Kapitel 54

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Am Montag hatten wir Musik in der 1. Stunde.
In der Pause lief ich mit Nadine über den Pausenhof. Plötzlich blieb sie stehen.
,, Was ist los?", fragte ich sie.
,,ehm...Mia... Als das solltest du dir nicht ansehen", stotterte sie und wollte mich wegziehen doch ich blieb stehen.
,,was meinst du denn?", fragte ich lachend und folgte ihrem Blick.
Bis ich sah was ich nicht sehen durfte.
Nick küsste Jessica schon wieder.
Wütend stapfte ich auf die beiden zu:
,, ach ja? Sie will uns auseinander bringen?! Jaja ist klar hab schon kapiert!".
Er löste sich von ihr und wollte etwas sagen.
,, sprich mich nie wieder an", sagte ich kühl und ging.
Wieso habe ich mich nochmal auf ihn eingelassen!?
Ich war so sauer auf mich.
Ich saß den Rest des Unterrichts ab und raste nach Hause.
Wieso muss diese ganze Scheiße nur mir passieren?!
Ich meine klar jedem passiert mal etwas schlimmes, aber mir passiert sowas ständig!
Jeder denkt man kann mit mir tun was man will, wie mit einer Puppe!
Aber die bin ich jetzt nicht mehr! Ich habe mich verändert! Ich will keine Puppe mehr sein!
Ich steckte mir die Kopfhörer rein und hörte Another You another way.
Das Lied passt einfach perfekt zu meiner Situation von Nick und mir.
Plötzlich klopfte es an meiner Tür.
Ich machte mir die Kopfhörer raus, wischte meine Tränen weg und öffnete die Tür.
,,Hey", sagte Henry.
Völlig erstaunt stammelte ich ein ,,Hi".
,,was machst du hier?", fragte ich nach einer Weile.
,,Ich hab das von Nick und Jessica gehört... Mia es tut mir ja so leid", sagte er mitfühlend.
,,es ist ja nicht deine Schuld", sagte ich und Tränen liefen über meine Wangen.
Ich drehte mich weg.
Ich hasste es wenn mich jemand weinen sah.
Er umarmte mich.
Ich fühlte mich wohl in seiner Nähe.
Nein! Ich will ihn nicht an mich ranlassen! Ich löste mich von ihm und setzte mich auf mein Bett.
Er setzte sich neben mich.
,, Wie läufts mit Hanna?", fragte ich ihn um die Aufmerksamkeit von mir wegzulenken.
,,wir haben uns vor einer Woche getrennt. Eine Fernbeziehung macht keinen Sinn", erklärte er.
,, oh das tut mir leid", bemitleidete ich ihn.
,,Willst du ein bisschen Musik hören?", fragte ich ihn um das Thema erneut zu wechseln.
Er nickte.
Ich machte Musik an und das erste Lied das kam war Bye Bye von Cro.
Wir beide mussten sofort lachen und hörten der Musik zu.
Danach machten wir Hausaufgaben, kümmerten uns um Sammy und wir aßen mit meiner Familie Pizza.
Dad hatte sogar ausnahmsweise nichts dagegen.
Als ich mich dann von ihm verabschiedete viel mir auf das ich ihn doch in mein Herz gelassen hatte.
Schnell machte ich die Tür zu und rannte in mein Zimmer.
Ich befahl meinem Herz ,dass es sofort damit aufhören soll.
Ich hab Nick nicht überwunden und das werde ich auch nie.
Wie soll ich dann jemand in mein Herz lassen?
Es geht einfach nicht!
Ich werde einfach für immer alleine bleiben! Das ist das beste für alle und mich!
Oder doch nicht?
Nein, definitiv ist es besser alleine zu bleiben.
Ich lass niemanden in mein Herz.
Und mit diesen Gedanken ging ich schlafen.
Mom weckte mich dann in aller Herrgotts Früh!
Morgen würde die Beerdigung von Mrs Preston sein.
Ich aß mein Müsli und trottete dann zur Bushaltestelle.
Verschlafen stieg ich in den Bus ein und setzte mich an einen Fensterplatz.
Plötzlich setzte sich Henry neben mich.
,,Heyyyy!", sagte er fröhlich.
,,hi", murmelte ich müde.
Ich freute mich dass Henry und ich wieder mehr unternehmen aber gleichzeitig will ich ihn vor mir schützen und er lässt es nicht zu!
,,du siehst aber müde aus", lachte er.
,, und du überglücklich.
Viel zu übertrieben für einen Dienstag!", stöhnte ich.
Allein der Gedanke ,dass ich geschlagene 4 Tage (mit heute) in dieser Woche zur Schule gehen muss, ist schrecklich.

Love can hurt sometimesWo Geschichten leben. Entdecke jetzt