Früh am Morgen schälten wir uns schon aus unseren Schlafsäcken und packten zusammen. Wir statteten dem Krokodil noch einen letzten Besuch ab, dann ging es auch schon durch den Busch.
Während unserer Fahrt veränderte sich die Landschaft kaum: Eine mit Büschen und Sträuchern geschmückte Brachlandschaft, die sich hin und wieder hob und senkte. Ab und zu erschien ein Oryx oder ein Springbock am Straßenrand, sonst blieb es jedoch relativ ruhig.
Gegen Mittag erreichte unser Bus das Himba Dorf. Dort hatten wir einen eigenen Guide, der uns alles erklärte.
Die Himba sind das einzige noch weit traditionel lebende Volk namibias. Sie fallen auf durch ihre orange gefärbte Haut und ihre mit Ton überzogenen Dreadlocks ( allerdings nur die Frauen). Auch sind sie der Tradition der Polygamie ( ein Mann kann mehrere Frauen haben) treu geblieben. Ursprünglich lebten sie in den sehr trockenen Regionen Namibias und alleine von der Viehzucht, sie sind ein Nomadenvolk. Heutzutage leben sie allerdings hauptsächlich vom Tourismus und sind säshaft.
Die Bevölkerung des Dorfes bestand größten Teils auf Frauen. Interessant fand ich, dass die Frauen sich wegen der Knappheit des Wassers nie waschen, sonder mit einer bestimmten Technik in Rauch baden. An ihrem Schmuck kann man erkennen, wie viele Kinder eine Frau hat.
Im Dorf durften wir Fotos machen, worum ich sehr dankbar war. Leider konnte keiner außer der Guide richtig englisch. Wir durften auch in ein Haus gehen, was winzig und sehr wenige Sachen drinnen hatte.
Später bauten die Himba extra für uns einen kleinen Markt auf, wo jeder seinen selbstgemachten Schmuck anbot. Die Preise waren aber sehr stark verhandelbar. Ein Mädchen kaufte das gleiche für 100 N Dollar, wie ein Junge für 20 ND. Ich kaufte auch ein paar Armbänder, die aus Samen gemacht waren.
Den Rest des Tages fuhren wir eigentlich. Unser Ziel war der Etosha Nationalpark, wo wir abends auch ankamen. Eine Stunde brauchten wir jedoch noch bis wir unser Camp, Halali, erreicht hatten. Auf der Fahrt sahen wir schon die erste Elefanten herde, die aber traurigerweise sehr weit weg war.
Abends machten wir uns auf dem Weg zum Wasserloch, was neben dem Camp ist. Leider sahen wir nicht wirklich viel, nur ein paar Scharbrackenchakale.
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Namibia- Mein Reisetagebuch mit Fotos
Novela JuvenilAtemberaubend. Wunderschön. Exotisch. Anders. Mein Einblick für euch in 10 Wochen an einem der schönsten Orte der Welt: Namibia. Abgesehen vom Kennenlernen des unverwechselbaren Tierreich und der imposanten Pflanzenvielfalt, darf ich zehn Wochen so...