22 -Offene Rechnungen-

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Eine Woche später erreichte Mavericks Wut ein neues Ausmaß. Jeffrey hingegen, der Evans Worten Glauben schenkte, fühlte sich äußerst zwiegespalten. Er vermisste den jungen Vampir und er wollte sich vergewissern, dass es ihm gut ging, doch würde er seinen Aufenthaltsort weitergeben, würde Evan zu seinem Clan zurückkehren müssen. Dafür würde Maverick sorgen. Doch wäre es nicht sogar besser so? Der Brünette wäre ein wesendlich besserer Clanführer als sein Vater es je gewesen war, das war dem Magier bewusst. Dennoch widerstrebte es ihm, den jungen Mann für Maverick ausfindig zu machen. Es war nicht einfach gewesen, überhaupt einen Weg zu finden, der ihm dies ermöglichte. Evan musste sich an einem gut geschützten Ort befinden, nur durch komplizierte Rituale und Zauber hatte Jeffrey es vor zwei Tagen geschafft, ihn zu finden. In der imposanten Villa einer Fee namens Dana Santiago befand er sich. Doch sollte er es seinem Oberhaupt sagen? Es war seine Pflicht und er riskierte nicht nur sein eigenes Leben, sondern auch die Zukunft des gesamten Clans, wenn er Evans Position nicht weitergab. 

"Jeffrey! Was hast du für mich? Du hast vor einer Woche gesagt, es würde einen Tag dauern, Evan zu finden!", wütete Maverick.

Schweren Herzens fällte der Magier eine folgenschwere Entscheidung: "Er... er ist bei einer Fee, Dana Santiago..."

Die vergangene Woche war eine der Glücklichsten in Evans Leben gewesen. Zwar war er noch immer ein Stein in Danas Schuh und er musste mit den anderen über den Krieg gegen seinen eigenen Vater sprechen. Was blieb ihm auch anderes übrig? Dennoch war er glücklich, denn Alex und er verstanden sich besser denn je. Der Schwarzhaarige brauchte nur den Raum zu betreten und schon fühlte der Vampir sich besser. Außerdem hatte er sich etwas mit Atticus angefreundet, der ein wirklich angenehmer Zeitgenosse war. 

"Wir können nicht mehr viel länger warten! Ich habe zur Zeit drei Rechnungen offen. Dass mit Cathrine Thompson und Gerald Cooper, diesen Verrätern, ist meine Sache, aber Maverick geht uns alle etwas an!", Alex hatte so plötzlich angefangen zu sprechen, dass Atticus beinahe die Schale mit den Kartoffeln hätte fallen lassen, als sie an diesem Tag beim Mittagessen saßen.

Bedächtig nickte Raymond: "Ja, du hast recht. Und ich denke, alle, die sich uns tatsächlich anschließen wollen, sind mittlerweile sowieso in der Umgebung angekommen..."

"Ja, ich habe erst gestern mit Ava gesprochen, es sind alle da", pflichtete Dana ihm bei. 

Die letzte Zeit hatte insbesondere die Fee dazu genutzt, ihre Kontakte spielen zu lassen. Ihre Armee war nicht groß, im Vergleich zu Mavericks etwa dreihundertköpfigen Clan sogar recht klein, doch ihre Verbündeten waren fähige und loyale Kämpfer. Außerdem hatte Evan sie unterrichtet, dass es vermutlich reichen würde, seinen Vater zu stürzen. Bei diesen Worten hatte er merklich geschluckt und jedem von ihnen war sofort bewusst gewesen, dass dieser Sturz vermutlich nur durch seinen Tod herbeigeführt werden würde. Dennoch war der Vampir überzeugt, dass die meisten Clanmitglieder sich sofort unterwerfen würden, sollte ihr Clanoberhaupt ausgeschaltet werden.

"Ich weiß, wir können nur bedingt Rücksicht auf einzelne nehmen, aber ich will, dass Jeffrey, der Magier von meinem Vater, und mein Freund Clayton da lebendig rauskommen. Die beiden sind wirklich anders als er und...", Evan stockte, "sie sind so was ähnliches wie meine Familie..."

"Und gleich sagt er noch, wir sollen seine biologische Familie auch noch beschützen!", höhnte Dana leise.

