Verärgert vergrub ich mein Gesicht in meinen Händen. Nachdenklich starrte ich das halbleere Wasserglas an. "Wer war das?", hörte ich Hakan aus der Küche fragen. "Steffanie", nuschelte ich gedankenverloren. "Was?", erkundigte sich mein Bruder und setzte sich mit seiner Pizza neben mich. "Steffanie", wiederholte ich mich und stand auf. Ich holte mir meine Pizza und einen Teller aus der Küche und setzte mich damit ins Wohnzimmer. Ich machte den Fernseher an und versuchte mich mit einer Komödie abzulenken.
Ich hatte meine Pizza schon fast aufgegessen, als ich aufstand um mir ein Bier aus dem Kühlschrank zu holen. Auf dem Rückweg zum Wohnzimmer blieb ich abrupt vor dem Esstisch stehen. Abwesend starrte ich den Stuhl an, auf dem Steffi noch vor Minuten saß. "Was ist los?", riss mich Hakan aus meinen Gedanken. "Nichts", antwortete ich bedrückt und betrachtete die Flasche Bier in meiner Hand. Ungläubig schaute mich mein älterer Bruder an. "Wegen Steffi", fing ich dann doch an zu erklären, "Sie hängt so viel mit ihrem Ex rum und ich bin mir sicher, dass er ihr was antut". "Bist du dir wirklich sicher oder bist du nur eifersüchtig?", hakte er nach. "Ich bin nicht eifersüchtig. Ich kenne sie doch gar nicht, aber das ist kein Grund ihr nicht zu helfen. Ich hasse es einfach wenn Männer nicht wissen wie man mit einer Frau umgeht", sagte ich angespannt und brachte das Bier zurück in die Küche. Hakan folgte mir verdutzt. Ich zog mir schnell meine Schuhe an und nahm eine Zigarettenschachtel von der Kommode neben meiner Wohnungstür. "Wo willst du hin?", hörte ich Hakan hinter mir fragen. "Nur kurz spazieren ich muss meinen Kopf frei kriegen", rief ich ihm zu und verließ eilig meine Wohnung.
Ich entschied mich dazu, in einen Park zugehen, da es immer dunkler wurde und dort somit nicht viele Leute waren. Ich begegnete nur ein paar Joggern und einigen Jugendlichen, die mich aber zum Glück nicht kannten. Ich schlenderte den kaum beleuchteten Pfad entlang und zündete mir nachdenklich eine Zigarette an. Es war ziemlich kalt und ich bereute es mir keinen Pulli angezogen zu haben.
Aus der Ferne erkannte ich plötzlich den Umriss einer männlichen Person. Ich dachte mir nichts dabei und zog noch einmal an meiner Kippe. Doch als ich der Person näher kam, bemerkte ich, dass es der Mann war, der Steffanie bedrängte. Wut braute sich in mir zusammen und ich blieb stehen. Ich warf meine Zigarette auf den Boden und drückte sie mit meinen Nike-Schuhen aus, während der schwarzhaarige Typ näher kam. "Was machst du hier", fragte ich ihn und versuchte ruhig zu bleiben. "Das gleiche könnte ich dich fragen", entgegnete der Mann. "Verpiss dich und lass Steffi in Ruhe", fuhr ich ihn an. "Wieso sollte ich?", lachte er schelmisch. Ich ballte meine Hand zu einer Faust zusammen. Ohne, dass ich es kontrollieren konnte schlug ich ihm diese in sein Gesicht. Er hatte wohl nicht damit gerechnet, denn er fiel sofort auf den Boden. "Du sollst sie in Ruhe lassen", wiederholte ich mich und drehte mich um.
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Meet & Greet (Apache 207)
FanfictionIch traf sie bei meinem ersten Meet & Greet. Und von da an ging sie mir nicht mehr aus dem Kopf. Ich verlor mich schon bei unserem ersten Blickkontakt in ihren smaragdgrünen Augen. Egal wie schwer es werden würde ich musste sie kennenlernen.
