Sicht Hide
Dies war einer der wichtigsten Tage, meines bisherigen Lebens.
Ken kam mir immer näher und dann...
Dann brabbelte er dazwischen.
》Also... Ähm ich weiß nicht, wie ich das genau getan habe und ahm... eigentlich müsste ich auch deine Nase zuhalten ...《 stotterte er und blickte verlegen an meine Tapete.
Innerlich seufze ich, denn dann wäre mir der folgende, zu tiefst beschämende Part erspart geblieben.
Ich unterbrach Kens Gestotter kopfschüttelnd, dennoch leicht lächelnd 》Ach Ken...《
》Hide, kann es sein, dass du... na ja, vom anderen Ufer bist?《 fragte er mich, Was einen Lachanfall meinerseits hervorbrachte. Ich liebte seine schüchterne Art und Weise. Doch ich bereute es, da mein Gelächter eher unhöflich und gemein herüberkam, denke ich zumindest. Das merkte ich nämlich, denn dann entwickelte sich daraus die altbekannte Stille.
Für mich war es eine erstickende Lautlosigkeit, da ich nicht wusste, was ich am besten äußern sollte.
Dann stoppte Ken diese Ruhe als er fragte
》Liebst du mich mehr als nur freundschaftlich?《
Mein Herz setzte in diesem Moment aus.
Irritiert starrte ich ihn an.
Soll ich die Wahrheit sagen? Was wird er dazu sagen? Was soll ich machen?
Ich verfiel in Stress, nein viel mehr in Panik. So gehetzt war ich nur, wenn ich verschlief bloß, dass diese Situation um einiges schlimmer war. Die Unentschlossenheit zwischen Lachen und in Tränen ausbrechen war unbeschreiblich groß. Es war eine schreckliche Last, die ich schnell wieder loswerden wollte. Mieserweise schob ich diese Bürde auf Ken ab indem ich eine Frage stellte, die mich aus dieser misslichen Lage befreite.
》Was wenn es so wäre?《
Er zog scharf die Luft ein und formte seine Hände zu Fäusten. Offenbar verstand Ken, dass ich mich retten wollte.
Ken feixte leise 》Das war doch mit Absicht oder?《
》Sorry.《 brachte ich nur mit zugeschnürter Kehle heraus.
Der Weißhaarige stemmte seine Ellenbogen auf seine Knie und stützte seine Stirn auf seinen Handflächen ab. Er grübelte lange, zumindest fühlte es sich so an. In Echtzeit waren bestimmt nur einige Minuten vergangen, aber es kam mir wie eine halbe Ewigkeit vor. Ken atmete einmal tief durch und schaute mich mit einem zarten Lächeln auf dem Lippen an.
》Nun...《 begann er 》Es würde mich freuen, weil...《 er legte eine kurze Pause ein und gestand dann
》Weil ich dich liebe, Hide.《
Bei diesen Worten, überschüttete mich ein Fass von glücklichen Emotionen vor. Ich hätte vor Freude an die Decke springen können oder gar vor Rührung weinen können.
Jedoch merkte ich, dass ich keinerlei Reaktion nach Außen zeigte, als Ken flennend weiter redete.
》Ich kann auch verstehen, wenn du jetzt nichts mehr mit mir zu tun haben möchtest, da wir von Anfang an beste Freunde waren und Das vielleicht dadurch zerstört werden könnte. Es tut mir leid.《 entschuldigte er sich und kämpfte mit seinen Gefühlen. Ich schüttelte sehr schnell meinen Kopf und umklammerte seine Hände mit Meinem.
》Du hast da Etwas missverstanden. Ich fühle genauso wie du...《 versicherte ich ihm und strich mit meinen Daumen über seine Hände.
Mit viel Überwindung fragte ich ihn dann
》Ken, möchtest du mit mir zusammen sein?《
Aus seinem betrübten Gedicht wurde ein Strahltendes und seine Antwort lautete
》Nichts lieber als Das.《
Ich habe mir tatsächlich jedes einzelne Wort, was Ken an damaligen Morgen sagte, gemerkt.
Auch wenn er immer noch grinste, seufze Ken 》Ach, Hide...《
Ihm liefen einigen Tränen über die Wangen, die er sich schnell abwischt.
Ich fragte ihn, warum er denn weinte. Er gab zur Antwort
》Ich habe Angst, dass mir mein Verstand das Alles nur vorspielt oder es nur ein Traum ist.《
》Es ist kein Traum.《
》Kannst du deine Aussage beweisen?《
》Allerdings.《 bestätigte ich und rückte näher zu ihn. Ich ließ meine Hände nach oben zu seinem Nacken wandern und ließ sie dort ruhen. Bereits da schloss er seine Augen, was eine Art "Einverständnis" bedeuten sollte. Auch wenn ich sehr nervös war, wollte und konnte ich auch keinen Rückzieher machen. Als nur noch wenige Millimeter zwischen unseren Lippen waren, machte ich ebenfalls meine Augen zu. Ich zögerte noch einen Moment lang, aber dann überwand ich mich und durchtrennte die winzige Lücke zwischen uns. Ich bemerkte sofort wie unfassbar weich seine Lippen waren, wenn man an die Zeit nach Kimuras Folter zurück dachte... Aber daran wollte ich nicht denken. Mich überraschte es positiv, dass er zuerst anfing seinen Mund zu bewegen, da ich Angst hatte, irgendetwas gegen seinen Willen zu tun, weshalb ich mich eher zurückhaltend verhielt. Ken vertiefte sogar den Kuss und platzierte seine Arme um meine Hüfte. Eigentlich wollte ich es selber noch nicht, aber ich löste den Kuss langsam. Er lächelte mich wieder so unfassbar niedlich an, aber er hatte auch anscheinend noch nicht genug, da er wieder näher zu mir rückte und kurz, bevor sich unsere Lippen wieder trafen 》Ich liebe dich.《 hauchte. Wir vertieften unseren Kuss erneut und diesmal legte Ken mit seiner Zunge über meine Unterlippe. Da ich aber nicht einschätzen konnte, ob Das nur ein Versehen war, machte ich einfach so wie vorher weiter. Diesmal packte Ken meinen Nacken und kitzelte mich etwas dabei, weshalb ich zusammenzuckte und Luft holte. Das nutzte er aus und geleitete mit seiner Zunge in meinen Mund.
Langsam brachte ich meine Zunge auch ins Spiel. Wir "kämpften" nicht gegeneinander wie andere es immer beschreiben, wir spielten viel mehr miteinander. Anscheinend drohte ihm auch der Luftmangel, weshalb er den Kuss allmählich löste.
Der Weißhaarige lächelte wieder auf diese besondere Weise und ergänzt 》Ja, es ist definitiv kein Traum.《
Auch ich schmunzelte, da ich mehr als glücklich über meine Entscheidung war.
Als wir dann auch gemächlich müde wurden, gingen wir in unser Bett und wünschten uns noch eine gute Nacht. Kurz bevor ich einschlief quengelte eine gutbekannte Stimme meinen Namen. Ich brummte nur als Antwort und bekam die Aussage 》Ich kann nicht schlafen...《
》Verstehe schon.《 murmelte ich und drehte mich um und hob meinen einen Arm an, so dass er darunter kriechen konnte.
》Hab dich lieb.《
》Ich dich auch.《
Ken gab mir noch einen Kuss auf die Wange und kuschelte sich dann in meine Brust. Ich küsste ihn einmal auf seinen Haarschopf und drückte ihn näher an mich, bevor ich dann auch einschlief.
So viele Gefühle an einem Tag verspürte ich noch nie.
Das ist NICHT das Ende, es werden noch so einige Kapitel kommen und diese werden garantiert nicht immer so rosig sein...
Fluff zu schreiben liegt mir irgendwie nicht so gut. Dennoch wollte ich die beiden nicht erst am Ende zusammenbringen, da ich es von meiner Sicht aus für den perfekten Zeitpunkt(, wenn ich alle meine Storypunkte erreichen sollte,) halte. :)
Außerdem wollte ich Hide und Ken auch mal glücklich sein lassen, da noch so einiges auf sie zukommen wird...
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Liebe__TG schreibt auch eine Tokyo Ghoul Fan Fiction, die auch sehr gut geschrieben ist. :D
~DieGhula
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Was wenn es so wäre? (Hidekane FF)
ФанфикшнBoyxBoy don't like it, don't read it. +TRIGGERWARNING: Leute, die auf Suizid, Selbstverletzung oder Ähnlichem empfindlich reagieren sollten, diese Geschichte mit Vorsicht oder gar nicht lesen.+ Der Weißhaarige sackte zusammen und spürte nichts weite...
