15. Kapitel

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Ich drehte mich zu der Person und sah Luke mit verschränkten Armen an der Tür lehnen.
„Wieso?",fragte ich ihn und schaute ihn verwirrt an.
„Dass weißt du ganz bestimmt! Und zwar die zwei Jungs, bei denen du am Tisch saßt!"
Ich schaute ihn perplex an. Das kann doch nicht sein Ernst sein!
„Was ist mit ihnen?". Fragte ich ihn wütend. Es regt mich auf, wenn sie sich immer in alles einmischen, was ich mache!
„Nenn mir einen guten Grund, wieso ich sie nicht verprügeln sollte!", provozierte er weiter.
„Ich glaube, das ist etwas übertrieben Luke!", mischte sich nun auch Jayden ein „was haben sie den getan?", fragte er ihn.
„Sie haben sie angefasst, ist das nicht Grund genug!" Ich wusste, war Luke einmal in Fahrt, konnte man ihn nicht mehr auf halten, ich habe es bereits selbst erlebt und es war nicht gerade ein schönes Ereignis.
„Man Luke, James ist schwul und Ethan ist in Maja verliebt, sie wollen nichts von mir, kapiert?!", schrie ich ihn an. Mir tat es leid, die Geheimnisse meiner Freunde auszuplaudern, aber die Situation hat es nicht anders zugelassen.
„Woher soll ich wissen, das du dir das nicht gerade ausgedacht hast?", fragte er mich, aber ich wusste das ich das Schlimmste bereits überstanden habe.
„Was ist hier los und Wieso schreit ihr die ganze Zeit rum?" Ein ziemlich verwirrter Mike betrat das Wohnzimmer und als er sah, wie Luke und ich uns gegenüber standen wusste er wahrscheinlich schon was los war, oder zumindest wer so rumgeschrien hat.
„Luke versucht mir vorzuschreiben, mit wem ich mich befreunden darf und droht schon wieder ihnen etwas anzutun!", beschwerte ich mich bei Mike, welcher daraufhin Luke tandelnd ansah.
„Luke, das hatten wir doch alles schon mal, gibt es wenigstens einen Grund für deine Beschuldigungen?"
Als Luke gerade ansetzen wollte, unterbrach Mike ihn noch mal.
„Und es zählt nicht, das er sie angefasst hat!", woraufhin Luke den Mund wieder schloss.
Ich setzte mich wieder auf den Schoß von Jack, welcher mir beruhigend über den Rücken streichelte und mir ein „Alles wird gut ins Ohr flüsterte." ich hoffe er hat recht, ich will nämlich nicht, das morgen in der Mittagspause ein wütender Luke an unserem Tisch auftaucht und James und Ethan verkloppt.
Felix und Noah kamen gerade von der Küche aus ins Wohnzimmer und blieben verwirrt stehen als sie uns sahen. Noah hatte wohl eine Ahnung worum es sich handelte und ging zu Luke und legte ihm eine Hand auf die Schulter. Dieser hatte sich in der Zwischenzeit wieder etwas beruhigt.
„Um wen geht es überhaupt?", fragte uns Felix, der von Jayden auf das Laufende gebracht wurde.
„Um zwei Jungs, mit denen ich in der Mittagspause an einem Tisch gesessen bin. James und Ethan.", klärte ich ihn auf.
„Hey Jack, ist James nicht der Schwule?", fragte er Jack. Dieser überlegte kurz und nickte dann zustimmend. Es war also kein Geheimnis, Glück gehabt!
Als Luke das hörte, schien er zu begreifen das ich die Wahrheit gesagt habe und schaute mich bedrückt an.
„Tut mir leid.", und ohne etwas weiteres zu sagen verschwand er aus dem Wohnzimmer.
„Luke, warte!", rief ich ihm hinterher, aber er hörte es nicht mehr oder ignorierte es. Ich wollte ihm hintergeh gehen, wurde dann aber von Noah aufgehalten.
„Ich mach das schon, er braucht nur ein bisschen Zeit.", mit diesen Worten verschwand er auch und ich setzte mich deprimiert wieder zu Jack, welcher versuchte mich aufzuheitern, was aber nicht gut klappte. Stattdessen fragte ich, „Wann kommt Liss?"
„In einer guten halben Stunde", antwortete mir Felix, welcher sich neben uns gesetzt hat.
"Wieso, muss er immer so reagieren, wenn ich neue Freunde finde?", fragte ich vier.
Mike seufzte. "Keine Ahnung, aber ich weiß nicht, was ich dagegen machen kann!"
Die Anderen zuckten auch nur mit den Schultern.
"Wenn du willst, kann ich mal mit ihm reden.", bot Jayden seine Hilfe an.
