"Wenn er sich bei dir in irgendeiner Weise meldet, dann schreib mir sofort, ja?", teilte ich Steffanie noch mit, bevor sie aus meinem Auto stieg und ich den Parkplatz vor ihrer Wohnung verließ.
Ich hatte mich heute noch mit Mustafa, einem guten Freund von mir zum Rollschuhlaufen verabredet. Doch als erstes ging ich schlafen, schließlich war es mitten in der Nacht und ich war sehr müde.
Um halb fünf nachmittags verließ ich dann mit meinen goldenen Nike-Rollschuhen meine Wohnung und machte mich auf den Weg. Netterweise durfte ich die Rollschuhe nach dem Dreh des Musikvideos meinem Song "Kein Problem" behalten.
Wir trafen uns auf einer Rollschuhbahn etwas außerhalb von Mainz. Ich verspätete mich etwas, denn der Verkehr war schrecklich. Als ich endlich ankam, fand ich Mustafa vor der Halle vor und begrüßte ihn lächelnd: "Joo, was geht?". "Jo, alles gut. Komm, lass uns reingehen", entschied er und ging vor.
Wir bezahlten den Eintritt und zogen eilig unsere Schuhe an. Das letzte mal als ich auf Rollschuhen stand war schon ein Weilchen her, doch ich hatte es nicht verlernt. Wir waren keine fünf Minuten auf der Bahn, als auch schon die ersten Fans auf uns zu kamen. Doch das machte mir nichts aus. Ich schoss ein paar Fotos mit ihnen und dann fuhren sie auch schon weiter. Wir drehten auch einige Runden und hatten viel zu besprechen.
Nach langer Zeit blieben wir am Rand stehen. "Warte, ist das da hinten nicht Celine?", sagte Mustafa plötzlich überrascht. Erschrocken horchte ich auf. Ich erkannte sie sofort. Celine, sie war meine Exfreundin. Kurz bevor ich mein Abitur am Theodor-Heuss Gymnasium gemacht hatte, kamen wir zusammen. Unsere Wege trennten sich 2018, als ich angefangen habe Musik zu machen. Celine verstand nicht, wieso ich mein Jurastudium für die Musik aufs Eis legte. Wir begannen uns auseinander zu leben und hatten uns letztendlich im Guten getrennt, doch verloren schnell den Kontakt. Seitdem hatte ich sie nicht mehr gesehen, bis zu diesem Augenblick.
Ich war so in Gedanken verloren, dass ich gar nicht bemerkte, dass Mustafa sie herbeigerufen hatte. Wackelig kam Celine auf uns zu, bis ihr ihre Beine wegrutschten und sie auf den Boden plumpste. Sie konnte noch nie wirklich gut Rollschuhlaufen und deswegen wollte ich es ihr damals beibringen, doch sie hatte absolut keine Geduld.
Mustafa half ihr schmunzelnd auf und begrüßte sie freudig. Ein einfaches "Hallo" war das einzige das ich rausbekam. Ich ließ meine Hände in meiner Hosentasche verschwinden und musterte Celine eindringlich. Sie strich sich ihre blonden, kurzen Haare aus dem Gesicht und betrachtete mich ebenfalls. Ihr Blick blieb bei meiner Sonnenbrille hängen und nach kurzer Zeit sagte sie: "Ich hab gehört, es läuft zur Zeit echt gut in der Musikbranche?". "Kann man so sagen", antwortete ich und bewegte meine Füße nervös hin und her. Celine nickte und presste ihre Lippen aufeinander. "Du kannst gern ein paar Runden mit uns fahren", bot mein Freund an. "Klar!", stimmte Celine zu und fuhr gleichzeitig mit uns los.
Wir waren nicht lang unterwegs, als Celine auf einmal das Gleichgewicht verlor. Im letzten Moment konnte ich sie noch auffangen und sie fiel in meine Arme. "Alles gut?", fragte ich Celine und schaute auf sie hinunter. "Ja, alles gut", antwortete sie ruhig. Ihre warmen Hände berührten sanft mein Handgelenk und ihr Gesicht kam immer näher.
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Meet & Greet (Apache 207)
FanfictionIch traf sie bei meinem ersten Meet & Greet. Und von da an ging sie mir nicht mehr aus dem Kopf. Ich verlor mich schon bei unserem ersten Blickkontakt in ihren smaragdgrünen Augen. Egal wie schwer es werden würde ich musste sie kennenlernen.
