Jenny wartete schon auf uns, als wir aus dem Bus ausstiegen. Sie umarmte uns beide und Layla warf ihr eigenen mitleidigen Blick zu und als Jenny ihn bemerkte zuckte sie nur mit den Schultern.
Als sich schließlich Layla von uns verabschiedete, hüpfte Jenny auf einmal aufgeregt herum.
„Das wird so lustig!", quietschte sie.
„Ja, sicherlich, aber wir müssen noch die Zeit bis zu Mittagspause überstehen."
Ich musste mich echt anstrengen, im Unterricht nich ein zu schlafen, ich weiß nicht, ob die Lehrer den Unterricht extra langweilig gestaltet haben, oder ob es daran liegt, dass ich so aufgeregt bin, wegen dem, was glich passieren wird, da wir gerade Ende der 6. Stunde haben und so die Mittagspause direkt vor der Tür steht.
Als wir in die Mensa kamen, waren die anderen, also Maja(bald nicht mehr), James, Layla und Ethan schon an unserem Tisch.
Wir setzten uns zu ihnen, wobei Jenny den Platz wählte, der am weitesten von Maja entfernt war.
Die beiden ignorierten sich, was ihnen einen verwirrten Blick von James und Ethan einbrachte. Anscheinend hatte weder Jenny noch Layla Ethan und James etwas gesagt.
Wir aßen schweigen und nach ca. 10 Minuten tippte ich Jenny unauffällig an.
Sie holte ihr Handy raus und würde Liam schreiben, dass ich doch Interesse habe, was natürlich nicht stimmt.
Ich beobachtete derweil Liam, der gerade auf sein Handy schaute, die Augenbrauen zusammenzog, dann den Blick hob und meinen fand.
Er lächelte mich an, ich glaube es sollte charmant wirken, erzeugte aber in mir eher das Gefühl gleich kotzen zu müssen, stand dann auf und kam in die Richtung unseres Tisches.
Schnell schaute ich zu meinen Brüdern und Cousins, die mich hin und wieder ansahen, aber glaube ich, noch nichts gemerkt haben.
Das ist eigentlich ganz gut, wir wollen ja nicht, das die ganze Sache zu früh aufflog.
Ich musste nur wissen, das sie mich im Auge behielten, dass sie auch ganz sicher eingreifen werden.
Liam errichte genau in dem Moment unseren Tisch, als ich mich wieder zurückdrehte.
Die anderen, Jenny ausgeschlossen schauten ihn irritiert an.
„Was willst du Liam?", fragte Ethan, wobei man an seiner Stimme hören konnte, das er Liam's Anwesenheit nicht schätzte.
Er ignorierte Ethan vollkommen, war Jenny einen abschätzigen Blick zu, anscheinend hatte er nicht mehr vor sie interessant zu finden und schaute dann mir in die Augen.
„Ich habe gehört, hier in der Nähe findet am Freitag eine Party statt, hättest du Lust, mich zu begleiten? Nicht, dass ich die Antwort nicht schon wüsste.", fügte er selbstgefällig hinzu. Anscheinend, hat er Jenny's Nachricht so verstanden, dass ich jetzt auf einmal alles machen würde, was er mit mir machen wollte. Ok, das hört sich falsch an.
„Ich würde ja gerne, aber am Freitag habe ich schon etwas vor.", sagte ich und ich lies meine Stimme klingen, als würde ich es wirklich bereuen.
Und dass ich am Freitag etwas vor hatte stimmte wirklich, da Liss gesagt hatte, dass sie uns dann ihren Freund vorstellen möchte.
„Das ist schade, wie wäre es, wenn ich dich heute mit zu mir nehme und wir dann einen Film schauen würden?", er war anscheinend sehr von sich überzeugt, dass er es noch einmal versuchte, nachdem ich ihn offensichtlich abgewiesen hatte.
Aus dem Augenwinkel sah ich, das an dem Tisch meiner Brüder und Cousins eine Person aufgestanden war und auf uns zusteuerte.
„Nein, danke, und wenn du es noch nicht bemerkt hast, jetzt noch einmal deutlich für dich: Ich.Habe.Kein.Interesse!"
Während ich das sagte lächelte ich ihn so an, das es für Außenstehende so gewirkt haben muss, dass ich ihm etwas sehr nettes geantwortet habe, da die Person, die auf uns zugekommen ist, deutlich schneller geworden ist.
