Meine Schritte gaben einen unruhigen Hall von sich, als ich die Halle betrat.
Unsicher nährte ich mich einem Mann, welcher mit dem Rücken zu mir stand.
,,Entschuldigen sie, aber haben sie Herrn Haber gesehen? Ich soll meine Prüfung hier mit ihm ablegen.", fragte ich und blieb hinter dem Mann stehen.
,,Törichter Backfisch, du ungebildeter Bauerntümpel.", murmelte der Mann und drehte sich zu mir.
Abwertend blickte er zu mir hinab.
,,Ähm wie bitte?", ich runzelte die Stirn und musterte ihn. Er trug pechschwarzes Haar und hatte tiefbraune Augen. Seinen Körper umgab ein dunkler Anzug. Er grinste etwas, wodurch seine weißen Zähne deutlich zwischen seinen blassen Lippen hervorstachen.
Ich schluckte schwer und wich einen Schritt zurück.
,,Aber nein. Nicht doch mein kleines Mägdelein. Scheue dich nicht vor mir. Ich erweise mich als dein Botschafter. Dir eine Nachricht überbringen stehe in meinem Aufgabenfeld", die Stimme war rau wie Schleifpapier und kam mir ungewohnt bekannt vor.
,,Eine Nachricht? Kann Herr Haber nicht kommen....?", ängstlich wich ich noch ein Stück zurück. Sicherheitsabstand war wahrscheinlich nie von großem Nachteil.
,,Mein lieber Sohnemann wachet über uns in diesem Menarche (1*) . Ich erfrage mir, ob er sich entschuldigen möge, denn dein Ableben (2*) läge in seiner Verantwortung."
,,Sir ich verstehe sie nicht. Wo ist Herr Haber und was wollen sie von mir?", fragte ich mit zitternder Stimme. Anscheinend kam hier nichts gutes auf mich zu...
,,Dein Ableben wäre wahrhaftig ein Gaumen schmaus für meine Wenigkeit. Ach entschuldige meine Unhöflichkeit! Ein Vorstellen wäre angenehm gewesen. Man rufe mich Azael. Den größten Höllenfürsten und Paternität (3*) von dem werten Herr Haber."
Ich verstand und wusste sofort, dass ich verloren war.
Das würde dann wohl mein Ende werden.
Aber ohne kämpfen werde ich mich nicht ergeben!
Ich dachte nicht lange nach und lief einfach los.
Der Ausgang war mein Ziel, aber erreichen sollte ich ihn nicht.
Schon nach wenigen Metern brach ich schreiend zusammen.
Was passiert hier?!
Ein lauter und heller Ton brannte sich in meine Ohren und verursachte unerträgliche Schmerzen.
Ich schrie mir die Seele aus dem Leib, während sich dieser Typ darüber amüsierte.
,,Schreie mein kleines Kindchen! Es spiele eine wunderschöne Melodie in meinem Ohre!", rief er und lachte finster.
Der Ton hatte kein Ende und somit fanden auch meine Schmerzen kein Ende.
Ich schrie.
Ich schrie nach Erbarmen.
Ich schrie nach Hilfe.
Ich schrie nach meinen Eltern.
Ich schrie nach Herr Haber.
Und genau dieser Schrei sollte meine Rettung sein.
,,Vater halt!", schrie eine mir wohlbekannte Stimme.
Der Ton wurde von einem lauten Knall unterbrochen und verstummte augenblicklich.
Unsicher richtete ich mich auf und blickte zurück zu dem Mann.
Was ich dort sah ließ mein Herz augenblicklich gefrieren.
1* Moment
2* Tod
3* Vater
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Ein etwas anderes Internat
FantasyEin eher ungewöhnliches Internat. Hierher gehen Fabelwesen, um ihre Fähigkeiten richtig kennen zu lernen und diese zu verbessern. Bei so vielen Fabelwesen auf einen Haufen, geht sicherlich nicht immer alles glatt. Wie jedes Jahr, kamen auch diesmal...
