Teil 27

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Alex P.o.v.

Oli und ich stehen nun vor der Zimmertüre und er starrt mich erwartungsvoll an
"Was war das denn jetzt?"

"Pass auf Oli, vermutlich ist dass das Mädchen, welches mit diesem namenlosen Jungen aufgefunden wurde.
Nur ist sie, kurz bevor wir eingetroffen sind, verschwunden. Ich bin mir eigentlich sicher, aber ich brauche diese Bestätigung. Und wenn es wirklich so schlecht um ihn steht, muss sie ihn unbedingt sehen!" erkläre ich ihm Notdürftig.

"Dann frag sie doch ob Sie das Mädchen ist?" lachte Oli.

Ich erkläre ihm jetzt etwas ausführlicher, was bisher geschehen war:
Wie wir sie zufällig im Internat "gefunden" hatten, was an dem Tag des Erste-Hilfe Kurses passierte und wie sie sich bisher verhalten hatte.....
"Und desshalb wird sie nicht darauf antworten, ob sie das Mädchen ist oder nicht, verstehst du? Ich denke ich weiß wie man einigermaßen mit ihr umgehen kann... tu mir bitte einen Gefallen: wenn sie den Jungen sucht, soll sich ihr niemand in den Weg stellen. Lasst sie zu ihm, ok?!
Und sag mir bitte bescheid wenn es soweit ist, ich bin im Haus und mache noch etwas Papierkram".

"Also du bist schon so ein Teufelskerl, gestern ganz tief am Abgrund und heute wieder der Retter der Menschheit.
Bitte lass dich in keine falsche Richtung mitreißen, okay... du bist gerade auch nicht ganz so stabil.
Sobald ich was weiß, melde ich mich. Aber Papierkram ist ebenso tabu und das für die nächsten zweit Tage, falls du dich erinnerst!
Geh raus an die frische Luft oder leg dich in den Ruheraum oder sonst was!" er muss mich natürlich wieder belehren.

Augenverdrehend nicke ich und verschwinde eine Etage höher in den Ruheraum, nachdem ich unterwegs noch einen Kaffee in der Cafeteria abgestaubt habe. Irgendwie lässt mich das Gefühl nicht los, das es heute noch ziemlich anstrengend werden wird und geschlafen habe ich auch kaum.
Schlaf konnte man das rumgewälze von 4.30 bis 7 Uhr nämlich nicht nennen.

Im Ruheraum angekommen, bin ich zu aufgewühlt um mich zu setzen oder hinzulegen.
Ich zieh meinen Kaffee in drei Schlucken hinunter und laufe hin und her um mal wieder nachzudenken.

Wie stelle ich es an, zu ihr durchzudringen?
Das vorhin hat gut funktioniert, aber das muss nichts heißen!  Es kann einmal funktionieren und dann nie wieder. Vor allem hoffe ich dass der Junge überlebt! Ich will mir gar nicht ausmalen, was passiert wenn.... Neeee, soweit denken wir mal nicht..... Aber wenn...

Jede einzelne Möglichkeit geht mir durch den Kopf, jede einzelne Handlung spielt sich in meinen Gedanken ab, aber eins kann ich überhaupt nicht einschätzen: Thalias Reaktion.

Sie ist wie ein Reaktor, der langsam und unbemerkt hochfährt, wenn er total unter Spannung steht, lässt die Explosion nicht lange auf sich warten.
Das Ausmaß ist ungewiss.

Als ich wieder kehrt mache, um in die andere Richtung zu laufen, laufe ich ihn eine Mauer.
Die Mauer heißt Phil.

"Was treibst du denn hier?" er drückt mich etwas weiter weg von sich, da ich auf ihm draufklebe und ihn verdattert anstarre.

"Nach was siehts denn aus? Ich denke nach!" entgegne ich ihm.

"Alex, du läufst hier seit 3 Stunden auf und ab. Du solltest mal dringend schlafen, du siehst schon wieder ziemlich fertig aus!"

Fragend schaue ich ihn an:
"Drei Stunden? Bist du die ganze Zeit hier im Raum gestanden?"

"Nein, Oli hat mir vorhin bescheid gegeben das ich dich hier finde. Ausserdem hat mir Markus angerufen und gefragt ob bei dir alles okay ist, da du hier wie ein Irrer auf und ab läufst und auf keine Ansprache reagierst".
Ich weiß nicht ob er sauer oder besorgt ist in diesem Moment, sein Gesicht zeigt keine Reaktion.

Wenn deine Welt ihre Farben verliertGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt