Kapitel 2

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Sicht Ken

Ich wurde mit einem riesigen Schrecken wach als ich einen seltsamen Geruch wahrnahm, den ich nur zu gut von früher kannte. Cloroform war es, was ich eingeatmete. Die vorhersehbare Panik breitete sich erst langsam und immer schneller aus. Ich fing irgendwann an zu schreien und das immer lauter und panischer. Irgendwann brüllte Hide dann »Alles wird gut Ken!«. Alles wird gut?! Mein bester Freund hielt mir ein ein hygienisches Tuch mit Betäubungsmittel unter die Nase und ich war zu schwach mich zu wehren, wie sollte ich mich da beruhigen?! Würde Hide mich an das CCG ausliefern? Würde er mich versuchen eigenhändig umzubringen? Würde er mich foltern, wie dieser Irre? Diese Fragen und viele mehr, stellte ich mir in diesen wenigen Sekunden. Den Schmerz, den ich die ganze Zeit am Körper hatte, ignorierte ich gekonnt. Ich merkte, wie mein Körper noch schwächer wurde als er schon war. Krampfhaft versuchte ich wach zu bleiben, doch vergebens. Ich konnte mich nicht mehr, alles wurde schwummrig um mich herum und dann schlossen sich langsam meine Augen. Ich wachte nach undefinierbarer Zeit wieder auf und mir tat mein Kopf höllisch weh. Ich fasste daran und merkte, dass ich einen Verband um den Kopf hatte. Hatte... hatte Hide mir den etwa um meinen Kopf gebunden? Ich war wirklich nicht in guter Verfassung, da ich selbst du schwach war, mich aufzurichten. Ich hörte Schritte und schloss meine Augen und tat so als ob ich schlief. Jemand, der hoffentlich Hide war, betrat das Zimmer und schaltete das Licht aus. In dem Moment als die Person sich mit seinem Rücken zu mir drehte, öffnete ich schnell meine Augen und schloss diese genauso schnell wieder. Ich wollte erleichtert ausatmen als ich nun wusste, dass es mein rot- braun haariger Kumpel war, aber ich wollte nicht, dass er Verdacht schöpfte, dass ich wach war also lies ich es. Er legte sich wieder neben mich und- er streichelte meine Haare? Ich gebe zu es fühlte sich angenehm an, da mir seit meine Mutter tot war, niemand mehr meinen Kopf streichelte, aber es war fragwürdig, dass er mir den Kopf streichelte. Hide schaltete nun die Nachttischlampe aus und kuschelte sich in seinen Bettdecke. Er roch an dieser, weil sie frisch gewaschen war. Ich konnte mir ein Schmunzeln nicht verkneifen, aber ich hoffe, dass wenn er es sehen würde, er denken würde, dass ich träumte. Ich bemerkte aber, dass das Cloroform nicht ganz ohne war und ich wieder müde wurde, da die Wirkung immer noch nicht wirklich nachließ. Ich schlief tatsächlich wieder ein, aber was ich träumte war eine Situation, die ich hoffte nie erleben zu müssen. Mein bester Freund stand vor mir und grinste mich an. Das war erst mal nichts schlimmes, da ich gerne sein hübsches Gesicht sah. Und jetzt kommt das Aber. Er sprach Worte, die mich selbst im Traum verletzten. »Haaaa! Denkst du ernsthaft, jemand könnte dich lieben?! So was Schwaches und Erbärmliches, wie dich? Der nicht mal seinen besten Freund, die Wahrheit erzählen kann? Versuche gar nicht erst dich herauszureden, das kaufe ich dir nicht ab! Tschüß, Ken und hab ein unglückliches Leben!« ich wollte etwas sagen, aber ich konnte nicht. Ich begann zu weinen. Endlich wachte ich aus diesem schrecklichen Traum auf. Auch wenn dieser Traum keine Realität war, weinte ich weiter. Der Gedanke daran, dass alle außer Hide mich verlassen hatte, war sehr schmerzhaft. Klar mein Vater und meine Mutter konnten nichts dafür, dass sie tot waren, aber ich war letztendlich ohne Hide alleine. Meine Tante hat mich dermaßen schlecht behandelt, daran mochte ich gar nicht schon wieder denken. Aber ich konnte nicht anders. Kennt ihr diese Momente, wenn alles auf einmal wieder hochkommt? Genauso einer war dieser. Ich schaute auf meine Arme, die von Narben kamen, die ich mir nicht mal selber hinzugefügt habe. Meine Tante hat, wenn ich ihrer Meinung nach böse war, ein Messer genommen und dann mit diesem meine Arme lang geritzt hatte. Wenn ich zu laut geschrien hatte, hat sie mir ein Tuch mit Cloroform unter die Nase gehaltenen und als ich wieder aufwachte, war des öfteren mein Arm blutig und voller Schnitte. Es war schrecklich, ich musste den ganzen Sommer immer Pullover oder Hoodis tragen damit man meine Schnitte nicht sah. Alles schmerzte in mir als ich daran dachte. Aus meinen stummen weinen, wurde ein schmerzhaftes Schluchzen. Ich merkte wie sich 2 warme Arme um mich schlangen. »H-hide,... bitte verlass m-mich nicht.