Liebe mich, mit all deinem Sein;
spüre mich mit all deinen Sinnen;
berühre mich mit Herz und Seele
und halte mich geborgen bis ans Ende der Zeit....
Wenn Liebe zum Anker wird, der dich in die Tiefe zu zieh'n droht.
Es werden sexuelle und gewalttäti...
Schmerz überkam mich als ich an das sinkende Auto dachte...das sinkende Auto mit meinem Baby darin, während ich versuchte Kathy aus dem Eiswasser zu holen....
Mir wurde damals gesagt "Zeit heilt alle Wunden"
Diejenigen die so etwas sagen, haben nie wahren Schmerz erlebt. Kennen den Schmerz einer Mutter nicht, die ihr Baby sterben sieht ohne etwas machen zu können. Kennen den Schmerz eines Vaters nicht, der seinen einzigen Sohn verliert. Kennen nicht das Leid was so etwas mit allen Beteiligten anstellt. Zeit heilt nicht alle Wunden. Manche Wunden sind so tief, dass sie immer da sein werden.
Völlig in Gedanken versunken, strich ich mir mit den Fingerspitzen über die Narben an meinem rechten Arm. Ich spürte es damals nicht, wann genau die Brüche passierten. Die Ärzte meinten, es muss beim Aufprall ins Wasser passiert sein. Keiner verstand wie ich es mit nur einem Arm schaffte, mich und Kathy aus dem Wasser zu holen. Ich spürte die eisige Kälte die von allen Seiten ins Auto kam. Die aufkommende Panik als meine beiden Babys in den Kindersitzen zu schreien begannen. Wir sanken schnell. Nachdem ich meinen Gurt gelöst hatte, beugte ich mich nach hinten. Mein rechter Arm wollte mir nicht gehorchen und so löste ich den Gurt von Kathys Baby Sitz mit dem linken Arm, welcher hinter dem Beifahrer lag.
Ich nahm Kathys kleinen schreienden Körper an mich und blickte mit panischem Blick auf JJ. Nochmals versuchte ich meinen rechten Arm zu heben, aber es ging nicht. "Ich komme gleich wieder mein Schatz. Halte durch"....mit dieses Worten, hauchte ich JJ noch einen Kuss an die Stirn, drehte mich umständlich mit Kathy im Arm wieder auf die Fahrerseite und versuchte die Türe zu öffnen. Fehlanzeige...die Türe bewegte sich kein Stück. Hilflos blickte ich meine Kleine im Arm an, betrachtete ihr süßes Gesichtchen. Das Fenster! So konnte es gehen. So musste es einfach gehen. Ich legte Kathy vorsichtig auf meinen Schoß und kurbelte meine Fenster Seite runter. In diesem Moment war ich froh so ein altes Auto zu haben. Das Wasser kam nun schneller rein. Es war so kalt.... Mit Kathy im Arm schaffte ich es irgendwie mich durch dieses Loch zu hieven und schwamm. Ich legte mich am Rücken, Kathy an meiner Brust gepresst und bewegte meine Beine automatisch, schwamm als ob mein Leben davon abhinge...denn das Tat es. Und nicht nur mein Leben stand hier auf dem Spiel. Ich sah das Land. Steuerte darauf zu und endlich erreichten wir festen Boden. Endlich konnte ich mich mit Kathy richtig aufstellen und brachte uns vom Wasser weg. Kathy schrie in meinen Armen, was ich zu diesem Zeitpunkt als gutes Zeichen empfand. Ich blickte zurück auf den Fluss. Suchte die Wasseroberfläche nach dem Auto ab und fand dieses schon fast ganz versunken...
Es war kurz nach Silvester, der Fluss war größtenteils zugefroren. Alle sprachen von einem Wunder das ich es mit Kathy geschafft hatte.
Aber es war kein Wunder...denn mein anderes Baby war noch im Auto und versank. Allein. Ich schaffte es nicht mehr zurück zu ihm.
Ich gebe euch noch den Songtext dazu, da ich finde das dieser Song perfekt passt.
Songtext:
Hoppla! Dieses Bild entspricht nicht unseren inhaltlichen Richtlinien. Um mit dem Veröffentlichen fortfahren zu können, entferne es bitte oder lade ein anderes Bild hoch.