"Als du mich damals betrunken vorgefunden und mir geholfen hast, habe ich dir gesagt, dass ich auf einer Feier meiner Arbeit zu viel getrunken habe. Das stimmt nicht. Ich arbeite nicht, ich studiere zurzeit Mediendesign in der Uni in Mainz. An diesem Tag hatte ich so viel getrunken, weil sich Iwan nach langer Zeit wieder bei mir gemeldet hatte. Seit dem Tag werde ich von ihm erpresst. Ich wusste nicht wie ich das verarbeiten sollte, also griff ich zur Flasche. Du bist der erste dem ich das erzähle", sagte Steffanie langsam. Etwas geschockt hielt ich kurz inne.
"Okay..., aber wieso erpresst er dich? Was hat er gegen dich in der Hand?", hakte ich nach. "Es ist so, ich hatte über längeren Zeitraum ein Verhältnis mit meinem Lehrer. Iwan hatte uns irgendwann dabei erwischt, wie wir uns heimlich küssten. Er hat uns fotografiert und mir gedroht die Bilder zu veröffentlichen, wenn ich nicht das tue was er sagt. Er hat mich zu Dingen gezwungen, die ich absolut nicht wollte und über die ich nicht reden kann, weil mir die Kraft dazu fehlt. Doch was hätte ich tun sollen? Wenn das ans Licht kommt, fliege ich von der Schule und das kann ich mir nicht erlauben", sprudelte es aus Steffanie heraus und ich merkte, dass sie immer nervöser wurde. Ich trat ein paar Schritte näher und blickte zu ihr hinunter. Sie hob ihren Kopf und ich raunte ihr leise zu: "Wieso hast du mir das nicht schon vorher erzählt? Den Typen mach ich fertig, ich schwörs' dir!". "Ich wollte dich da nicht mit rein ziehen, ich kenne dich doch gar nicht", flüsterte Steffi zu mir hoch. "Ich helfe dir, auch wenn ich dich nicht kenne", antwortete ich sanft und strich mir eine Haarsträhne hinters Ohr. Steffanie musste schmunzeln.
"Ach und übrigens, du hast ihm die Nase gebrochen", erwähnte sie. Ich konnte mir ein stolzes Lächeln nicht verkneifen und trat wieder ein paar Schritte zurück. "Es ist schon dunkel, wie kommst du nach Hause?", wechselte ich das Thema. Steffi nahm einen letzten Schluck Wasser und antwortete: "Wahrscheinlich laufen". "Da draußen sind so viele komische Typen, komm ich fahr dich", bot ich an und machte eine auffordernde Handbewegung.
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Meet & Greet (Apache 207)
أدب الهواةIch traf sie bei meinem ersten Meet & Greet. Und von da an ging sie mir nicht mehr aus dem Kopf. Ich verlor mich schon bei unserem ersten Blickkontakt in ihren smaragdgrünen Augen. Egal wie schwer es werden würde ich musste sie kennenlernen.
