Harry POV.
Niall und ich gehen zusammen in das Gästezimmer. Hier kann er mir rausschmeißen wenn er mich nicht mehr sehen will, was in meinem Zimmer natürlich schwierig wäre.
"Niall es tut mir leid", fange ich an. " Ich weiß, dass ich mein Versprechen gebrochen habe und du kannst mir glauben, dass ich mich furchtbar deswegen fühle. Aber gestern, ja keine Ahnung was das war. Ich hatte Angst Louis könnte mich hassen und du, du hast mir auch nicht vertraut und mich nicht mit ihm allein gelassen. Ich bin total überfordert mit diesen Gefühlen die er bei mir auslöst. Ich will sie nicht zulassen, es würde mich verletzlich machen. Es tut mir wirklich leid, das gestern war scheisse von mir und ich verspreche dir hoch und heilig, dass es nie wieder vorkommen wird. Bitte, bitte verzeih mir, noch dieses eine Mal. Ich brauche dich doch".
Niall sagt erstmal gar nichts. Steht einfach nur da, dann ziehen sich seine Mundwinkel etwas nach oben.
"Das ich das nochmal erleben darf, der große Harry Styles entschuldigt sich bei mir und bettelt um Vergebung", grinst Niall.
Er tut so als würde er angestrengt nachdenken.
" Ja ich denke ich werde dir vergeben", sagt er schließlich. Noch bevor er weiter reden kann, falle ich ihm um den Hals und drücke ihn fest an mich. "Danke, danke, danke", murmele ich.
"Wow Harry komm mal runter, dachtest du wirklich wegen einer scheiß Aktion von dir, beende ich die Freundschaft ", fragt er. Ich schaue schuldbewusst auf den Boden, " Verdient hätte ich es", flüstere ich. Dieses Mal ist es Niall der mich in seine Arme zieht. "Harry ich liebe dich man, du bist wie mein Bruder, nie könnte ich dich aufgeben".
"Ich dich auch ", gebe ich glücklich zurück.
"So und jetzt würde ich ganz gerne wissen, was da mit Liam abgeht, er zieht dich ja nahezu aus mit seinen Blicken", grinse ich.
Niall seufzt und ein verliebtes Lächeln legt sich auf sein Gesicht.
"Ja du hast Recht, ich liebe Liam aber er ist nicht der einzige Mann in meinem Leben. Zayn, der vorherige Freund von Liam ist auch Teil unserer Beziehung. Ich liebe ihn genauso. Ja ich weiß, dass klingt für dich vielleicht komisch aber.. "
Ich unterbreche Niall. "Hey du musst dich für nichts rechtfertigen, schon gar nicht vor mir. Wenn du sie beide liebst und sie dich glücklich machen, dann freue ich mich sehr für dich".
Dankbar sieht der blonde mich an.
"Danke Harry, das bedeutet mir viel. Und eine Sache kannst du mir glauben. Ein großer Vorteil an einer Beziehung zu dritt, ich habe hammergeilen Sex. Fuck die beiden sind echt der Wahnsinn und das nicht nur im Bett", er grinst mich pervers an.
Ich grinse zurück. "Dann will ich vermutlich gar nicht erst wissen, wie lange du immer nicht laufen kannst", frage ich ihn verschmitzt.
"Ne lieber nicht, aber Liam kümmert sich hinterher immer liebevoll um mich, also ist das schon okay. Und den Sex ist es allemal Wert. Aber jetzt mal genug zu meinem Sexleben, was läuft da jetzt bei dir und Louis? Hast du vorhin wirklich was von Gefühlen gesprochen"?
