„Hermine, warte einen Moment."
Cedric und ich stehen vor der Tür von Snapes Büro. Er zieht mich an sich und ich fühle mich von allem losgelöst. Ich bin wie auf einem Boot in einem einsamen See, wo niemand ist. Niemand ausser Cedric.
Hand in Hand betreten wir das Büro. Snape schaut uns grimmig an und zeigt auf einen kleinen Schreibtisch, auf dem zwei Rollen Pergament und zwei Federn bereitstehen.
„Ich erwarte einen Aufsatz über die Gefahr, sich nachts im Schloss herumzuschleichen."
Ich beginne mit der Arbeit. Plötzlich spüre ich eine Hand, die unter dem Tisch leicht über meinen Oberschenkel streicht. Ich keuche auf.
„Ist was Miss Granger?"
„N-Nein, nein, ich habe mich nur verschluckt..."
Snape schaut Cedric wissend an.
„Soso, verschluckt", sagt er und kramt in seiner altbekannten Schreibtischschublade herum. Als ich mein Blick wieder auf das Pergament senke, sehe ich in der linken Ecke eine hastige Nachricht:
I love you.
Ich greife nach Cedrics Hand, die immer noch auf meinem Oberschenkel ruht und drücke sie kurz. Ich probiere in meinen Blick so viel Liebe wie möglich zu stecken.
Meine Lippen formen stumm: Ich dich auch.
„Wirds langsam oder muss ich euch wie Erstklässler auseinandersetzen?",fragt Snape ungeduldig. Cedric lächelt ihn mit einem Engelslächeln and.
„Es geht schon, Sir."
Wieso lächelt er nicht mich so an? Würde meine Nachsitz-Stimmung um einiges verbessern...
Wobei, ich glaube kaum, dass Cedric was mit Snape hat. Wer würde denn gerne mit dieser mürrischen alten Fledermaus zusammen sein? Cedric doch wohl hoffentlich nicht oder? Kopfkino. Na gut, ich hör schon auf.
„Professor, ich bin fertig."
Ich reiche ihm mein kaum beschriebenes Pergament. Cedric schaut verdutzt, er hat viel mehr geschrieben und ist immer noch nicht fertig.
Snape betrachtet meine Arbeit. Er liest den einzigen Satz, der dort steht:
Die grösste Gefahr, die mir in dieser Nacht begegnet ist, ist „Professor" Snape.
Er knurrt verärgert und pfeffert es wieder auf meinen Platz.
„Ich kann schon eine Gefahr sein, Miss Granger. Schreiben sie das hier vernünftig zu Ende oder Sie werden sehen, was für eine Gefahr ich doch bin."
Mürrisch drehe ich das Stück Pergament um und beginne vor neuem. Weit komme ich schon wieder nicht.
Ich werde beobachtet. Ich weiss es einfach. Ich schaue zu Cedric, aber der tunkt seine Feder gerade in Tinte. Es ist nur noch jemand anderes im Raum. Ich senke meinen Kopf und tue so, als würde ich meinen Aufsatz durchlesen. Ich lasse mir meine Haare ins Gesicht fallen und schiele aus dem Augenwinkel her Snape an.
Seltsamerweise steht er mit dem Rücken zu mir und untersucht eins seiner Fläschen im Regal für Zaubertrankzutaten. Das Gefühl lässt mich den ganzen Abend über nicht los.
Erst im Bett verschwindet es langsam. Etwas beunruhigt schlafe ich ein. Normalerweise täuscht mich mein Gefühl nicht.
Am Morgen im Gemeinschaftsraum drängen sich alle Mädchen und ein paar Jungs um ein grosses Poster. Ich reibe mir verschlafen die Augen und trete näher heran.
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Love Potion
Fanfic„Du bist meine Vergangenheit, meine Gegenwart und meine Zukunft." Nach dem Krieg darf Hermine Jean Granger ihr siebtes Schuljahr wiederholen. Dort macht sie Bekanntschaft mit ihrer geheimnisvollen Vergangenheit. Doch welche Rolle spielt Severus Snap...
