»Glaub mir, das hatte ich nicht.«, erwidere ich mit einem Augenrollen und greife nach dem vollen Schnapsglas. Doch Bradley packt mich an meinem Handgelenk und zieht es weg.
»Sag mal, hast du sie noch alle? Lass mich einfach in Ruhe!«, motze ich ihn an und bemerke dabei, dass ich ziemlich lalle. Das ist mir aber egal, ich fühle mich so unbeschwert und gerade kümmert es mich kein bisschen, dass ich diese Nacht keinen Platz zum schlafen haben werde. Nach jedem Schluck Vodka fühle ich eine angenehme Wärme in meinem Bauch, die mich entspannen lässt.
»Rebecca...«, sagt Bradley mit einem ernsten Unterton. »Du bist betrunken.« Wieder hält er meine Hand fest, als ich nach dem Vodka greifen will.
»Ja und? Das geht dich gar nichts an. Mach dich mal locker, Dr. Connor.«, necke ich ihn und betone dabei seinen Namen etwas theatralisch.
»Ich bringe dich jetzt nach Hause.«, antwortet er daraufhin immer noch sehr ernst. Er kneift seine Augenbrauen zusammen, was eine Falte dazwischen erzeugt.
»Haha!«, gluckse ich. »Ich habe kein zu Hause.«, sage ich nur mit einem hysterischen Lachen. Dabei fahre ich mit meiner Hand über seine Falte zwischen den Augenbrauen. Die wollte ich schon länger mal berühren. Warum schaut er mich auch so oft so böse an?
»Rebecca...« Bradley packt erneut mein Handgelenk und zieht meine Hand weg von seinem Gesicht. »Wie meinst du das, du hast kein zu Hause?« Sehe ich da Sorge in seinem Gesichtsausdruck?
»Will nicht drüber reden.«, sage ich nur leise und Bradley scheint mich kaum zu verstehen, denn die Musik ist wirklich laut hierin und er beugt sich näher zu mir.
»Wir gehen jetzt hier raus. Du bist völlig betrunken.« Bradley steht von dem Barhocker auf und stellt sich direkt neben mich.
»Ich geh nirgendwo hin. Ich hab hier meinen Freund namens Vodka. Der kümmert sich sehr gut um mich.« Wohin soll ich auch schon gehen? Zu mir kann ich auf keinen Fall, Tiffany und Steve will ich auch nicht belästigen und für drei ist die Wohnung auch viel zu klein. Und Tom hat Frauenbesuch. Ich will seinen Freitagabend nicht ruinieren.
»Entweder kommst du jetzt freiwillig mit oder ich trage dich raus.«
Ich schaue ihn von unten an und sehe, dass seine Brust sich heftig hebt und senkt. Er scheint schnell zu atmen und zu versuchen sich zu beruhigen. Plötzlich erscheint ein Typ neben ihm.
»Ich glaube die Kleine will hier bleiben. Also lass sie in Ruhe, Schönling. Vielleicht will sie sich ja noch mit uns vergnügen.«, warnt ihn der fremde Mann. Dabei schaut er mich lustvoll an und leckt sich über die Lippen. Er hat dunkle Haare, ist ziemlich groß und ziemlich breit gebaut. Oh-oh. Bradley ist zwar schon sehr groß, doch dieser Kerl ist mindestens zwei Meter hoch. Gegen den hätte er doch keine Chance.
Doch Bradley schließt nur kurz seine Augen, als würde er sich sammeln wollen, öffnet sie und entgegnet ihm: »Du hörst mir jetzt genau zu. Ich gebe dir nur eine Chance. Du drehst dich jetzt um und gehst. Sonst muss ich dir leider Weh tun.«
Der Kerl lacht lauthals und seine Gang, die noch aus anderen vier Männern besteht und die wie er schwarze Kopftücher und schwarze Westen mit irgendeinem Abzeichen tragen, das nach Motorrad-Club aussieht, steht jetzt auch unterstützend hinter ihm. Sie lachen ebenfalls und knacken mit ihren Fingerknöcheln. Dann macht der breite Kerl noch einen Schritt nach vorne auf mich zu und streckt seine Hand nach mir aus.
Oh shit.
»Sag hinterher nicht, dass ich dich nicht gewarnt hätte.«
Urplötzlich packt Bradley den breiten Kerl am Nacken und haut seinen Kopf auf den Tresen. Es ist ein lautes Knacken zu hören und er fällt bewusstlos auf den Boden. Von da an geht alles schnell. Die anderen vier Männer stürmen auf ihn zu. Bradley tritt dem einen Mann so heftig in den Bauch, dass er ein paar Meter weit nach hinten gegen die Wand knallt. Dem anderen Mann haut er mit der Kante seiner Hand gegen die Stelle zwischen Kiefer und Schlüsselbein. Dieser fasst sich augenblicklich an die Stelle und ringt panisch nach Luft. Bradley nutzt das aus und schlägt ihm mit der Faust in den Solarplexus. Der Mann fällt augenblicklich auf die Knie und schreit laut auf, doch Bradley gibt ihm noch einen Tritt mit seinem Knie gegen sein Kinn, was ein lautes Knackgeräusch entfacht und der Mann fällt rückwärts ohnmächtig zu Boden. Der dritte Mann kommt angerannt und will Bradley ins Gesicht schlagen, doch Bradley kommt ihm zuvor und schägt ihn mit der Faust gegen den Bauch, genau genommen an die Stelle, an der sich seine Leber befindet und auch er fällt bewusstlos zu Boden. Der vierte Mann bleibt wie angewurzelt stehen, hebt dann seine Hände, signalisiert damit, dass er sich ergibt und verlässt rückwärts die Bar.
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Stronger - Secret Love #wattys2019 #aestethicaward2020 #glitzeraward2019
Romance❗️Enthält erotische Szenen ❗️ Die Einserschülerin Rebecca Wilson studiert Medizin in San Francisco. Nach einer gewalttätigen Beziehung ist sie froh, in den USA neu anfangen zu können. Doch dann lernt sie den geheimnisvollen, attraktiven und wohlhab...