"Ich hab doch selber keine Ahnung.. Ich weiß einfach nur, dass er mir irgendwie wichtig ist, ich war viel sanfter zu ihm, als ich sonst zu meinen Subs bin. Und das ist es eigentlich, er ist nicht mein Sub. Klar ich will ihm diese Seite von mir zeigen, ihm zeigen wie schön BDSM sein kann und wenn er sich nicht benimmt, dann werde ich ihn bestrafen, aber er ist so viel mehr. Ich will mich mit ihm auf Augenhöhe unterhalten, will kuscheln und Filme mit ihm schauen. Aber ich will auch nicht weich werden. Ich kann nicht lieben und das weißt du. Seit mein Dad tot ist, war ich nicht mehr so sanft zu jemanden, wie ich es zu ihm bin. Und ehrlich gesagt macht mir das ein bisschenAngst. "
Harry ich weiß das du Angst hast, aber dein Vater ist schon viele Jahre tot. Ich weiß, dass du ihn geliebt hast und es vermutlich immer noch tust, aber er hatte nicht mit allem Recht. Er wurde verletzt und wurde verbittert. In seinen Augen ist Liebe nur was für Schwache. Es macht abhängig und du kannst nicht mehr klar denken. Aber dein Vater hat mit diesen Dingen unrecht, Harry. Schau mich an. Ich liebe Liam und Zayn, sie sind großartig und sie unterstützen mich. Wenn es mir nicht gut geht sind sie für mich da. Willst du wissen was ich denke? ", Niall fährt fort ohne das ich eine Chance habe zu antworten. " Liebe macht dich nicht schwach, sie macht sich stark. Du kannst auf einmal alles schaffen was du dir vor nimmst. Wenn du mich fragst, ist Louis deine Chance endlich deinen Gefühls kalten Arsch zu bewegen und ihn dahin zurück packen wo er früher war. Du bist nicht Gefühlskalt. Du wolltest es immer sein, um deinen Vater stolz zu machen, aber das warst nicht du. Nutze die Chance, Louis ist ein toller Junge. Überleg doch mal, er mag deine jetzige Seite, überleg mal wie er dich vergöttern wird wenn du ihm endlich dein wahres Ich zeigst.
Ich schlucke schwer, Niall hat Recht aber ich weiß nicht ob ich bereit dafür bin meine Mauer einfach fallen zu lassen. Eine Mauer die ich schon so viele Jahre habe, dass es mir manchmal gar nicht mehr auffällt. Aber hat Louis sie nicht eh schon zum bröckeln gebracht.
"Hey Niall, danke dir aber ich denke ich würde jetzt ganz gerne allein sein, du nimmst mir das nicht übel oder? ", frage ich vorsichtig.
"Quatsch, ich kann es verstehen, du hast viel worüber du nachdenken musst. Ich geh mal Liam suchen. Bis später Harry"
Ich entschließe mich dazu in den Garten zu gehen. Ganz am Ende, war ein kleiner Wald und in der Mitte eine Lichtung. Saftiges grünes Gras bedeckt den Boden und das Licht der Sonne, welches es durch die Baumkronen geschafft hat, spiegelt sich in dem kleinen See. Es ist wunderschön hier. Schon früher habe ich diesen Ort geliebt, niemand kennt ihn. Nicht einmal Niall habe ich her gebracht. Ich lasse mich neben einem dicken Baum nieder und lehne mich gegen den robusten Stamm. Ich weiß nicht warum, aber die grobe Rinde an meinem Rücken zu spüren, gibt mir Sicherheit und halt. Über die Folgen dieser Aktion mache ich mir in diesem Moment keine Gedanken.
Meine Augen wandern zum See, ruhig liegt er da. Die Oberfläche ist spiegelglatt und ich erwische mich selbst dabei, wie ich mir wünsche hier mit Louis zu sitzen. Er könnte seinen Kopf auf mein Bein legen. Ich streichel ihm durch die Haare, er schnurrt. Ein leichtes Kribbeln macht sich in meinem Bauch breit und plötzlich ist mir bewusst, dass ich es versuchen muss. Ich muss Louis zeigen wie es in mir drin aussieht, denn ich weiß er ist der einzige der meine Mauer zu Fall bringen könnte.
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Mehr als nur ein Diener
FanfictionStellt euch vor es gibt ein System. Ein System in dem Menschen Aufgaben erfüllen müssen um zu überleben. Doch was passiert wenn es eine Aufgabe gibt, die das Leben zweier völlig verschiedener Menschen auf den Kopf stellt? Wird Louis sein eigenes Glü...
