Harry POV.
"Aber bitte bitte, tu mir nicht weh".
Den Rest der Worte bekomme ich nur noch am Rande mit. Lou, mein geliebter Lou, hat Angst das ich ihm weh tuen würde. Dieser Satz ist wie ein Schlag ins Gesicht. Es ist als würden seine Worte meine Mauern zum einstürzen bringen. Mauern die sich aus irgendeinem Grund gerade wieder errichtet haben, ohne das ich es mitbekommen habe.
Was ist da eben passiert? Wieso habe ich mich so benommen?
"Lou, Baby. Es tut mir so leid. Ich... keine Ahnung was da eben passiert ist. Du kannst nichts dafür, es tut mir so leid. Ich wollte dich nicht verletzen. Nie wieder", stammel ich und merke wie mir dabei Tränen in die Augen steigen.
Mein Freund kommt den letzten Schritt auf mich zu und zieht mich in seine Arme. Sonst bin immer ich es, der ihn hält, doch heute ist es andersherum. Ich schmiege meinen Kopf in seine Halsbeuge, meine Tränen laufen von meinen Wangen, auf sein Shirt und hinterlassen augenblicklich einen nassen Fleck. Das erste Schluchzen verlässt meinen Mund und doch fühle ich mich nicht schwach, wie es früher der Fall gewesen wäre. Louis' Griff wird fester, als wolle er mir damit zeigen, dass alles gut ist und er für mich da ist. Ich habe ihn nicht verdient, dass weiß ich und doch bin ich unfassbar dankbar, dafür das es ihn gibt und dass er mir immer wieder verzeiht.
Nach einigen Minuten habe ich mich wieder beruhigt. Vorsichtig löse ich mich aus der Umarmung und schaue ihn aus reumütigen Augen an.
"Harry, es ist alles gut. Schau mich nicht so an", bittet er mich. "Darf ich dich küssen", frage ich leise und hoffe das er ja sagt. "Immer", lautet seine Antwort und schon überbrücke ich den letzten Abstand und lege meine Lippen auf die seinen. Es ist ein ruhiger Kuss, voller Liebe und Zuneigung und ich probiere ihm damit zu zeigen, was ich nicht mit Worten ausdrücken kann. Langsam bewegen sich unsere Lippen aufeinander, so als ob sie nur dafür gemacht sind. Zärtlich streichelt mein Daumen seine Wange, während meine andere Hand auf seiner Hüfte ruht.
Für eine kurzen Moment fühlt es sich an, als würde die Welt stehen bleiben. Als würde es nur uns beide geben. Das Bedürfnis ihm zu sagen, was er mir bedeutet wächst mit jeder Sekunde die vergeht, doch mit ihr auch die Sorge über seine Reaktion. Ich bin so in Gedanken versunken, dass ich gar nicht mitbekomme, dass Louis sich von mir löst. "Was ist los, Hazza", fragt er und ich bin mir sicher, Sorge in seiner Stimme auszumachen. " Es ist alles gut Baby, ich bin nur unfassbar froh, dass ich dich habe. Seitdem du in meinem Leben bist, ist alles besser. Du bist so rein und gutmütig. Alles an dir ist so wahnsinnig perfekt und nie war mein Leben so lebenswert wie die Zeit, in der ich mit dir zusammen bin. Du hast mir gezeigt wer ich wirklich bin und du glaubst an mich, bist für mich da. Das hat lange keiner mehr gemacht. Die Zeit ohne dich war furchtbar und zu wissen, dass es jederzeit wieder so sein kann, macht mir Angst. Ich will nicht mehr ohne dich Leben, ich kann es nicht.
Ich weiß, ich bin nicht perfekt und mache ständig Fehler, die nie passieren dürften, aber ich will das ändern. Für dich, für uns. Ich hätte nie für möglich gehalten, dass ich jemals so fühlen werden, doch dann bist du in mein Leben gestolpert und hast meine Ganze Welt auf den Kopf gedreht. Mit deiner Art, mit deinem Lächeln, hast du mich um deinen Finger gewickelt, ohne das du es bemerkt hast und dafür bin ich dir so wahnsinnig dankbar.
"Harry", fängt der Mann vor mir an, unterbricht sich dann selbst und wischt sich mit dem Handrücken über die nassen Augen.
