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Am Morgen, kam Aytaç ins Zimmer und brachte mir ein Tablett mit einem schönen Frühstück. Er war so süß. Er hatte mir selber Frühstück vorbereitet.

,,Aytaç? Ich konnte doch mein Frühstück selber holen, warum musst du so süß sein?"

Oh nein! Wie kam diese Frage aus meinem Mund raus? Ich würde sowas niemals sagen können. Aytaçs Liebe hatte mich mutig gemacht. Zum Glück reagierte er nicht wirklich auf diese Frage, weil er sicherlich wusste, dass ich mich dann noch mehr schämen würde. Ich war ihm sehr dankbar dafür.

,,Nein. Ich hab es gemacht und du wirst es genießen. Ich komme gleich wieder und werde nichts mehr auf diesem Tablett sehen. Alles wird gründlich aufgegessen. Tamam? (Okay?)"

Ich rollte kurz meine Augen und bejahte anschließend. Lächelnd und mit meiner Liebe an ihm genoss ich das schöne Frühstück und aß alles leer. Als Aytaç später wieder zurückkam, lobte er mich. Ich fühlte mich, wie ein kleines Kind.

,,Wie ich sehe, hat es dir geschmeckt."

,,Ja sehr. Dankeschön. Aber das nächste mal gehe ich es mir selber holen. Ich kann ja schließlich aufstehen."

,,Aber dann würde es doch gar nicht so gut schmecken. Ich tue meine Liebe hinein, während ich es vorbereite."

Ich wurde wieder rot und senkte meinen Kopf. Als er das sah, lachte er und ich schlug ihm leicht auf den Oberarm. Ein Lachen konnte ich mir ebenfalls nicht verkneifen, als ich es dann auch tat. Zusammen lachten wir eine kurze Weile, bis jemand an die Tür klopfte. Wir sahen Azelya vor uns, als wir sie hereinbaten.

,,Upps. Tut mir leid, ich gehe mal kurz raus und lass euch alleine."

,,Nein, nein. Azelya komm rein. Aytaç wollte jetzt sowieso gehen. Stimmt's Aytaç?"

Er sah mich fragend an, weil er das eigentlich gar nicht vorhatte. Aber ich wollte es. Er nickte kurz, ging raus und ich war mit Azelya alleine.

,,Morgen kommst du endlich raus. Eflin du kannst jetzt wieder sehen! Allaha şükür (Gott sei dank)."

,,Ja. Gott sei Dank. Was ist das?", fragte ich sie, während ich mit meinem Zeigefinger auf die Tüte in ihrer Hand deutete.

,,Ich hab für dich Börek (etwas wie Pastete) dabei!"

,,Wirklich?! Oh mein gott, danke!"

Obwohl ich erst neu gefrühstückt hatte, konnte ich Börek nicht ablehnen. Ich liebte es. Und wenn sie auch noch mit Käse gefüllt waren, konnte ich nichts mehr außer die Böreks sehen. Die von Azelya, waren auch mit Käse gefüllt, welche meine Augen riesig machten und zum Funkeln brachten. Ich wollte es sofort aufessen, aber es wäre ein wenig peinlich und unhöflich, wenn ich es tun würde. Deshalb ließ ich es mir nicht anmerken, dass ich es schnell essen wollte, sondern blieb erstmal cool und sagte, dass ich neu gefrühstückt hatte.

,,Egal. Das ist Börek. Das kann man auch essen, wenn man satt ist. Das liebt jeder. Man kann sie einfach nicht ablehnen und dir geht es gerade genauso, ich weiß es. Schnell schnapp dir eine. Hier."

Sie reichte mir ein Stück rüber und lachend nahm ich es an. Wir beide genossen es und merkten von den ganzen Gesprächen gar nicht, wie die Zeit verging. Außerdem hatten wir nicht bemerkt, dass wir alle Böreks aufgegessen hatten, was uns zum Staunen und Lachen brachte. Es waren eigentlich genug Böreks für mehrere Personen dabei, welche wir nur zu zweit verschlungen hatten. Ich fühlte mich ehrlich gesagt fett. Aber was kann ich denn dafür, wenn die türkischen Gerichte so gut schmecken? Azelya legte die Dose, indem sich vorher die Böreks befanden, zurück in die Tüte und eine Weile lachten wir uns selber aus, wie wir so viel auf einmal essen konnten. Als wir uns beruhigt hatten, wurde Azelya plötzlich ernst und nachdenklich. Anschließend lächelte sie mich an. Sie sah so aus, als würde sie mir etwas sagen wollen.

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