[Volkan]
Sanft strich ich durch Steffis dunkles Haar. Sie trug mein T-Shirt und lag in meinen Armen. Eigentlich hatte ich nie wirklich vor mit ihr zu schlafen, aber heute konnte ich es kaum verhindern. Ich hatte sogar einen meiner zahlreichen Termine für Steffanie abgesagt, weil sie mir gefehlt hatte. Gott, was machte ich nur hier?
"Volkan?", unterbrach Steffi die angenehme Stille und richtete sich auf. "Hm?". "Du, was ist das eigentlich zwischen uns?", fragte sie und schaute mir verlegen in die Augen. Ich wusste, dass sie diese Frage irgendwann stellen würde und ich hoffte, dass ich die Antwort zu diesem Zeitpunkt wusste. Doch ich wusste es nicht. Steffanie war nicht wie eine "schnelle Nummer" für mich, aber genauso wenig konnte ich mir eine Beziehung mit ihr vorstellen. "Ich weiß es nicht", sagte ich ehrlicherweise. Sie wandte ihren Blick von mir ab und starrte auf ihre Hände. "Ich auch nicht", nuschelte Steffi.
Nach ein paar Minuten Stille fragte ich vorsichtig: "Ich bin später noch mit ein paar Freunden in Mannheim in einer Shisha Bar. Wenn du willst, kannst du mit". "Ja gern. Und wann?", schmunzelte mir Steffanie entgegen. "In zwei Stunden. Ich kann dich abholen", antwortete ich. "Ja, gute Idee. Dann kann ich noch weiter lernen", sagte Steffi und suchte ihre Klamotten wieder zusammen.
Sie hielt kurz inne, sah an sich herab und dann rüber zu mir: "Du brauchst dein T-Shirt sicherlich wieder, oder?". "Alles gut, behalt es. Steht dir", lächelte ich und zog mir meine Hose wieder an. Ein letztes Mal küsste ich Steffanie und verschwand dann aus ihrer Wohnung. Ich schloss den Reisverschluss meiner Nike-Jacke bis oben hin, damit keiner bemerkte, dass ich nichts darunter trug und lief über den Parkplatz zu meinem Auto.
● ● ●
[Steffanie]
Ich warf noch einen letzten Blick in den Spiegel, bevor es an der Tür klingelte. Ich schnappte mir meine schwarze Tasche und öffnete sie. Ich blickte in Volkans strahlendes Gesicht. Was hatte er? Ich ließ mich davon nicht blenden und folgte ihm zu seinem Wagen. "Wieso lächeltst du so sehr?", fragte ich ihn schließlich, als er losfuhr. "Nichts, ich freu mich nur, dass du mitkommst", schmunzelte Volkan. Skeptisch schaute ich ihn an.
Die Autofahrt verging wie im Fluge und Volkan lächelte immer noch. Er öffnete mir die Autotür und nahm meine Hand. Mit hochgezogenen Augenbrauen nahm ich diese an und wir betraten gemeinsam die Shisha Bar. Es war das erste Mal, dass ich in einer Shisha Bar war.
Volkan bewegte sich auf einen Tisch zu, an dem viele junge Männer saßen, die ich alle noch nie gesehen hatte. Nur einen kannte ich: Hakan, Volkans Bruder. "Joo, Volkan. Lange nicht gesehen. Was geht?", begrüßte ein junger Mann meine Begleitung. Er saß neben Hakan, hatte einen dunklen Bart und schwarze, gegelte Haare. Volkan setzte sich zu ihm und etwas schüchtern setzte ich mich daneben. Noch immer hielt er meine Hand und sie gab mir etwas Sicherheit. "Wen hast du uns denn da mitgebracht?", fragte einer der Männer. "Das ist Steffanie", antwortete Volkan und zog provokant meine Hand zu sich, "Und das sind Sasan, Serkan, Hakan und Mustafa". Ich versuchte mir die Namen einzuprägen, was gar nicht so einfach war und winkte einmal in die Runde.
"Willst du mal probieren?", fragte mich Volkan nach einiger Zeit und hielt mir den Schlauch hin. "Heute nicht", winkte ich ab und nahm einen Schluck von meinem Drink. Er zuckte mit den Schultern und zog selbst daran. Langsam bließ er den Rauch aus und lachte über den Witz eines Anderen. Sein Lachen ließ mich dahin schmelzen und ich verlor mich so sehr in seinen Augen, dass ich meinen Drink ausschüttete. "Scheisse", schrie ich und sprang auf. Ich versuchte vergeblich den Gin Tonic auf meinem Oberteil mit einer Serviette abzukriegen, während die anderen nur laut lachten. "Ich kann dich nach Hause bringen, dann kannst du dich umziehen" raunte Volkan mir ins Ohr und seine raue Stimme ließ mich erschaudern. "Du kannst gern hierbleiben, ich kann ein Taxi nehmen. Kein Problem", versicherte ich ihm. "Nein, komm ich fahr dich", sagte er und begleitete mich mit nach draußen.
Erneut griff er nach meiner Hand. Doch er ließ sie wieder los als drei Mädchen auf uns zu kamen und ihn nach Fotos fragten. "Geh schonmal zum Auto, ich komme gleich nach", teilte Volkan mir mit und ich tat was er sagte. Nur leider war der Wagen abgeschlossen und ich lehnte mich wartend dagegen. Es daurte gar nicht so lange, wie ich erwartete, da kam er schon zu mir geeilt. Er schlang seine Arme um meine Taille und zog mich an sich. Bevor ich etwas einwenden konnte küsste er mich auch schon. Wie bei jedem Kuss kribbelte mein Bauch und ich bekam Gänsehaut. Doch ich löste mich und fragte: "Die sehen uns doch alle?". "Das ist mir egal", sagte Volkan und küsste mich wieder. Was hatte er nur auf einmal?
Diesmal löste er sich aus dem Kuss und hauchte mir sanft ins Ohr: "Ich liebe dich, Steffanie". Diese Worte ließen mich erschaudern. Hatte er das gerade wirklich gesagt?
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Meet & Greet (Apache 207)
FanfictionIch traf sie bei meinem ersten Meet & Greet. Und von da an ging sie mir nicht mehr aus dem Kopf. Ich verlor mich schon bei unserem ersten Blickkontakt in ihren smaragdgrünen Augen. Egal wie schwer es werden würde ich musste sie kennenlernen.
