(25) Hellblaues Kleid

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Ich musste lächeln, als ich realisierte, was gerade passiert war. Ich räumte die leere Popcornschüssel und die RedBull Dosen eilig auf und warf mich auf die Couch. Ich wollte Steffi so schnell wie möglich wieder sehen, also schrieb ich ihr eine Nachricht: "Was machst du morgen? Wir könnten was Essen gehen?".

"Klar. Gegen 18 Uhr?", bekam ich wenige Minuten später als Antwort. "Okay, ich hol dich ab", schrieb ich zurück und legte mein Handy wieder weg.

Ich stieg gerade in mein Auto, als mein IPhone plötzlich klingelte. Verwundert ging ich dran: "Hallo?". "Eyy, Volkan. Hast du Bock auf Shisha Bar?", hörte ich Sasans fröhlich Stimme durch den Hörer. "Sorry, ich treff' mich heute mit einer Freundin. Aber nächste Woche", entschuldigte ich mich. "Achso, mit einer Freundin", lachte Sasan ironisch, "Viel Spaß, man sieht sich Bruder". "Tschau", verabschiedete ich mich und fuhr los.

Entspannt klingelte ich an Steffis Tür und lehnte mich gegen den Türrahmen. Ich hörte leichte Schritte näher kommen und Steffanie öffnete die Tür. Sie trug ein wunderschönes, hellblaues Kleid. Es ging ihr bis zu den Knien und passte perfekt zu ihren braunen, schulterlangen Haaren. "Hallo", begrüßte Steffi mich fröhlich und kam einen Schritt näher. "Schick", schmunzelte ich und griff nach ihren Händen. Ich zog sie ein Stück näher an mich und küsste sie sanft. Schon jetzt war das irgendwie zur Gewohnheit geworden, aber trotzdem empfand ich nicht mehr als Freundschaft für sie. Doch ich liebte es sie zu küssen.

Wir fuhren in ein Restaurant, etwas außerhalb der Stadt. Ich hoffte einfach, dass mich dort nicht allzu viele Leute kannten. Aber schon als ich aus dem Auto stieg, wurde ich von zwei Mädchen nach einem Foto gefragt. Mir machte es nichts aus, aber ich denke für Steffi muss das eine komische Situation gewesen sein.

Endlich betraten wir das gutriechende Restaurant und setzten uns an einen Tisch mit zwei Stühlen, der etwas weiter von den anderen entfernt war. Wir bestellten sofort unsere Getränke und unser Essen.

"Also, du studierst ja Mediendesign, wie lang denn schon?", fragte ich interessiert und lehnte mich zurück. "Ungefähr ein Jahr, hab vorher in einem Supermarkt gearbeitet. Doch das war nichts für mich. Und du? Was hast du vor deiner Rap Karriere gemacht?", fragte Steffanie nach. "Ich hab nach meinem Abi zwei Semester lang Jura studiert", erzählte ich kurz. Erstaunt sah Steffi mich an: "Wow, du hast studiert?". "Ja", lachte ich und Steffanie fing auch an zu grinsen. "Hast du nach dem Essen Lust auf einen Spaziergang?", fragte ich erwartungsvoll, als unser Essen kam. "Klar", antwortete Steffi schnell.

Dieser Abend schien jetzt schon nahezu perfekt, wir lachten zusammen und ich fühlte mich wohl bei ihr. Doch das Schicksal hatte noch einen miesen Plan...

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