Teil 36
Ich wache mit einem Dröhnen in meinem Kopf auf und reibe mir erst mal meine Augen. Gestern war irgendwas passiert, aber es war gerade zu früh um es zu überreißen.
Plötzlich tritt eine Person in mein Blickfeld und sofort erinnerte ich mich wieder was gestern passiert war. Negan war nach Hilltop gekommen und dann kamen die Schmerzen und die Krämpfe. Es wurde alles schwarz.
"Du bist wach", stellte er über mir fest. Ich nicke sanft und fasse mir an meinen Bauch. Die Kugel kam mir kleiner vor. Sofort richte ich mich auf und sah auf meinen Bauch.
Stirnrunzelnd schaue ich zu Negan.
"Es tut mir leid, Feena", flüstert er mir zu und ich schüttele ungläubig meinen Kopf.
"Nein, Nein. Nein!"
Mein schreien war kraftvoll und ich war wütend und traurig und schlug wie wild mit meinen Händen rum.
Negan packte diese und drückt sie auf die Matratze. "Pssssst. Ganz ruhig. Hey. Alles wird gut", redete er auf mich ein. Sein Blick löste sich nicht von mir, auch nicht als ich anfing zu weinen und mich von ihm wegdrehte.
"Tu nicht so als würde ich dir leid tun. Du bist doch froh das sie weg ist! Jetzt kannst du mich ja wieder haben", schreie ich wütend und befreie mich aus seinem Griff. Der Schmerz den ich noch leicht in meiner Bauchgegend bemerke fiel mir jetzt erst auf.
"Sie?"
Hatte ich sie gesagt? "Ist doch jetzt auch egal. Alles ist egal", stottere ich unter Tränen und aufeinmal war meine Wut wieder weg, dafür übermannte mich eine Traurigkeit wie ich sie schon lange nicht mehr empfunden habe.
Ein Schluchtzen drang aus meinem Mund und drang zu Negan durch.
"Feena...ich...du...wir schaffen das gemeinsam ja? Ich bin für dich da, auch wenn ich das Kind nicht wollte. Ich kann verstehen wie sehr es dich mitnimmt", redet er sanft auf mich ein und streichelte meinen Unterarm. Diese Berührungen lösten in mir wieder diese unbeschreiblichen Gefühle gegenüber Negan aus.
Mein Herz schlug schneller als sein Blick mich mal wieder durchlöcherte.
"Komm mit mir zurück nach Hause und ruh dich aus", schlägt er vor und ich fand den Gedanken nicht schlecht. Hier würde mir das Geschehen immer wieder durch die Knochen gehen, Zuhause allerdings. In unserem Apartment könnte ich vielleicht vergessen. Mich zumindest von den Leuten hier mal entfernen bis ich bereit dazu bin Ihnen gegenüber zu treten. In meinem normalen Auftreten.
Nach diesen kurzen Überlegungen meine ich zu Negan, während ich mich aufrecht hinsetze und die Beine über das Bettgestell hingen ließ: "Ich komm mit dir."
"Schön. Ich freu mich. Ich lass deine Sachen packen", lächelte Negan.
"Halt. Erst will ich einiges klarstellen: 1. Sherry muss verschwinden. Sie ist nicht länger deine Frau und Dwight kann sie wieder als seine Freundin nehmen. 2. Denk ja nicht es wäre wieder alles ok zwischen uns. Ich bin immer noch wütend, weil du dich wie so ein verdammtes Arschloch aufgeführt hast. 3. Ich entscheide wann ich wieder dazu bereit bin dich bei mir zu haben und glaubs mir Ich behalt dich im Auge", knurre ich und ernte von Negan einen prüfenden Blick.
"Mit Punkt 1 bin ich einverstanden. Er kann sie haben. Ich hab ja mein Mädchen wieder. Mit den beiden weiteren Punken allerdings nicht. Ich sags dir noch einmal ich bin nicht das Arschloch. Ich hab vielleicht ein paar Dinge in den falschen Hals bekommen aber ich hab von Anfang an eins klar gestellt: KEINE KINDER. Das wusstest du auch. Also bedenke deine Zweifel über mich noch mal und denk an unsere schönen Zeiten."
Negan hatte vielleicht recht, aber für mich machte das fürs erste keine Bedenken meine Aussage zurückzunehmen. Wenigstens konnte ich Dwight seine Liebe zurückgeben. Ganz ehrlich er hatte sie sich verdient. Jemand der ganz alleine war, unglücklich mit der Situation sollte nicht zusehen wie ein anderer sein Mädchen bekommt. Das war Grund genug für mich das Dwight besseres verdient hatte.
Ich stehe von dem Bett auf und finde mich immer noch in meiner normalen Kleidung, allerdings war meine Hose und der untere Teil meines Shirts blutverschmiert. Das erinnert mich nur noch mehr an das, das jetzt nicht mehr bei mir war. Ein irgendwie schon fast lebenswichtiger Bestandteil. Einfach weg.
"Ich zieh mich noch um und packe selbst meine Sachen", erwiedere ich und laufe aus dem Container, der als Arztzentrale für Alex dient.
In meinem Container schlüpfe ich in neue Sachen, packe aber dennoch die blutverschmierten Sachen ein. Ich wusste genau was ich mit Ihnen noch machen würde.
Dann schmiss ich das restliche Zeug in eine Reisetasche und laufe wieder ins Freie. Jesus kam auf mich zu. Er sieht mich von oben bis unten an und nimmt mich dann einfach nur in seine Arme als er nah genug war.
"Es tut mir so leid", flüstert er und diese Worte ließen erneut Tränen in meinen Augen entstehen. Ein Schluchtzen gegen seine Schulter ließ mich realisieren das ich gerade zu viele Gefühle und Emotionen Preis gab.
Ich löse mich und verabschiede mich mit dem Gedanken bald wieder zu kommen. Die ganzen Leute waren mir eben ans Herz gewachsen.
4/5 Lesenacht ❤
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Unter seinem Befehl!
Fiksi PenggemarFeena (25) lebt wie viele andere in der Apokalypse ein ganz normales Leben. Ihre Gruppe, bei der sie seit Anfang an dabei ist namens die Saviors hat sie gut aufgenommen und sie und der Anführer Negan haben ein Verhältnis miteinander. Allerdings ist...
