mich dann noch näher an sich ran. "Ja ich will es auch." sagte sie nur eine Sekunde lang, als sie sich von mir löste und sie mich dann wieder küsste.
"Jetzt?" fragte ich sie, als sie mein T-Shirt das sie anhatte über ihren Kopf zog und sie darunter nicht viel anhatte. Kaum etwas wohl eher. "Jetzt." lächelte sie mich an drückte ihren Körper näher an meinen ran.
Eigentlich war nicht direkt jetzt gemeint, aber wer würde nein sagen zu seiner Frau, wenn sie es ihm so anbot, wie Medina gerade.
___
Es dauerte nicht lange, bis sie schwanger war und lieber Gott, die Frau war nur noch perfekter geworden.
"Manu." sprach sie mich an, als ich ihren runden Bauch ansah und ich manchmal hängen blieb, wenn ich dran dachte, dass unser Sohn da drin war. Es fühlte sich noch nicht ganz real an. Real würde es erst werden, wenn ich dieses Kind in den Händen hatte.
"Hilfst du mir?" fragte sie mich, als sie ihre Schuhe anziehen wollte und sie nicht an ihre Füße rankam. "Natürlich." lächelte ich sie an und half ihr sich anzuziehen, bevor ich ihr auch beim aufstehen half.
Elaia war damals schwanger nicht so. Sie kontne fast alles selber machen. Das konnte Medina anfangs auch noch alles selber. Nur war es fast schon so weit und sie fühlte sich nicht wohl.
"Ich hab mir einen Namen überlegt." sagte sie zu mir, als ich ihr die Türe aufhielt. "Da bin ich ja mal gespannt." sagte ich zu ihr und sah ihre Augen an, die amüsiert zu mir sahen. Der Name würde mir wohl nicht gefallen, so wie sie gerade lächelte.
"Diego." sprach sie dann aus, was mich überraschte. Sie hatte sich einen spanischen Namen ausgesucht und das hatte sie sicher meinetwegen getan. Ich weiß nicht ob sie noch perfekter werden könnte.
"Wieso Diego?" lachte ich, um sicher zu gehen, dass sie dabei eher an mich gedacht hatte. "Naja, er wird ja Mexikaner. Sein Name wird das einzige sein, dass ihn an seine Herkunft erinnert." erklärte sie mir wie ein Engel, als sie zu mir hochsah und ich leise lachte.
"Diego ist schön." gab ich zu und sah in ihr strahlendes Gesicht. "Und wenn es doch ein Mädchen wird?" fragte ich sie, da die Möglichkeit bestand. Die Ärztin hatte uns zwar gesagt das es ein Junge würde, aber Eros hätte urspüglich auch ein Mädchen werden sollen.
Das er ein Junge geworden war, hatte seine Mutter damals kalt erwischt, was seinen Namen anging. Sie hatte sich ein Mädchen gewünscht die Arme und bekam nur Söhne, die ihr das Leben nicht wirklich einfacher gemacht haben.
"Dann darfst du dir einen Namen aussuchen." erklärte sie mir, was wohl hieß, sie hatte sich keinen Namen überlegt.
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MANUEL
Fiksi Remaja"Liebst du sie noch?" fragte sie mich, als ich zu ihr sah und sie mein Handy in ihrer Hand hatte. "Warum fragst du mich das?" wollte ich wissen und sah in ihre weinenden Augen, die wegen mir weinten und ich innerlich zerriss bei dem Gedanken, dass s...