Liam, der anscheinend erst verdauen muss, was ich gerade gesagt habe, blieb in der Position, in der er schon die ganze Zeit gestanden ist, ob aus Schock oder irgendetwas sonst, keine Ahnung.
Kurz bevor die Person unseren Tisch erreichte, schaute ich zu ihr, um einen sehr, sehr wütenden Luke zu sehen, der sobald er Liam erreichte ihn nach hinten schubste.
Liam wurde anscheinend aus seiner Schockstarre gerissen und sah Luke entsetzt an.
„Was soll das Mann?", fragte er, nachdem er sein Gleichgewicht wieder gefunden hatte.
Luke packte ihn am Kragen seines T-Shirts und sagte in drohend leiser Stimme:
„Wenn du sie auch noch einmal ansprichst bist du tot."
Liam hatte nicht mehr die Chance auf eine Antwort, denn schneller aus ich schauen konnte hatte mein Bruder ihn geschlagen. Liam's Nase blutete und sie sah ziemlich krumm aus, im Gegensatz zu davor.
Ich stieß ein erschrockenes Keuchen aus.
So sollte das ganze wirklich nicht laufen, ganz und gar nicht.
Ich wollte zu den beiden laufen, wurde allerdings von zwei kräftigen Armen gestoppt und an eine harte Brust gepresst.
„Da solltest du dich jetzt am besten nicht einmischen.", flüsterte mir Ben ins Ohr und ich sah entsetzt zu, wie Luke und Liam anfingen sich zu prügeln, auch wenn es von Anfang an schon klar war, wer gewinnen würde.
„Ich habe dir gesagt, das es nicht gut ausgehen wird.", sagte Ben mit angespannter Stimme.
Ich antwortete nicht, da ich die Prügelei beobachtet und nicht tun konnte.
Mike, Noah und noch einer meiner Cousins versuchten Luke von Liam weg zu zerren, der bereits auf dem Boden lag und Geräusche von sich gab, die mich in meine Albträumen heimsuchen werden.
Als sie es schließlich schafften, waren Luke's Fäuste mit Blut überzogen.
Jetzt erst bemerkte ich, dass sich die gesamte Schule um uns versammelt hat. Auf einmal tauchte ein Lehrer auf und riss entsetzt die Augen auf, als er Liam auf dem Boden sah, er hatte sich zwar schon wieder ein bisschen aufgerappelt, es sah aber aus, als würde er nicht so schnell wieder auf die Beide kommen.
„Jemand soll sofort einen Krankenwagen rufen!", befahl der Lehrer, den ich noch nie gesehen habe und ging dann zu Liam, um ihn zu stützen.
„Wir werden warten bis der Krankenwagen hier war und deine Hände untersucht hat und danach wirst du sofort zu Direktor gehen!", sagte der Lehrer zu Luke, wobei er seine ganze Aufmerksamkeit auf Liam gerichtet hat.
„Und der Rest geht in ihre Klassen, die Pause ist jetzt beendet!"
Ben lockerte den Griff um mich, sodass ich auf Luke zu laufen konnte.
Die anderen haben ihn mittlerweile zu einem der Tische in der Nähe gebracht und ihn dort auf einen Stuhl gesetzt.
Luke schien von der Außenwelt nicht mehr viel mit zu kriegen und er schaute die ganze Zeit nur mit aufgerissenen Augen auf seine blutverschmierte Hand.
Noah redete auf ihn ein, aber Luke zeigte keine Reaktion.
Ich kam bei ihnen an und auch ich musste in einer Art Schockzustand sein, da ich nicht hörte wie Mike irgendetwas sagte.
Ich ging einfach auf Luke zu und schloss ihn ganz fest in meine Arme, bis alles um mich herum verschwamm.
Dann war alles nur noch schwarz.Ok, ich weiß ihr werdet alle so was von ausrasten und ja, es tut mir leid, dass so lange nichts mehr kam, aber ich habe es ja doch geschafft
Liebe Grüße eure Sera ❤️💝💕💞💓

DU LIEST GERADE
Mein Leben mit 8 Chaoten
Teen FictionHope Silver zieht mit ihren 3 älteren Brüdern zu ihrer Tante nach New York, da ihre Eltern bei einem Autounfall ums Leben gekommen sind. Da dass nicht schon reicht hat ihre Tante 5 Söhne, die zu Hopes Pech die gleiche Meinung haben wie ihre Brüder...