"Dana, das war überflüssig! Wir können gucken, was wir tun können, aber im Zweifelsfall müssen wir uns verteidigen", sagte Atticus.

Sofort nickte der Vampir: "Ich weiß."

"Wann wollen wir aufbrechen?", fragte Alex und drückte unter dem Tisch leicht Evans Hand.

"Morgen, noch vor Sonnenaufgang, ich hab mit zwei anderen Magiern gesprochen, die Portale können ab fünf Uhr früh aktiv sein", erwiderte Raymond wie als der Pistole geschossen.

"Dann ist es offiziell, morgen früh um halb fünf in Kampfmontur draußen", murmelte Alex und die anderen nickten zustimmend. 

Später am Tag nahm Evan Alex bei der Hand und zog ihn hinter sich her zu dem Zimmer, das ursprünglich das des Vampirs gewesen war, sie allerdings zu zweit bezogen hatten.

"Alex, ich will was mit dir bereden...", murmelte Evan eindeutig nervös. 

Besorgt sah sein Freund ihn an: "Was ist los? Willst du morgen nicht mitkommen? Ich könnte das verstehen!"

"Was? Nein! Aber es geht irgendwie trotzdem ein bisschen um morgen... Ich will dich nicht verlieren."

Erstaunt bemerkte Alex die Träne, die dem Brünetten über die Wange lief: "Hey! Das wirst du auch nicht... Wir stehen das durch, ja?"

Sanft strich er Evan mit dem Daumen über die Wange, dieser lächelte leicht: "Tut mir leid, ich wollte eigentlich nicht heulen... Eigentlich wollte ich dich was fragen..." Er wurde rot und begann verlegen an seinem T-Shirt zu zupfen.

"Was denn? Raus mit der Sprache!", erwiderte Alex schmunzelnd.

"Schläfst du mit mir?"

Perplex sah der Todesfürst ihn an, er hatte wohl mit allem gerechnet, doch diese Frage hatte er nicht erwartet: "Ähm... Was hast du gesagt?"

"Naja, ich brauche irgendwie Ablenkung wegen morgen und außerdem eine gute Erinnerung, falls...", er ließ den Satz unbeendet.

"Es wird schon nichts passieren", murmelte Alex, obwohl er alles andere als überzeugt davon war. "Aber wenn du wirklich mit mir schlafen willst, dann sage ich ganz sicher nicht nein..."

Evans Gesicht verzog sich zu einem Lächeln, als der Todesfürst einen Schritt auf ihn zuging, sodass sie jetzt genau voreinander standen. 

"Schlaf mit mir!", sagte er bestimmt und Alex überbrückte den letzten Abstand zwischen ihren Körpern und küsste ihn. Anfangs waren ihre Küsse eher gefühlvoll und sanft, doch es dauerte nicht lange bis sie immer verlangender wurden. Sanft dirigierte der Schwarzhaarige den Vampir zum Bett und wenig später lag Evan unter ihm und stöhnte auf, weil Alex eine besonders empfindliche Stelle an seinem Hals gefunden hatte und sich dort mit seinen Lippen festgesaugt hatte. Kaum hatte er sich wieder von Evans Haut gelöst, wurde ihm das T-Shirt vom Leib gezerrt. Seine Hose und Boxershort folgten und auch die Kleidung des Vampirs fand nach und nach den Weg zum Boden. 

"Willst du oben oder unten?", fragte Alex atemlos.

Eine Sekunde zögerte der Brünette, doch dann antwortete er mindestens ebenso doll nach Luft ringend: "Unten!"

"Okay, ich bin vorsichtig, versprochen!", flüsterte Alex, küsste Evan kurz, nahm seinen Zeige- und Mittelfinger in den Mund und drang leicht mit dem ersten Finger in den Vampir ein, der sich wegen des ungewohnten Gefühls kurz verkrampfte, aber nur um einige Sekunden später sein Becken näher an Alex Finger zu drücken und erregt aufzustöhnen. 



Hey:)
Es tut mir ehrlich leid, falls das Kapitel kompletter Müll ist! Irgendwie bin ich heute gar nicht weitergekommen und kann jetzt irgendwie gar nicht einschätzen, was ich hier so fabriziert hab... 
Euch ein schönes Wochenende, eure c_in_medias_res <3 

Das Flüstern des TodesGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt