Teil 3

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Das Adrenalin senkt sich in langsamen Etappen.
Zitternd setze ich mich neben seinen Kopf.

Ich atme einmal schmerzhaft tief durch.

"Marc, was ist passiert?", hauche ich ihm, seine geschlossenen Augen fokussierend, entgegen.
"MARC!", ich werde so laut, wie es mir möglich ist, um seine Aufmerksamkeit zu erreichen.
"Ja, man", nörgelt er mir mit unregelmäßiger Atmung entgegen.

Verzweiflung macht sich in mir breit.

Langsam kann man schon mehr von der Umgebung erkennen, da sich der Morgen seinen Platz erkämpft.
Der Blick auf meine rechte Wade lässt mich leicht schaudern.
Die Hose ist komplett zerrissen und blutgetränkt.

Mit der rechten Hand taste ich an meinem rechten Rippenbogen entlang und zucke sofort zusammen.
Seufzend gleiten meine beiden Hände durch mein Gesicht.

Warum zum Teufel ist mein Gesicht so schmierig?

Ich will mir einmal die Augen reiben, als mich nach Berührung der linken Seite, wieder ein heftiger Schmerz durchfährt.

Okay, Bestandsaufnahme beenden, das zucken macht meine Discothek im Kopf und die Übelkeit nicht besser.

"Hey, alles okay bei euch?" lässt mich ein Schrei zusammenzucken.

Mein Blick richte sich auf den rechten Zugang der Seitengasse.
Da steht eine Person, der kräftigen und dunklen Stimme nach, ein Mann.

Shit!

"Ja, alles gut" versuche ich zittrig, aber bestimmt eine Antwort rauszuhauen.

"Marc!" flüstere ich leise und rüttel sanft an ihm.

Ein leises "hmmm" ist die einzigste Antwort die ich erhalte.

Tränen und Überforderung fluten mein Gesicht und meinen Verstand.

Die Dunkelheit ist nun fast vollständig durch das Tageslicht verdrängt worden.
Nun kann ich auch Marc genauer sehen und mustere ihn:
Er liegt verkrüppelt inmitten der Müllsäcke auf dem Rücken.
Sein linker Fuß liegt im unnatürlichen Winkel neben seinem rechten Fuß.
Die verwaschene Jeanshose, die meiner Meinung nach mindestens eine Nummer zu groß ist, leuchtet nur so vor roter Flüssigkeit, Knieabwärts.
Das blaue Shirt ist tatsächlich, so wie ich es vorhin beim abtasten vermutet habe, total verrissen und ebenfalls voller Blutflecken.
In seinem fast leblos wirkenden Gesicht, kann ich zahlreiche Kratzer (oder Schnitte?) und eine fette blaufärbung des linken Jochbeinknochens ausfindig machen.
Seine schwarzen Haare liegen feucht und wirr an seiner Stirn geklatscht, darunter seine wunderschönen grünen Augen, die er aber geschlossen hält.

Was ist passiert Marc?
Du darfst nicht sterben!
Du bist das Einzigste was mich am Leben hält, die einzigste Farbe, die die grauen Farbtöne in meiner Seele durchbricht...

Er braucht dringend Hilfe!

Wenn deine Welt ihre Farben verliertGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt