"Ich gehe schnell auf Toilette. Bleib ja hier", hörte ich den seltsamen Mann hinter mir zu Steffanie sagen. Aus dem Augenwinkel erkannte ich, wie er in dem kleinen Flur verschwand. Schnell drehte ich mich zu Steffi um: "Was machst du hier mit ihm?". Sie gab mir keine Antwort, doch ich spürte ihre Angst. "Ey antworte mir", flüsterte ich Steffanie ruhig zu und stellte mich vor sie. Ihr Blick wanderte immer wieder nervös Richtung Toiletten. "Ich muss tun was er sagt, sonst...", erklang ihre zitternde Stimme. "Sonst was?", fragte ich nach. "Ich kanns dir nicht sagen. Ich sollte dir Garnichts sagen", blockte sie kalt ab, "Nicht hier. Er könnte jeden Moment wieder kommen und er darf nicht sehen, dass ich mit dir rede". "Dann gehen wir wo anders hin", entgegnete ich schnell. "Ich darf hier nicht weg", antwortete Steffi zitternd. "Ich kann dich nicht mit ihm hier lassen", sagte ich und schob Hakan mein Portemonnaie zu. "Warte auf das Essen und komm dann mit einem Taxi zu mir nach Hause. Ich muss noch was erledigen", raunte ich meinem Bruder zu. Ich nahm Steffanie am Arm und lief mit ihr nach draußen zu meinem Auto. Sie wehrte sich nicht und folgte mir still. Ich wusste nicht genau, warum ich das noch machte, doch mein Gefühl sagte mir, dass ich sie nicht mit diesem Mann alleine zurücklassen konnte.
"Wo fahren wir hin?", fragte Steffi zurückhaltend. "Zu mir", gab ich kalt von mir und parkte zügig aus. Ich wusste, dass ich es vielleicht bereuen werde, dass ich sie zu meiner Wohnung mitnahm, doch das war mir ziemlich egal. Ich konnte aus dem Augenwinkel ihre nervösen Blicke Richtung Pizzeria erkennen. Erst als wir um die nächste Ecke fuhren, merkte ich wie sie sich langsam entspannte.
Wir betraten gemeinsam meine immer noch ziemlich unordentliche Wohnung. "Sorry für die Unordnung. Hatte keine Zeit das aufzuräumen", entschuldigte ich mich kurz als ich das Chaos bemerkte. "Ist schon gut", gab Steffi von sich und schaute skeptisch zu den vielen Whiskeyflaschen.
"Willst du was trinken?", bot ich ihr an und bewegte mich richtung Küche. Steffanie folgte mir langsam: "Ähm, ja. Ein Wasser". Stirnrunzelnd schaute ich sie kurz an, drehte mich dann um und füllte ihr ein Glas Wasser ein. Eigentlich wollte ich mir ein Bier nehmen, doch ich wollte sie damit nicht verunsichern. "Setz dich", sagte ich stattdessen und führte sie zu meinem Esstisch. Schüchtern ließ Steffi sich in auf dem Stuhl gegenüber von mir nieder. Kühl trank sie ihr Wasser und schaute sich etwas um. Einige Sekunden beobachte ich sie dabei nur, bis mir wieder einfiel, warum ich sie überhaupt mitgenommen hatte.
"Also, was will der Typ von dir?", fragte ich letztendlich und spielte ein wenig mit meinen Ringen. Angespannt stellte Steffanie ihr Glas auf den weißen Tisch und blickte zu mir rüber. Sie zögerte kurz und atmete tief durch: "Ich hab dir gesagt, dass ich dir das nicht sagen kann. Ich will dich da nicht mit rein ziehen". Überrascht schaute ich Steffi an: "In was denn?". Sie fuhr sich mit den Händen über ihr Gesicht und nahm dann ihr Wasserglas wieder in die Hand. "Das ist der Punkt. Genau das kann ich dir nicht sagen, das musst du verstehen", versuchte Steffanie zu erklären und nahm einen Schluck. Genervt lehnte ich mich zurück: "Hör zu, ich will dir helfen Steffi. Ich sehe doch, dass er nicht sonderlich nett zu dir ist".
Eine unangenehme Stille breitete sich aus. "Du musst es mir natürlich nicht sagen. Aber ich denke es wäre besser", sagte ich schließlich und stand von meinem Stuhl auf und wollte sie nach draußen begleiten, doch Steffanie unterbrach mich: "Na gut. Ich denke du hast Recht". Ich zog meine Augenbrauen nach oben und setzte mich gespannt wieder hin. Nachdenklich fing sie an: "Also, es ist so...". Meine Haustür öffnete sich und unterbrach Steffi. Verwirrt schaute ich Richtung Flur. Ich hörte Hakan pfeifen und er kam mit zwei Pizzaschachteln in den Raum. Er beachtete Steffanie so gut wie gar nicht. "Wie bist du hier reingekommen?", fragte ich ihn erstaunt. "Du hast offen gelassen", lachte mein älterer Bruder und stellte die Schachteln auf dem Esszimmertisch ab. "Ey, ich schwör da war so ein komischer Mann der hat richtig rumgeschrien, weil sich irgendeine Frau verpisst hat", erzählte er lachend. Schnell schaute ich zu Steffi und sah ihre nervösen Blicke, die auf Hakan lagen. "Ich muss los", verabschiedete sie sich plötzlich und eilte auf die Haustür zu.
Wie findet ihr das neue Lied von Apache? Ich liebe es, ist definitiv einer meiner Lieblings Songs von ihm!
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Meet & Greet (Apache 207)
FanfictieIch traf sie bei meinem ersten Meet & Greet. Und von da an ging sie mir nicht mehr aus dem Kopf. Ich verlor mich schon bei unserem ersten Blickkontakt in ihren smaragdgrünen Augen. Egal wie schwer es werden würde ich musste sie kennenlernen.
