Leute, es gibt neues "Futter". :) Viel Spaß beim Lesen.
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Franco P.o.v.
Mir war fast klar das es soweit kommen wird.
Alex hat sichtlich Mühe eine saubere Übergabe an Oli zu verrichten.
Zwischendurch fasst er sich an die Schläfen und bringt schon die ersten Zahlen durcheinander.
Oli hat natürlich sofort die Witterung aufgenommen.
Er kennt Alex auch zu Gut und kann schon Ahnen das irgendetwas im Busch ist.
Sein Versuch Alex darauf anzusprechen scheitert kläglich, da dieser sofort wie erwartet abblockt.
Am liebsten würde ich Alex nach draußen schieben, damit er wieder klar wird.
Er schafft es noch halbwegs ordentlich die Übergabe zu beenden, nur die Dosis des Dormicums und des Schmerzmittels, sowie den Namen des letzteren muss ich Oli selbst übermitteln, das hat Alex gar nicht mehr auf dem Schirm.
Natürlich muss Oli nach dem "Gestern" nachfragen, er war ja nicht im Bilde...
In Alex braut sich, unverkennbar, ein Sturm zusammen und ich bin froh das er meiner stummen Aufforderung den Raum zu verlassen, nachkommt.
Er lässt es sich nicht nehmen während des hinauslaufen, sich selbst in Frage zu stellen.
Hoffentlich kommt ihm keiner in die Quere...
"Franco, was ist mit Alex los?
So ist er doch sonst nicht!"
Oli sieht mich nicht an, da er sich gerade an Thalia zu schaffen macht.
"Wenn ich das nur wüsste Oli" gebe ich ihm als Antwort und helfe ihm unser Monitoring gegen seins auszutauschen.
Nebenbei erkläre ich in Kurzfassung was passiert ist und gebe ihm die restlichen benötigten Infos.
"Wenn was ist, melde dich.
Schau das er nach Hause kommt, der ist fertig für heute!" wirft mir Oli besorgt zu.
"Jo, mach ich. Bis denn!" verabschiede ich mich und mache mich auf den Weg zum RTW, mit der Hoffnung Alex dort zu finden.
Zwischenzeitlich melde ich Alex vom Dienst ab und bin froh das es so unkompliziert funktioniert. Wir waren heute ja eh nur für das Internat zugeteilt und desshalb musste man keinen Ersatz organisieren.
Mit dem Oberkörper und Kopf am RTW angelehnt, steht er mit einem Kaffee in der Hand da und hat die Augen geschlossen.
"Hey komm, wir gehen jetzt auf die Wache und danach bring ich dich heim. Abgemeldet bist du schon" ich berühre ihn vorsichtig an der Schulter.
Mit einem schwachen Lächeln lässt er sich Richtung Beifahrertür schieben und setzt sich hinein. Seinen dampfenden Kaffee stürzt er in einem Zug, ohne mit der Wimper zu zucken und zerdrückt den Pappbecher in seiner Hand.
Auf der Wache angekommen zieht er sich um und ich wartete im Aufenthaltsraum bis er fertig ist.
Duschen wird er wohl daheim, wir hatten ja keinen Einsatz.
Meine drei Kollegen mustern mich verwundert, als ich mich im Aufenthaltsraum auf das Sofa schmeiße.
"Fragt nicht!" hebe ich abwehren beide Hände in die Luft.
Das tun sie dann auch nicht.
Die drei erzählen mir von ihren heutigen Einsätzen und sind fast schon gelangweilt, da wenig los und alles nur Lapalien gewesen seien.
Durch die Glasscheibe in der Türe sehe ich Alex nach draußen laufen. Ich verabschiede meine Kollegen und
mache mich ebenfalls auf den Weg, um ihn nach Hause zu fahren.
Die Fahrt über sprechen wir kein einzigstes Wort.
Vor unserer Haustüre halte ich an und er verabschiedet sich mit einem "Danke Kumpel" und will gerade die Türe zupfeffern.
"Alex!"
Er stoppt in seiner Bewegung. "Wenn was ist, melde dich bitte bei Phil oder mir okay?! Geht nicht mehr lange, dann sollten wir auch durch sein. Ruh dich aus! Heute abend reden wir!"
"Okay" kommt es leise, die Tür knallt zu und kurz darauf stapft er langsam die Treppen zur Haustüre hinauf und verschwindet hinter der Türe.
Oh scheiße Mann.... das wird noch was werden heute abend....
Warum wirft es ihn auch so aus der Bahn?
Jetzt war er so lange voll auf der Spur und mit einem Mal endet es fast in einer Katastrophe.
Gedankenverloren fahre ich zurück ins Internat.
Dort angekommen finde ich die Anderen relativ schnell und unterstütze meine Kollegen die restlichen Stunden.
Phil wirft mir irgendwann einen fragenden Blick zu, den ich nur mit einem ratlosen Schulterzucken beantworten kann.
Er atmet tief durch und widmet sich wieder den Druckverbandsübungen zu.
Als wir es endlich geschafft haben, packen wir im Eiltempo zusammen und fahren zurück zur Wache um alles wieder für den nächsten Dienst in Ordnung zu bringen.
Zwischendurch checken wir unsere Handys, aber Alex hat sich bei Niemandem gemeldet.
Ob das jetzt gut oder schlecht ist, können wir uns jetzt auch nicht erklären.
Alex ist ein erwachsener Mann, mach dir mal nicht so nen Kopf!
Aber Alex ist eben Alex und wir kennen ihn einfach zu gut... das letzte Mal als er sich so benommen hatte, ist das böse geendet.
Gut das ist schon drei Jahre her, aber ich möchte nicht nochmal mit Oli und Phil auf ihm draufsitzen und darauf warten dass das Dormicum wirkt. Das war echt nicht schön!
Mein Blick trifft auf Phil, der wohl, seinem Blick nach zu Urteilen, ähnlich wie ich denken muss.
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Wenn deine Welt ihre Farben verliert
FanfictionThalia ist 17 Jahre alt und lebt in einem Internat. Sie führt ein Leben mit zwei Gesichtern. Tagsüber die liebe Internatsschülerin und nachts, auf ihren Streifzügen, die unberechenbare Rebellin (ihr wahres Ich). Der einzige Halt, der einzige Farbkle...
