Kapitel 20

11 1 0
                                    

Nachdem wir schön gegessen hatten, setzen wir uns an den Tannenbaum, legten die Geschenke darunter und Flo begann auszupacken.
Er freute sich rießig über den Fußball.
Dann Nelly, sie weinte vor Freude.
Und Alinas Geschenk hatte ich ihr schon vorher gegeben.
Doch wir bekamen keine Geschenke.
Ich machte mir nicht viel draus, aber seltsam war es schon.
Als ich am nächsten Morgen aufwachte, merkte ich dass ich mit Alina im Wohnzimmer von Nelly geschlafen hatte.
Als kleine Entschuldigung half ich beim Frühstück machen.
Nach dem Frühstück gingen Alina und ich in unser Hotel.
,,War echt ganz nett oder?", Fragte Alina mich.
,,Ja war toll...", murmelte ich vor mir her.
,,Was ist los?", Fragte Alina besorgt.
,,Ich weiß nicht. Irgendwas stimmt mit Nelly nicht, ich meine warum hätte Flo mir denn sonst erzählt dass etwas mit Nelly nicht stimmt", erklärte ich.
,,Ja...das ist echt komisch", stimmte mir Alina zu.
Am Nachmittag Skypten wir mit unseren Eltern. Sie vermissten uns und wünschten uns frohe Weihnachten.
Am Abend gingen wir noch essen und dann gingen wir schlafen.
Am nächsten Morgen rief ich bei Nelly zuhause an.
Flo ging ran und ich bat ihn mir Nelly zu geben.
,,Hey hast du Lust mit mir heute joggen zu gehen", fragte ich.
,, ... klar", sagte sie nach langem schwiegen.
,,Super, ich bin in 10 min da", sagte ich schnell und machte mich fertig.
Ich verabschiedete mich von Alina und ging zu Nelly.
Sie machte auf und dann gingen wir los.
Erst joggten wir langsam, um warm zu werden und am Schluss machten wir einen kleinen Sprint.
Doch plötzlich hielt Nelly an.
,,Oh nein", sagt sie murmelnd und in Panik.
,,was ist los", fragte ich nervös.
,,Ehm... erklär ich dir irgendwann später! Ruf bitte sofort meine Mutter", sagte sie doch sie konnte nicht zu Ende reden, sie wurde ohnmächtig.
,,Oh Gott Nelly!", Rief ich vor Schreck und kramte nach meinem Handy.
Ich rufte sofort bei ihr zuhause an und alarmierte ihre Mutter
Keine zehn Minuten später stand ein Krankenwagen am Straßenrand und lud Nelly ein, ich stieg schnell mit ein und Nellys Mutter auch.
Nellys Mutter war die Angst ins Gesicht geschrieben.
Als der Krankenwagen im Krankenhaus ankam schoben sie Nelly sofort in irgendein Operationszimmer.
Ich wartete mit ihrer Mutter im Beobachtungsraum.
Nach drei Stunden wachte Nelly langsam auf.
Meine Augen waren geschwollen, weil ich so viel geweint hatte.
Was ist hier bitte los?
Als die Ärzte mit Nellys Mutter eine halbe Stunde später etwas besprachen schlich ich mich zu Nelly.
,,Nelly! Was ist los? ", Sagte ich weinend.
,,Mia.. ich will...ich kann es dir nicht sagen. Es bricht mir das Herz!", Sagte sie.
Ich brach in Tränen aus.
,,Bist du krank?", Fragte ich.
Sie nickte nur.
Als die Ärzte wieder kamen musste ich das Zimmer wieder verlassen.
Als die Ärzte wieder weg waren stürmte Flo in Nellys Zimmer, er ließ die Tür offen, was aber niemand bemerkte.
Ich lehnte mich gegen die Wand im Beobachtungsraum und beobachtete die zwei.
,, Ist die böse Krankheit jetzt weg?", Fragt Flo.
,,Nein.... Leukämie geht nicht so schnell weg", sagt Nelly und brach ich Tränen aus und Flo umarmte sie.
Ich rannte zur Tür, jetzt konnte Nelly mich sehen.
Ich schüttelte nur den Kopf. Das darf nicht wahr sein?! Bitte nicht.
Tränen Flossen meine Wangen runter.
Nein?! Bitte nicht?! Lass dass bitte nur ein Traum sein?!
Ich schluchzte und da bemerkte sie mich.
Ich schüttelte nur den Kopf.
Sie nickte und weinte wie ich.
Sie hatte Leukämie.
Sie hatte Blutkrebs.
Ich rannte zu ihr.
,,Sag bitte dass du nicht Leukämie Hast?!", Ich schrie sie fast an.
Sie schüttelte nur den Kopf.
Ich umarmte sie und weinte und weinte.
,,Wie lange schon? Wieso hast du nichts gesagt?", Sagte ich.
,,Seit einem halben Jahr....seit du weg bist....weil ich eine chronische Leukämie habe, das heißt dass sie nur langsam schlechter wird und ich am Anfangsstadium war", sagte sie heulend.
,,War?!", Rief ich entrüstet.
,,Der Krebs wächst schneller als geplant", sagte sie.
,,Ich werde bald bestrahlt!", Schluchzte sie in meinen Armen.
,,Ich werde kein einziges Haar mehr bestitzen", sagte sie traurig. Sie wird ihre lange, blonden Haare komplett verlieren.
,,Ich steh zu dir", schluchzte ich und hatte schon einen Plan.
Ich heulte mich noch eine Stunde bei ihr aus, bis sie irgendwann schlafen MUSSTE! Ja ganz genau, sie MUSSTE schlafen?! Hallo sie ist alt genug um zu entscheiden wann und wo sie schläft und nur ,weil sie Krebs hatte, meinten die Ärzte gleich über sie und ihr Leben bestimmen zu können.
Ich setzte mich auf einen Stuhl und beobachtete sie.
Mein Handy klingelte...es war Alina.
,,Wo bist du bitte?!", Fragte sie wütend.
,,Im krankenhaus. Keine sorge mit mir ist nichts", antwortete ich flüsternd.
,, Okay?? Wann kommst du? Es ist schon 23 Uhr?!", Fragte sie.
,,Gar nicht", sagte ich.
,,Was? Ich hab echt das Gefühl du hast keine Lust mehr auf mich?! Ganz ehrlich, ich dachte es ist alles okay zwischen uns und dann kommst du mit so einer kake?! Lass mich einfach wieder in ruhe", rief sie.
Ich antwortete nicht, da ich schon aufgelegt hatte.

Love can hurt sometimesWo Geschichten leben. Entdecke jetzt