Louis POV.
"Wer hat dir erlaubt zu kommen? Und warum verdammt hast du nicht Bescheid gesagt?", fährt er mich wütend an. Ich sehe eingeschüchtert zu ihm und fühle mich sofort unwohl. Ich probiere meine Beine an meinen Körper zu ziehen aber Harry bemerkt es natürlich. " Was soll das werden", zischt er. Ich antworte nicht. Was denn auch? Das ich plötzlich etwas Angst vor ihm habe, das es mir unangenehm ist hier so zu liegen oder dass meine Gedanken schon wieder verrückt spielen und ich mich frage, ob ich so schlecht war. Dabei hab ich ja auch gar nichts gemacht. Hätte ich ihm anbieten sollen das gleiche bei ihm zu machen? "LOUIS",höre ich die laute Stimme und schrecke augenblicklich aus meinen Gedanken.
"Weißt du eigentlich gegen wie viele Regeln du heute schon verstoßen hast? Ich wollte wirklich gnädig sein, aber irgendwann reicht es dann auch. Ich werde jetzt die Fesseln lösen, dann wirst du dich über meinen Schoß legen und dich für jeden Schlag bedanken und mit zählen. Hast du mich verstanden? "
Ich schaue aus ängstlichen Augen zu ihm rauf, "ja, ich habe verstanden", flüstere ich. Zu sagen ich hätte Angst wäre untertrieben. Mein Herz schlägt wie wild in meiner Brust und mir wird von Sekunde zu Sekunde übeler. Kleine schwarze Punkte tanzen vor meinen Augen und das Blut rauscht in meinen Ohren. Ich spüre wie Harry die Fesseln löst. Einen Moment bleibe ich noch liegen, aber die Angst vor dem was passiert wenn ich mich verweigere, treibt mich an. Vorsicht krabbel ich auf Harrys Schoß und lege mich wie gewünscht hin. Ich bin mir sicher er kann mein Herzschlag spüren und meinen unregelmäßigen Atem hören, aber es ist ihm egal. Völlig unvorbereitet knallt auf einmal seine Hand auf meinen Hintern. Ich schreie auf. Tränen schießen mir in die Augen." 1,Danke", bringe ich mühsam heraus.
So geht das weiter. Mein Arsch brennt wie Feuer aber ich bekomme davon fast nichts mehr mit. Ich will Harry nicht sagen, dass er stoppen soll. Er wäre enttäuscht und das will ich nicht.
Meine Augen werden schwer, das schwarz lockt und irgendwann kann ich mich nicht mehr dagegen wehren. Es fühlt sich an als würde ich fallen, in eine schwarze Tiefe. Ohne Gefühle. Alles ist vergessen, keine Schmerzen, keine Angst, nichts.
Harry Pov.
Nach dem zehnten Schlag, hat Louis sich nicht mehr bedankt. Zuerst will ich ihn dafür anschreien, aber dann fällt mir sein schlaffer Körper auf. Wobei leblos trifft es besser. Seine Arme hängen schlapp herunter genauso wie seine Beine und sein Kopf. Vorsicht rolle ich ihn auf das Bett und drehe ich auf den Rücken. Ich sehe, dass er atmet, aber ansprechbar ist er nicht. Ich bekomme Panik, weiß nicht was ich jetzt tun soll. Einen letzten Blick auf Lou werfend laufe ich aus dem Zimmer.
Ohne zu klopfen betrete ich das Gästezimmer, in dem Niall und Liam schlafen. "Niall wach auf, sofort", rufe ich aufgebracht.
Langsam öffnet mein Freund seine Augen. " Harry was soll das? Was ist passiert? "
Ohne ihm eine genaue Antwort zugeben, sage ich lediglich: "komm schnell, bitte beeil dich".
Noch immer murrend steht Niall auf, ich bemerke, dass er nackt ist, hab aber in diesem Moment keinen Kopf um darüber nachzudenken.
Flink schlüpft er in eine Jogginghose und ein Shirt, welches ihm zu groß ist. Ich vermute es gehört Liam. Niall weiß von meiner Vorliebe, er kennt den Raum, weshalb ich ihn direkt dorthin bringe. Als sein Blick auf den reglosen Körper fällt, bleibt er abrupt stehen. "HARRY EDWARD STYLES, WAS HAST DU GETAN", seine Stimme ist laut, ein wütendes funkeln liegt in seinen Augen. Beschämt senke ich den Kopf. " Ich hab ihn bestraft und dann ist er ohnmächtig geworden", nuschel ich leise. "Bist du eigentlich von allen guten Geistern verlassen? Was ist los mit dir, er ist nichtmal einen Tag hier und du übertreibst es direkt", sagt Niall nun, dieses Mal deutlich gefasster. " Ich hab es nicht übertrieben, die Strafe war total harmlos, ich kann ja nicht wissen, dass er so darauf reagiert ", verteidige ich mich kläglich.
