Mein Handy klingelte. Ich stöhnte auf und rieb mir meine verschlafenen Augen. Meine Blicke suchten die Uhr. 03:45 Uhr. Wer zur Hölle rief mich um diese Uhrzeit an?
Ich griff nach meinem Handy. Es war Bausa. "Hallo?", flüsterte ich müde in das Telefon. Ein ausgiebiges Lachen und laute Musik erreichte mein Ohr, darunter Julians tiefe Stimme: "Joo, Volkan. Du kannst mich doch bestimmt abholen? Hab bisschen was getrunken, weißt duuu...". Ich atmete tief ein und wieder aus. "Wo bist du, Bruder", fragte ich schließlich. "Im Club", antwortete Bausa. "Ich bin in 10 Minuten da", versicherte ich ihm und legte auf, ohne auf eine Antwort zu warten. Schnell zog ich mir eine Jogginghose und ein T-Shirt an, band meine Haare zu einem Knoten zusammen und verließ eilig meine Wohnung.
Am Club angekommen wartete Julian schon mit zwei Frauen an seiner Seite vor dem Eingang. Ich parkte am Straßenrand und stieg aus. Lächelnd und komplett betrunken kam er auf mich zu: "Die beiden müssten auch mit". Schmunzelnd schüttelte ich meinen Kopf, während die zwei blonden, leicht bekleideten Frauen auf mich zu kamen und sich an mich ran machten. Doch ich blockte ab und reagierte nicht. Stattdessen brachte ich Julian zu meinem weißen Auto, dicht gefolgt von den beiden Damen. Die drei ließen sich auf den Rücksitz fallen. Ich öffnete die Autotür und wollte gerade einsteigen, als ich ein Mädchen am Straßenrand spazieren sah. Ich erstarrte für einen Moment. War es Steffanie? Keine Frage, ich musste es herausfinden!
"Macht da hinten ja keine Sachen, die nicht jugendfrei sind! Ich bin gleich wieder da", teilte ich den drei besoffenen Personen auf meinem Rücksitz mit, schloss die Tür und lief auf das Mädchen zu. "Steffi?", rief ich ihr nach, doch keine Reaktion. Ich hielt sie an und merkte, dass es nicht Steffanie war. Ich entschuldigte mich und kehrte zu meinem Wagen zurück.
Erstaunlicher Weise war das Dreiergespann auf den hinteren Plätzen brav geblieben. Ich brachte sie zu Bausas Hotelzimmer und fuhr anschließend wieder nach Hause.
Müde ließ ich mich wieder in mein Bett fallen, konnte aber nicht schlafen. Ich war enttäuscht, dass die Frau auf der Straße nicht Steffi war. Und da kam mir wieder die Frage auf, wieso sie mich gestern rausgeschmissen hatte. Lag es an mir? Hatte ich etwas falsches gesagt? Oder hatte ich sie verärgert? Diese Fragen ließen mir keine Ruhe, also entschied ich mich dazu sie anzuschreiben. Es war zwar sehr unwahrscheinlich, dass Steffi sofort antworten würde, denn es war erst kurz nach 4 Uhr morgens, aber das hielt mich nicht davon ab.
Ich legte mein Handy wieder beiseite und drehte mich um. Frierend vergrub ich meinen nackten Oberkörper in der warmen Bettdecke. Ich war kurz vorm Einschlafen, als mich das Vibrieren meines Iphones wieder weckte. Schnell drehte ich mich um und starrte auf das Display. Steffanie hatte mir geschrieben.
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Meet & Greet (Apache 207)
FanficIch traf sie bei meinem ersten Meet & Greet. Und von da an ging sie mir nicht mehr aus dem Kopf. Ich verlor mich schon bei unserem ersten Blickkontakt in ihren smaragdgrünen Augen. Egal wie schwer es werden würde ich musste sie kennenlernen.
