Die Tür wurde von einem breit-grinsenden Liam geöffnet, als ich ihn sah umarmte ich ihn sofort.
"Heiiii!", rief ich.
Und er lachte nur in meine Haare hinein.
Sofort war meine trübseelige Laune wie weggeblasen. Liam zu sehen machte mich glücklich, erst jetzt merkte ich, wie ich ihn in den vergangenen zwei Tagen, in denen ich ihn nicht gesehen hatte, vermisst hatte.
"Komm rein!", lud Liam mich ein und lotste mich ins Innere des Hauses.
Und als hätte er meine Gedanken gelesen, fügte er hinzu:
"Lange nicht mehr gesehen, Willows!"
Ich nickte nur und lief dann an ihm vorbei ins Haus hinein.
Schnell ging ich hoch in sein Zimmer uns schmiss mich auf sein Bett.
Er kam hinter mir die Treppe hinauf und als er im Türrahmen stand lächelte er mich einen Moment ein und legte sich dann zu mir aufs Bett.
Sein Bett war riesig! Viel größer als meins. Ich legte mich auf den Rücken, breitete die Arme aus und starrte an seine Decke.
Eine Weile lagen wir so da, Liam war neben Caroline, die einzige Person, die ich kannte, bei der es nicht peinlich oder unangenehm wurde, wenn eine stille Pause entstand.
Irgendwann entschieden wir uns aber doch noch, einen Film zu schauen, währenddessen redeten wir fast durchgehend oder regten uns über bestimmte Handlungen der Charaktere des Films auf.
Als der Film zu Ende war, das Abschluss Lied spielte und die Darsteller aufgelistet wurden, ging Liam kurz aufs Klo. Als er wieder kam lehnte er sich in den Türrahmen und fragte:
"Hast du Hunger?"
"Ist das dein Ernst?", fragte ich vorwurfsvoll. "Natürlich hab ich Hunger!"
Ich sprang vom Bett auf und wir gingen zusammen in die Küche.
Unten angekommen öffnete er den Kühlschrank und trat dann einen Schritt zur Seite, so dass ich freie Bahn hatte. Mit Augen so groß wie die einen Reh's und leicht geöffnetem Mund sah ich ihn an: ich hatte noch nie so einen Kühlschrank gesehen! Nicht nur, dass er fast die Größe eines Kleiderschrankes hatte, er war voll gestopft allem möglichen Essen.
"Du kannst dir nehmen was du willst, meine Eltern essen eh kaum zu Hause."
Meine Augen wurden noch größer, als sie ohnehin schon waren.
Ich zögerte nicht lange und griff nach den erst besten Sachen, die mir ins Auge fielen.
Als ich meinen Raubzug beendet hatte drehte ich mich zu Liam um. Der sich an der Wand angelehnt hatte und auf sein Handy sah. Er bemerkte mich und tat sein Handy in die Hosentasche, dann fiel sein Blick auf das Essen in meinen Armen und er begann zu grinsen. Ich wurde ein wenig rot.
Aber Liam sagte kein Wort zu meiner Beute und nahm mir einfach die Hälfte ab, dann holte er noch eine Flasche Wasser und zwei Gläser aus einem Schrank und wir machten uns wieder auf den Weg nach oben.
Mit meinem Berg an Essen schmiss ich mich wieder auf das bequeme Bett, riss die erste Tüte Chips auf und stopfte mit eine Hand voll Chips in den Mund.
Wir schalteten wieder den Fernseher an und sahen uns irgendwelche unnötigen TV Serien an.
Als etwa dir Hälfte des Berges an Essen in unseren Bäuchen war stellte Liam mir eine Frage:
"Amy? Als du mich angerufen hast, wolltest du über etwas sprechen, ist alles okay?"
Ich zögerte einen Moment, ich hatte es ganz vergessen...
"Ja, das war nur, ich..."
Doch ich unterbrach den Satz, ich musterte Liam und wie er mich aufmerksam ansah. Er lag gerade auf seinem Bett, ich lag im rechten Winkel neben ihm und hatte meine Beine angewinkelt über seine gelegt. Ich genoss den Moment.
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Second - my new life
RomansaAmy Willows ist 16 Jahre alt und war in ihrem ganzen Leben immer nur die Nummer 2. Jetzt muss sie nach Chicago ziehen, weil ihr Vater dort seine neue Stelle hat, und sie macht eine Liste mit Dingen, die sie in ihrem neuen Leben ändern will. Amy will...
