Mitten in der Nacht knurrte mein Magen.
Ich schlich mich auf Zehenspitzen in die Küche und aß ein Stücken Brot.
Das erste Mal seit... naja... du weißt schon... hatte ich wieder Hunger.
Ich schlich wieder in mein Zimmer und dann konnte ich auch endlich wieder schlafen.
Am nächsten Morgen weckte mich meine Mom überglücklich : ,,du hast was gegessen!!".
,,Woher weißt du das?", Fragte ich verschlafen.
,, Die Brottüte war offen", erklärte sie, ,,ich bin stolz auf dich". Bevor es peinlich würde ging sie dann.
Und dann machte ich mich fertig und ging zur Schule.
Ich machte alles alleine, ich hatte keine Lust auf meine alte Clique und auf die Jungs auch nicht.
Ich sollte mich jetzt ganz darauf konzentrieren nicht sitzen zu bleiben.
Ich musste gefühlte 500 Arbeiten nachschreiben.
Als erstes waren Englisch, Deutsch und Biologie daran.
Ich ackerte wie ein Streber.
In der nächsten Woche schrieb ich Mathe, Französisch und Erdkunde.
In Englisch, Deutsch und Biolgie hatte ich überall eine 3-.Das reicht.
Ich war stolz auf mich und gleichzeitig Mega sauer, dass ich so lange nicht zur Schule gegangen war.
In der 3. Woche schrieb ich nur Spanisch und Musik. In Mathe hatte ich eine 3, in Französisch hatte ich eine 3+ und in Erdkunde eine 2-.
Das blöde war, dass ich einfach ALLES nachholen musste.
Ich hatte noch zwei Wochen und dann hatte ich Pfingstferien!
Irgendetwas war da doch oder?
Aber mir fiel nicht ein was es war. Aber ich hatte keine Zeit darüber nachzudenken.
Da ich noch in Kunst ein Bild malen und in Sport einen Tanz choreografieren musste.
Dann hatte ich es endlich hinter mir.
Noch eine Woche Schule und dann hatte ich wieder zwei Wochen frei.
In den letzten drei Wochen ging ich jeden Dienstag und Freitag zu Doktor Martin.
Er half mir wirklich und das machte ihn einzigartig.
Ich aß jedenfalls zwei Mahlzeiten am Tag und kümmerte mich wieder um Sammy.
Als ich am Mittwoch nach Hause kam machte Mom einen Frühjahrsputz.
Ich seufzte und ging in mein Zimmer, aber Mom putze gerade in meinem Zimmer.
,,Mia was ist das?", Fragte sie mich und zog den Flyer für das Pfingstcamp aus dem Mülleimer.
,,Ah! Das ist ein Camp wo meine Freunde hingehen", murmelte ich nervös.
,,Und wieso gehst du nicht mit", fragte sie besorgt und setzte sich neben mich auf mein Bett.
,,Weil ... weil ich...", ich suchte vergeblich nach einem Grund.
,,Also du hast keinen Grund. Und es würde dir gut tun! Freunde, Musik, Jungs!", Deutete Mom mit einem schiefen Lächeln an.
,,Ach Mom", lachte ich und schupste sie ganz leicht.
,, Außerdem kannst du dort dein Talent stärken", sie deutete auf meine Gitarre.
,, Wenns sein muss", murmelte ich und Mom füllte die Anmeldung aus und sendete die Anmeldung als Email an die Veranstalter.
Zwei Tage später kam ein Brief mit einer Packliste und mit Infos über das Camp und die Verpflegung.
Camp Music war in Tennessee, an einem See, es sah vielversprechend aus. Es ging zwei Wochen.
Wir hatten dort kleine Häuschen die wir uns, laut der Email, zu zweit teilen mussten.
Und so packte ich noch an diesem Freitag meine Koffer:
Fünf locker geschnittene Tops
Fünf Jeanshotpans(auch manche zerissen)
Vier Bandeaus
Vier Bh's
Zwei Lange Hosen
Drei Pullis
Zwei Jacken
Zwei Kleider
Und zwei Bikinis.
Natürlich habe ich auch noch Schminke und sonstiges mitgenommen.
Und am Samstag verabschiedete ich mich von meiner Familie und lief zu dem Treffpunkt keine 200 Meter von unserem Haus entfernt.
An der Bushaltestelle warteten schon Henry, Nick und Nadine.
Alle drei freuten sich mich zu sehen.
,,Du gehst doch mit?", Fragte Henry mich als er mich umarmte.
,,Ja, mir geht es wieder besser", erklärte ich.
,,Warst du Krank?", Fragte Henry nach.
,,Nein, meine beste Freundin ist gestorben", sagte ich in einem kühlen Ton und schluckte die Tränen runter.
,,Oh das tut mir leid!", sagte Henry traurig und wollte mich umarmen.
,,Schon gut. Ich will nicht darüber reden", erklärte ich und wies ihn zurück.
Dann stiegen wir in den Bus ein.
Ich setzte mich alleine an einen Fensterplatz und steckte mir Kopfhörer in die Ohren.
Plötzlich setzte sich Nadine neben mich.
Ich ignorierte sie komplett. Ich wollte nicht mit ihr reden.
Nadine machte Anstalten mit mir zu reden, aber ich tat so als würde ich sie nicht bemerken.
,,Willst du auch was trinken?", Fragte sie vorsichtig.
,,Nein danke", lehnte ich schnell ab.
,,Okay", sagte sie zurückgeschlagen und trank etwas.
,,Mia hör jetzt zu okay!
Ich wollte das nicht, was passiert ist ,und es tut mir schrecklich leid und die zwei Jungs halten mich für eine Zicke, weil ich das getan habe und bitte ich weiß nicht was ich sonst tun soll damit du mir glaubst, dass ich es ernst meine", platzte es aus ihr heraus.
,,Okay", sagte ich.
Ich denke sie meinte es nicht ernst, aber ich hatte keine Wahl, so oder so würden wir uns vertragen.
,,Danke", sagte sie lächelnd und umarmte mich.
Ich lächelte zurück und sie erzählte mir wie es weiter ging mit Henry.
Er hatte mich vermisst und hatte Nadine gefragt und Nadine hat ihm dann erzählt was sie fühlt und dann waren sie zwei Wochen zusammen, aber das hatte irgendwie nicht harmoniert und jetzt sind sie wieder gute Freunde.
Ich hatte irgendwie immernoch das Gefühl, dass Henry auf mich steht, weil er gefühlte zweitausend mal zu mir geschaut hatte, aber ich sagte lieber nichts.
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Love can hurt sometimes
Teen FictionLovestory zwischen Mia und Nick und Mias Verehrer. wird die Beziehung mit Nick und Mia lange halten?