Meine Brust zieht sich zusammen, als ich sehe, dass ich ihn zum weinen gebracht habe, schon wieder. Obwohl ich das nie wieder wollte. Viel zu oft war ich dafür verantwortlich, dass sich seine wunderschönen Augen mit Tränen gefüllt haben.
Gerade als ich wieder damit anfangen will, mich bei ihm zu entschuldigen, spüre ich seine Hände auf meinen Wangen. Sanft und schüchtern zieht er meinen Kopf näher zu sich, bevor er seine Lippen vorsichtig auf meine drückt.
"Ich liebe dich Harry und ja du musst das mit der Beherrschung in den Griff bekommen, aber das geht eben nicht von jetzt auf gleich. Du hast aufgehört, bevor du mir etwas angetan hättest, das ist alles was für mich zählt. Wir werden das gemeinsam hinbekommen, wir werden gemeinsam an dieser Beziehungen arbeiten. Solange du bei mir bist, kann ich nicht glücklicher sein. Du musst an dich glauben, an mich, an uns. Kannst du das?"
Wie in Trance nicke ich. "Ja Lou, ich glaube an uns. Natürlich tue ich das. Du bist das beste was mir je passiert ist. Und jetzt suchen wir ein Haus, okay? Ich hab mir mit Niall schon welche angeschaut, vielleicht gefällt dir ja eins und wenn nicht, dann suchen wir solange, bis wir eines finden, was du magst", verspreche ich ihm.
Doch anders als erwartet, müssen wir nicht nach neuen Häusern suchen, denn schon, nach dem ersten, fällt Louis mir an den Hals und betelt, dass wir es doch bitte nehmen sollen. Ich will mich nicht beschweren, dieses Haus ist perfekt. Es ist kleiner als mein jetziges und doch haben wir viel Platz, für Besuch oder vielleicht irgendwann für Kinder. Auch wenn ich mich noch nicht getraut habe, mit Louis darüber zu reden. Dazu kommt, dass nicht weit von Lou's Heimat entfernt ist und somit seine Familie auch nur einen Katzensprung weiter wohnt. Auch Niall wohnt deutlich näher, was mich unglaublich freut, weil ich mich in den letzten Monaten, ziemlich daran gewöhnt habe, meinen besten Freund permanent um mich zu haben.
Es wird komisch, wenn das nicht mehr so sein wird, aber es ist unausweichlich.
Ich habe Louis zu Liam geschickt, die anderen machen sich gewiss Sorgen um meinen kleinen Engel und ich bin mir sicher, dass mir ein Gespräch mit Niall nicht erspart bleibt.
Mir bleiben etwa 30 Minuten, bis es Mittagessen gibt und diese Zeit will ich nutzen, um einen Besichtigung Termin, für das neue Haus klar zu machen. Außerdem muss auch mein jetziges Haus neu verkauft werden.
Glücklich, weil es mit dem Besichtigung Termin so schnell geklappt hat, schlendere ich zum Speisesaal, ein Grinsen auf meinem Gesicht.
Hey ihr Lieben,
ich bin irgendwie echt unzufrieden mit dem Kapitel, aber naja, es wird hoffentlich wieder besser.
'Mehr als nur ein Diener' ist bald vorbei. Ich kann noch nicht sagen, wann aber der grobe Plan, den ich im Kopf habe, sagt mir, dass es nicht mehr viele Kapitel geben wird. Danke das ihr mich auf dem Weg begleitet habt.
Wie ja schon erwähnt, bin ich im Urlaub und ihr könnt mir glauben, wenn ich sage, dass Internet ist hier schlecht. Deswegen, muss ich schauen in ich auf eure Kommentare Antworten kann, ich freue mich aber trotzdem über jeden Kommentar den ich lesen darf:)
So jetzt ist das aber das letzte was ich euch sagen will:
Ich bin euch echt unfassbar dankbar. Ganz besonders möchte ich der lieben Reesewolf99 danken. Ihr verdanke ich vieles, was diese Geschichte angeht.
Danke für das Feedback von euch allen und die Votes. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie glücklich ihr mich damit macht.
Fühlt euch umarmt:))
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Mehr als nur ein Diener
FanfictionStellt euch vor es gibt ein System. Ein System in dem Menschen Aufgaben erfüllen müssen um zu überleben. Doch was passiert wenn es eine Aufgabe gibt, die das Leben zweier völlig verschiedener Menschen auf den Kopf stellt? Wird Louis sein eigenes Glü...
