Wenn von einer Zeit nur Asche noch bleibt.

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  Es war mitten in der Nacht und Ziva vernahm Stimmen in ihrem Zimmer. Doch sie wollte ihre Augen nicht öffnen. Noch nicht. Sie wollte schlafen. Sie wollte einfach der Realität nicht ins Auge blicken. SIe wollte nicht erfahren das Tony tot war. Sie wollte kein Leben, in dem er auf die ein oder andere Art und Weise fehlte. Dann war alles ruhig. Sie war wieder alleine und das war auch gut so. Gibbs schloss leise die Tür und fuhr direkt ins nächste Krankenhaus wo sich Sortes unter strenger Bewachung einer Untersuchung hingab. Gibbs paltze mitten hinein mit Tobias an seiner Seite. "Und?" "Glatter Durchschuss! Wir nähen nur noch dann können sie ihn vernehmen." Antwortete der Arzt und schaute weiterhin auf die Wunde von Sortes. Doch Gibbs wartete nicht. "Was haben sie sich dabei gedacht?" "Was der Wind verweht dafür kommt jeder Traum zu spät!" War das einzige was er ihm antwortete. Gibbs verstand nicht. Er konnte damit nichts anfangen. Was wollte er ihm damit sagen? "Verdammt. Sortes Warum?" Doch auch dieses mal antwortete Sortes mit Zeilen die Gibbs nicht verstand. "Was der Wind verweht dafür kommt jeder Traum zu spät, alles was ich mit dir gelebt hat der Wind verweht
Was der Wind verweht danach greift meine Hand zu spät, alles was ich mit dir gelebt ist nicht mehr da." Gibbs verließ mit Tobias diesen Raum. "Was redet der da für ein Blödsinn?" "Ich hab keine Ahnung!" gab Gibbs zu. "Wir hätten ihn besser prüfen müssen!" "Was wisst ihr eigentlich von ihm?" "Ich weiß nur das er schon seit 10 Jahren dabei ist und immer sehr zielstrebig war. Er war fleißig und hat stets nach unseren Vorgaben und Richtlinien gearbeitet. Aber das hier?" "Das nennt man dann Doppelleben. Wie sieht es mit seiner Familie aus? Hat er eine Frau? Kinder?" Tobias schaute Gibbs ratlos an. Er wusste es nicht. Und er war sich sicher von jedem anderem Agenten es zu wissen. "Er entwickelt sich immer mehr zum roten Tuch!" "Ein Schwarzes Schaf mit einem roten Tuch!" gab Gibbs beiläufig zu bedenken. Er wartete darauf Sortes mit nehmen zu können was er dann nach einer guten Stunde auch konnte. "Hey Gibbs wie gehts DiNozzo?" "Er ist soweit wieder zusammen geflickt. Aber ..." Gibbs hörte auf als Sortes den Raum in einem Rollstuhl verließ.

Der nächste Tag kam schnell und auch bis dahin hatte Gibbs noch immer nichts aus Sortes heraus bekommen. Er wollte wissen warum er seine Agenten entführt hatte und er wollte wissen warum er diese ganzen Morde begangen hatte. Er wollte Antworten. "Was werden ihre Frau und die Kinder sagen?" Gibbs probierte es erneut und trank einen Schluck von der kalten braunen Suppe die sich in seinem Becher befand. "Jeder der mich kennt sieht das nichts mehr brennt in den Augen,jeder fragt wie gehts doch die Wahrheit stirbt in den Augen. Das ist wohl der Preis den jeder Zahlt im Leben,wenn von einer Zeit nur Asche noch bleibt." "Also hatten sie eine Frau?" Sortes antwortete immer noch nicht. "Was ist geschehen Sortes, haben sie sie auch ....... von ihren Hunden bestialisch töten lassen?" Gibbs schauderte es bei dem Bloßem Gedanken. Auch Ducky, Palmer, Abby und McGee die hinter der großen Scheibe standen schauderten. "Nein...es war nicht meine Schuld!" brach es mit einem mal aus Sortes hinaus. Sie starb weil sie keiner gefunden hat...!" "Gefunden? Was haben sie ihr angetan?" Gibbs schaute in Sortes Augen aber er konnte nichts erkennen was ihm eine Antwort gab. "Nein. Ich war das nicht.......Sie starb weil irgent ein Besoffener sie überfahren hat und sie wurde drei Tage lang nicht gefunden." "Ist das der Grund?" Sortes's Miene verwandelte sich binnen von Sekunden in eine Fratze. "Ich war alleine! Und ich wollte sehen wie es ist zu sterben." "Sie wollten was?" Gibbs war aufgestanden. "Ich wollte sehen wie das Leben aus ihren Körpern geht. Ich wollte sehen wie sie leiden...wie sie gelitten hat. Wissen sie die Wölfe haben sie angefressen. Man sagte mir sie musste noch gelebt haben als sie das taten." Gibbs ging ein Licht auf. Er wollte diese Bestie ein für alle mal los werden. Und ließ ihn allein in diesem Raum zurück. Er brauchte Luft. Er brauchte einen Kaffee. Er brauchte jemanden zum Reden. Abby trat aus dem anderen Raum heraus und ging auf Gibbs zu. "Gibbs?" "Nicht jetzt Abby!" Er lief einfach weiter.