Ich nickte nur, da ich wusste, dass das sowieso nichts bringen würde.
"Wieso bist du jetzt eigentlich so deprimiert? Du musst doch eher froh sein, dass er sich wieder beruhigt hat!", wand sich Jack an mich.
"Ich weiß auch nicht, in letzter Zeit ist es einfach so, keine Ahnung!"
Ich merkte, wie Mike und Jayden bedeutsame Blicke austauschen. Ich schaute sie mit zusammengekniffenen Augen abwechselnd an.
"Was ist?", fragte mich Jayden.
"Was hatte dieser Blick zu bedeuten?", stellte ich ihm die Gegenfrage.
Er seufzte. "Es kann sein, dass du bald deine Tage kriegst.", erklärte mir Mike. Ich verdrehte die Augen. Das waren ja super Aussichten!
"Wo ist eigentlich Jacob?"
"Wahrscheinlich in seinem Zimmer."
Ich stand auf und ging Richtung Treppe.
"Wo willst du hin?", rief mir Felix nach.
"Ich gehe zu Jacob!", schrie ich zurück.
Als ich oben an Luke's Zimmer vorbei ging hörte ich laute Stimmen daraus. Ich weiß, man sollte nicht lauschen, aber es war einfach zu verlockend.
"Wieso musst du dich immer so aufregen!", hörte ich die aufgebrachte Stimme von Noah.
"Keine Ahnung! Manchmal habe ich einfach das Gefühl, ich muss es machen!", entgegnete Luke.
"Merkst du nicht, wie sehr es sie belastet, das du dich bei jeder Kleinigkeit einmischst, die sie macht?"
"Als ob du dass nicht gemacht hast, damals als sie...."
"Was machst du da?"
Erschrocken fuhr ich herum. Hinter mir bzw. vor mir stand ein skeptisch schauender Ben.
"Ich, ich hab nur kurz...", ich schaute verlegen auf den Boden.
"Gelauscht?", fragte er mich mit hochgezogener Augenbraue. Nur mal so, das will ich auch können!
"Naja, so würde ich es nicht ausdrücken."
"Ach ja, über was haben sie sich denn unterhalten?", fragte er mich und sah dabei sichtlich interessiert aus.
"Vorhin haben Luke und ich uns gestritten, weil er mir vorschreiben wollte, mit wem ich befreundet sein soll und mit wem nicht. Noah versucht gerade ihn zu beruhigen.!, schilderte ich ihm die Situation.
"Aha, und was wolltest du hier machen, ich bezweifle nähmlich, dass du nach oben gekommen bist, um die Beiden zu belauschen." Und er zog mal wieder eine Augenbraue hoch. Ich will das auch können!!!
"Ich wollte eigentlich zu Jacob, aber dann wurde ich ja aufgehalten!"
"Mhm, jaja!", er grinste mich an. "Dann schau zu, dass du dich in Richtung Jacob bewegst, sonst erinnere ich mich an unser kleines Gespräch gerade wieder zurück!", ich umarmte ihn.
"Danke!" Und dass meinte ich ernst, denn ich wusste, dass er bei sowas stillhält.
Ich schländerte weiter in Richtung Jacob und Ben machte sich auf den Weg nach unten.
Ich öffnete leise die Tür zu seinem Zimmer und er lag auf seinem Bett und schaute irgendwas auf seinem Handy an. Als ich merkte, dass er mich noch nicht bemerkt hat, hatte ich eine Idee.
"Arschbombe!", schrie ich und sprang auf ihn drauf. Da er damit wohl nicht gerechnet hat, stieß er ein erschrockenes Grunzen aus, was dazu führte, dass ich einen Lachflash bekam.
"Das ist überhaupt nicht lustig!", beschwerte er sich bei mir.
"Doch!", ich musste wieder loslachen. "Du hast dich angehört, wie ein Schwein!"
Ich lachte einfach weiter, bis Jacob auf einmal ein Wasserglas in der Hand hatte und dieses über mich schüttete.
"Aaaaa! Jacob, was soll der Scheiß?", fragte ich ihn aufgebracht und strich mir eine nasse Haarsträhne hinter mein Ohr.
"Tja, wer kann der kann!", sagte er nur lachend.
Ich verschränkte meine Arme und schaute sture aus dem Fenster.
"Ach komm schon, sein nicht beleidigt Hope, es war doch nur Wasser!"
Ich verdrehte meine Augen, aber ich konnte ihm nicht lange böse sein und schon kurze Zeit später lagen wir lachend auf seinem Bett, welches jetzt übrigens auch nass war und schauten uns irgendwelche dummen Videos auf YouTube an.
"Was geht den bei euch ab?"
Jacob und ich drehten uns erschrocken zur Tür um.

1274 Wörter
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Sera

Mein Leben mit 8 ChaotenWo Geschichten leben. Entdecke jetzt