« schluchzte ich leise. Ich bemerkte, wie er schmunzelte. Was war an dieser Situation komisch? Irgendwie machte mich das leicht sauer. Er flüsterte mir mit seiner tiefen Stimme und einem Grinsen, dass ich spüren konnte »Nein, Ken, ich bleibe natürlich bei dir.~« in mein Ohr. 'Ich bleibe natürlich bei dir.' Bei diesem Satz bekam ich überall Gänsehaut, einerseits weil er mir das wortwörtlich in mein Ohr hauchte und andererseits, weil diese paar Worte mich unglaublich berührten. Ich merkte förmlich, wie sein Grinsen breiter wurde als er meine Gänsehaut mitbekam. Ich beschloss nichts weiter zu sagen als er mich mehr an sich dran drückte und mir über den Rücken streichelte. Ich schlief fast ein als er sich und mich hinlegte und uns zudecken. Wollte er mich nicht loslassen? Ich war zu fertig um weiter darüber nachzudenken und schlief ein. Am nächsten Morgen wachte ich auf und lag immer noch in den Armen von Hide. Da er noch schlief, beschloss ich einfach seine Nähe zu genießen und die Augen zu schließen, auch wenn es falsch war, was ich tat. Ich merkte wie der kurz Haarige neben mir wach wurde und ich merkte wie er mich anstarrte. »Wenn du nur wüsstest Ken.« wisperte er und- er küsste mich auf die Stirn? Habe ich irgendwas verpasst? Ich hoffte, dass ich nicht rot anlief, was ich aber bezweifelte. Er legte mich vorsichtig auf die andere Seite des Bettes, was mich wunderte. Er deckte mich zu, stand auf, ging aus dem Raum und schloss die Tür leise hinter sich. Da ich nicht wusste, wann Hide wiederkam, beschloss ich einfach liegen zu bleiben und meine Augen geschlossen zu lassen. Ich dachte genauer nach, was dieser 'Kuss' vorhin zu bedeuten hatte. Mein bester Freund, dachte ja, dass ich schlief, aber ich bekam es mit. Da machte es 'klick'. Liebt Hide mich? Schlimm würde ich es auf  keinen Fall finden, natürlich nicht, ich liebte ihn ja auch. Ich hörte, dass die Tür wieder aufging und Hide eintrat. Er beugte sich zu mir rüber, strich mir durch's Haar und raute ein »Hey, Ken, aufstehen.~« in mein Ohr. Mich überzog eine Gänsehaut und ich öffnete meine Augen und starrte direkt in Hide's braune Augen. Ich gähnte und murmelte gespielt ein »Guten Morgen.« »Los, Ken aufstehen ich hab extra Frühstück gemacht.« meckerte er. Ich hab die wichtigste Sache vergessen; Ich war ein Ghul, ich konnte keine normale Nahrung zu mir nehmen. Ich blickte Hide entschuldigent an »Sorry, ähm, hab kein Hunger.« log ich. Hide schaute mich skeptisch an und sprach mit einem besorgten Unterton »Hey, du schaust ziemlich mager aus. Aber nicht normal sodass es gesund ist sondern krankhaft mager. Komm, probiere es doch wenigstens.« Okay, ich tue es, ihm zu liebe. Da ich mich übergeben müsste, könnte ich einfach sagen, dass ich krank wäre oder so was. »Okay, ich komme.« murmelte ich und stand auf. Ehe ich mich versah, packte Hide mich an der Hand und zog mich in die Küche, die echt schön eingerichtet war. Es sah alles so luxuriös aus, so teuer. Der Kühlschrank, die Hertplatten und die Fliesen waren in einem edlen schwarz, nur der Tisch, sammt Stühle, waren weiß. Der Tisch war schon von Hide gedeckt worden und er bat mich, mich zu setzten. Er schenkte mir Kaffee in eine Tasse ein. Moment- Kaffee? Ich hatte nie in der Uni Kaffee getrunken und sagte, dass ich kein Kaffee mochte. Wieso also schenkte er mir Kaffee ein? So langsam bekam ich ein mulmiges Gefühl. Er stellte das Essen vor mir und vor seinem Platz hin und setzte sich. Hide ass schon längst, aber ich guckte das Essen skeptisch an. »Mann, Ken, jetzt iss einfach.« sagte er genervt. Ich schluckte, schnitt etwas von dem Essen ab, was mich wunderte, dass es ein Gericht war, so früh am Morgen und nahm es in meinen Mund. Ich kaute darauf rum und schluckte es runter und- Es schmeckte?! Schockiert starrte ich Hide an und kurz darauf, starrte dieser zurück. Er lachte auf »Haha, Ken, du müsstest dein Gesicht sehen! Denkst du etwa ich habe nicht gewusst, dass du ein Ghul bist?« Was? Er wusste, dass ich ein Ghul bin? Woher? »Hide, ich-ich kann das er-« »Hör schon auf, ist doch in Ordnung Kumpel! Denn ich bin...«

Ich hoffe, euch hat das Kapitel gefallen und wie gesagt Wünsche und Verbesserungsvorschläge einfach in die Kommentare.

~DieGhula

Was wenn es so wäre? (Hidekane  FF)Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt