Kapitel 11 Resignation

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Wütend schmeißt Alice ihre jacke in die Ecke. Die Hausfrau hebt sie sofort auf und hängt sie ordentlich auf. Ihre Eltern waren zu weit gegangen. Wieder einmal.

Eigentlich ist Alice nur wütend auf sich selbst. Sie hätte es wissen müssen. Sie hat es gewusst, aber statt auf den Bodyguard zu bestehen, hatte sie sich mit Lumina zufrieden gegeben. Der Kuchen ist ein Anschlag auf sie gewesen, nicht auf Lumina. Was haben ihre Eltern dieses Mal vor? Da fallen Alice die Wanzen ein, die sie erfolgreich platziert hatte. Mit neuer Energie schaltet sie ihren Laptop ein, auf den sie bestanden hatte und schaltet das Überwachungsprogramm der Wanzen ein.

Während sie sich anschaut, wo ihre Eltern überall gewesen sind, denkt sie über Lumina nach. Durch Lumina war sie selbst nicht zu Schaden gekommen. Durch Lumina hatte sie Eltern verunsichert. Durch Lumina hatten ihre Eltern nicht bekommen, was sie wollten. Durch Lumina hätte sieim Zweifelsfall eine Zeugin. Zufrieden lächelt Alice. Vielleicht würden sie und Lumina wirklich beste Freundinnen. Lumina ist leichtgläubig, sie würde nichts ahnen. Kalt lächelnd reibt Alice ihre Hände aneinander.

Allerdings hält ihre Freude nicht lange an, da sie nun zwar weiß, wo ihre Eltern waren, aber nichts über die Orte selber weiß. Nun ist sie genauso weit wie vorher.

Außer sie fährt alle Orte ab... Oder sie lässt sie abfahren. Zufrieden mit ihren neuen Plan geht Alice zu Markus, ihrem „Mädchen für alles". Sie drückt ihm den Zettel in die Hand und sagt: „Markus, fahren Sie bitte all diese Orte ab und sagen mir, was sich an den jeweiligen Orten befindet?"

„Sehr gerne",antwortet er, „aber haben Sie noch nie etwas von Google Maps gehört, Frau Blake?"

Alice schüttelt irritiert den Kopf, woraufhin Markus ihr in den nächsten vierzig Minuten Google Maps erkärt. Damit findet Alice die Orte auf Anhieb.

Supermarkt, Tankstelle, Reinigung, irgendein Büro, ein anderes Büro, Bäckerei, diverse Restaurants und einige Kiosks... Außerdem eine Bank. Sehr oft. Haben ihre Eltern Geldprobleme? Das würde zumindest ihre für ihre Elterneher riskante Hochzeit mit dem reichen Alexander Blake erklären... Und jetzt suchen sie nach einer Möglichkeit, um an sein Geld zukommen. Dafür brauchen sie Alice. Aber sie haben ihre Rechnung ohne Alice' Scharfsinn gemacht.

„Ihr werdet euch noch wundern", flüstert sie vor sich hin und spürt den Hass in sich hoch kommen.

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