"Ich lege ihn in die stabile Seitenlage, du holst einen Eimer mit kaltem Wasser und ein Lappen, verstanden? ", weißt Ni mich an. Ich nicke, werfe noch einen Blick auf Louis und mache mich dann auf den Weg die aufgetragenen Sachen zu holen. Als ich zurück komme, sehe ich Niall schon neben Louis sitzen. Einen Moment bleibe ich in der Tür stehen. Ein unangenehmes Gefühl macht sich in meiner Brust breit, als ich sehe wie Niall, meinem Baby über die Wange streicht. Polternt betrete ich also das Zimmer. "Reg dich ab Styles, ich werde ihn dir schon nicht ausspannen", spricht Niall seine Gedanken aus. Das Louis noch immer nackt ist und wir nicht allein sind stört mich ziemlich. Weshalb ich schnell eine Jogginghose hole und sie ihm anziehe. Der Ire legt währenddessen das kühle Tuch in Lous Nacken. "Danke Niall, aber ich denke du kannst jetzt gehen", sage ich zu ihm, als ich das Gefühl in meiner Brust kaum noch aushalten kann.
"Du glaubst doch nicht wirklich ich lasse ihn jetzt allein mit dir hier in diesem Raum", faucht Niall.
Ich weiß, dass mein nächster Satz ziemlich unfair ist, aber in diesem Moment fällt mir nichts anderes ein. Ich baue mich also vor ihm auf, meine Augen strahlen pure Dominanz aus. Schon allein davon wird der blauäugige kleiner. "Ich denke du hast mich verstanden, geh jetzt Niall, ich schaff das schon allein", meine Stimme duldet keinen Widerspruch. Mit gesenktem Kopf schleicht Niall an mit vorbei und schließt die Tür hinter sich.
Ich weiß, dass ich hiermit ein Versprechen gebrochen habe, welches Niall mir vor vielen Jahren abgenommen hat. Damals wusste ich schon von meiner Vorliebe, ich wusste das ich es liebe Dominant zu sein. Als ich es Niall erzählt habe, hat er sich plötzlich ganz anders Verhalten als sonst. Ich dachte er würde mich abstoßend finden und habe deshalb das Gespräch mit ihm gesucht. Verletzt und wütend wie ich in dem Augenblick war, wurde ich lauter, meine Stimme herrischer. Niall hat nur gewimmert, seinen Kopf gesenkt und sich mit einem "es tut mir so leid, bitte verzeih mir Daddy", bei mir entschuldigt.
Seitdem wissen wir, dass Niall es genau so liebt unterworfen zu werden, wie ich es liebe zu dominieren. Noch am selben Tag musste ich ihm Versprechen ihn niemals zu dominieren und dieses Versprechen habe ich nie gebrochen bis heute.
Doch wirklich darüber nachdenken kann ich jetzt gerade nicht, die Sorge um Lou verdrängt jeglichen anderen Gedanken.
Ich setzte mich aufs Bett, Louis ziehe ich halb auf meinen Schoß und streichel immer wieder durch seine Haare oder über seinen Rücken. Ich will nicht, dass er allein ist wenn er aufwacht und ich will nicht, dass er denkt es wäre mir egal wie es ihm geht.
Keine Ahnung wie lange ich hier so sitze, meine Beine kribblen aber ich ignoriere es, denn ich will das Louis so nah bei mir ist wie möglich.
Meine Augen werden immer schwerer und als ich gerade kurz davor bin einzuschlafen, fängt der Wuschelkopf an sich zubewegen. Sofort bin ich wieder hellwach. "Lou, hey louis kannst du mich hören", frage ich sanft.
Er hebt seinen Kopf und sieht mich aus roten Augen an. " Es- es tut mir leid Harry", sagt er niedergeschlagen. Ich sehe ich verwirrt an. "Was tut dir leid", frage ich unsicher, habe Angst, dass er wieder nach Hause will.
" Das ich nicht durchgehalten habe und dich enttäuscht habe", flüstert er zurück.
Ich brauche einen Moment bis ich mich wieder gefasst habe. "Lou, du musst dich nicht entschuldigen hörst du, es ist in Ordnung. Aber bitte sag mir nächstes Mal bescheid wenn es dir zu viel wird".
"Nächstes Mal? Also wirst du mich nicht wieder nach Hause schicken"?
" Nein Baby, ich werde dich nicht nach Hause schicken, ich hab dich doch gerade erst wieder ".
"Ha-harry", kommt es fragend von dem kleinen. " Ja"?
"Können wir kuscheln", fragt er schüchtern.
Ich muss kurz überlegen, noch nie habe ich mit einen von ihnen gekuschelt, aber es war mir auch noch nie jemand so wichtig. Nach kurzem zögern, stimme ich dem also zu. Ich rutsche weiter nach unten, damit ich vollständig liege, mein Kopf auf einem Kopfkissen. Schnell krabbelt Lou zu mir. Sein Kopf liegt auf meiner Brust, einen Arm hat er locker um meinen Bauch gelegt und sein Bein liegt angewinkelt über den meinen. Nach einer Weile fange ich an Muster auf seinem entblößten Rücken zu malen. Meine Augen werden wieder schwer und ich höre auf meine Hand zu bewegen.
"Hör nicht auf, bitte", schnurrt Lou. Da ich ihm eh keinen Wunsch abschlagen kann, mache ich weiter. Kraule seine Kopfhaut und seinen Rücken,so lange bis mir sein gleichmäßiges Atmen verät, dass er eingeschlafen ist.
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Mehr als nur ein Diener
Fiksi PenggemarStellt euch vor es gibt ein System. Ein System in dem Menschen Aufgaben erfüllen müssen um zu überleben. Doch was passiert wenn es eine Aufgabe gibt, die das Leben zweier völlig verschiedener Menschen auf den Kopf stellt? Wird Louis sein eigenes Glü...