Tony machte seine Augen auf. Wo war er? Es war Dunkel und doch wusste er er war nicht mehr in diesem Loch. Er spürte genau das er in einem Bett lag. Wie war er hier her gekommen? Hatte ihn sein Boss und Mc gee doch gefunden? Und wo war Ziva. Ging es ihr gut? Sie war doch dort! Er hatte sie gehört und er hatte sie gesehen wenn auch nur verschwommen aber er hatte sie gesehen, wie sie auf diesem Stuhl saß und dann zu Boden ging. Lebte sie noch? Was hatte dieser Mistkerl ihr angetan? Doch seine Fragen blieben für den Rest der Nacht unbeantwortet. Er dämmerte immer wieder davon und stieg hinab in die Hölle. Wie jeden Abend. Seine ganz persönliche Hölle. In dem Es nur ihn gab und seine Ehe die nicht funktioniert hatte. Doch seit dem er in diesem Loch war und seit dem ihm Gibbs die entscheidende Information zu David gegeben hatte sah er immer wieder diese Bilder die er nicht einordnen konnte. War es Realität oder war es nur sein Wunsch? Entsprang es nur seiner Fantasie Ziva zu lieben oder war es tatsächlich passiert? Und warum konnte er sich nicht daran erinnern wenn er wach war? Doch als er am nächsten Morgen die Augen aufschlug und nach Luft haschte waren die Bilder ganz klar in seinem Kopf. Er starrte an die Decke und er kannte es. Er hatte sie geliebt. In allen Formen die er kannte. Er hatte sie an den Rand des Wahnsinns getrieben und das gleiche hatte sie mit ihm getan. Und allein der Gedanke daran ließ die Röte in sein gesicht schießen wie ein Bummerrang. Er erinnerte sich wie sie neben ihm lag, schwer atmend und grinsend. Er erinnerte sich an ihren Duft, an ihre Haut, an ihren Hunger auf ihn. Er erinnerte sich an den Abschied, er erinnerte sich an den heftigen Stoß des er vernahm als er eingestiegen war. Er hatte das Gleichgewicht verloren und war gegen eine Kante gefallen. Er erinnerte sich wie er diese Liste schreiben wollte. Nein wie er sie geschrieben hatte. Er wusste es wieder. Er konnte sich an alles erinnern und er fasste sich automatisch an seinen Kopf, so als ob er den Schmerz noch immer fühlen konnte. Er erinnerte sich daran das Wendy ihm vorgeworfen hatte er würde in der Vergangenheit fest sitzen und das sie ihm eine Szene nach der anderen gemacht hatte weil er nachts öfters Zivas Namen schrie oder murmelte. Es kam immer auf den Traum an. Aber das hatte er wahrscheinlich erfolgreich verdrängt. Er wollte und konnte sich erst jetzt wieder daran erinnern. Doch lange konnte er sich seinen Gedanken nicht mehr hingeben, denn da sprang auch schon die Tür auf und Abby trat ins Zimmer. "Tony?" "Mhm!" "Gott sei Dank bist du munter. Wie geht es dir?" "Wie soll es jemanden gehen, der beinahe Hundefutter geworden wäre?" fragte er ernst. Aber eigentlich wollte er nur wissen was mit Ziva war. Doch fragen wollte er nicht. "Tony. Ziva ist noch nicht bei Bewusstsein. Sie hat eine schwere Gehirnerschütterung und einige Prellungen. mehr wollen sie mir nicht sagen." Wie konnte Abby nur wissen was er wissen wollte. Er schaute sie fragend an. "Ich weiß doch das du dir Sorgen machst. Aber keine Sorge Sie lebt. Und ihrem Sohn geht es auch soweit gut." "David!.......Wo ist er?" wollte Tony nun wissen?" "Gibbs hat ihn erst mal unter gebracht bis Ziva wieder auf den Beinen ist." Abby wusste nicht das David Tony's Sohn war. Sie ahnte etwas aber sie wusste es nicht zu 100 %.  

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