Welcome back :)
Im letzten Kapitel hat Megan sich ja noch vornehm zurückgehalten, langsam wird sie aber neugierig - und Chester bekommt das erste Mal etwas zu sagen.
Seit wann seid ihr eigentlich 'Fans' oder hört auf jeden Fall aktiv LP? Ich habe ja angefangen, als ich 12 war, obwohl ich noch kein Wort verstanden habe :D
<3
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"How can we still succeed, taking what we don't need? - Telling lies, alibis, selling all the hate that we breed - Supersize our tragedy - You can't defy me, or justify greed - Bought in the land of the free - And we're all to blame"
Sum 41 – We're all to blame
Sie fand den Supermarkt genauso wie die Bushaltestelle und ihren Heimweg.
Nur eine Straße weiter hielt stündlich ein Bus, der ins Stadtzentrum fuhr. Auf Nachfrage beim Busfahrer hatte der ihr die nächstliegende Mall gezeigt, und Megan war ausgestiegen und hatte dabei im Kopf eine Liste an Lebensmitteln zusammengestellt, die sie sowohl brauchen als auch tragen konnte. Der letzte Gedankenaspekt schränkte sie in der Auswahl ziemlich ein. So entschied sie sich gegen die Familienpackung Cornflakes und gegen die 10+2-Packung Toilettenpapier. Nudeln, Joghurt, Milch, Toastbrot und Marmelade mussten reichen. Schließlich war sie kein Footballer.
Die vollgepackte braune Papiertüte auf einem Arm balancierend, lief Megan über den mittlerweile ziemlich leeren Parkplatz in Richtung der Bushaltestelle. Hoffentlich musste sie jetzt nicht noch ewig warten. Sobald die Sonne unterging, wurde es erstaunlich kühl, und Megan verfluchte den Fakt, keine Jacke mitgenommen zu haben. Aber wer rechnete auch mit so etwas, nach den Temperaturen mittags? Und sie trug nun nur Jeans, Flipflops und ein weißes Tanktop. Ihre Zehen froren.
„Hey, Süße!"
Megan versuchte gerade, das Toastbrot davor zu bewahren, aus ihrer Tüte zu fallen, als sie sich misstrauisch umwandte.
Einige Meter von ihr entfernt stand ein etwas betagter aussehendes Auto quer auf zwei Parkplätzen. Jetzt bemerkte Megan auch die Musik, die augenscheinlich aus dem dazugehörigen Radio dröhnte. Das war definitiv nicht Chopin. Auf der Kühlerhaube des Wagens hatten es sich ein Junge und ein Mädchen gemütlich gemacht, auf den Sitzen, die Beine aus den geöffneten Türen gestreckt, saßen zwei weitere Typen und auf der Rückbank des Cabrios schien sich gerade ein Mädchen die Fingernägel zu lackieren.
Megan entschloss sich, die Gruppe Jugendlicher zu ignorieren. Nach diesem Tag hatte sie wirklich keine Lust auf Stress. Doch das Toastbrot machte ihr einen Strich durch die Rechnung. Einer herumliegenden Bierdose ausweichend schwankte sie kurz, und so landete das Paket schließlich doch auf der Erde. Genervt stellte Megan die Tüte ab und kniete sich daneben, um das Brot irgendwie so wieder einzupacken, dass es diesmal auch wirklich an Ort und Stelle blieb. Gerade räumte sie das Marmeladenglas zur Seite, vorsichtig, damit die Papiertüte nicht riss, als sich ein Paar ausgetreten Motorradstiefel in ihr Blickfeld schoben.
Sie sah auf, entlang einer an einem Knie zerrissenen Jeans, einem Band-T-Shirt bis hinauf in das Gesicht eines der Typen aus dem Auto. Eine Zigarette zwischen den Lippen und eine Bierdose in der Hand sah er grinsend auf sie hinunter. Er trug eine Kappe auf den dunklen Haaren. Langsam richtete Megan sich auf, sah etwas verunsichert über die Schulter des Typen auf die Jugendlichen am Auto, die neugierig zurückstarrten.
„Kann ich dir helfen, Süße?"
„Nein, danke. Alles klar."
Lachend drehte der Typ sich zu seinen Freunden um. Er war bestimmt einen Kopf größer als sie.
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Pushing me away (Chester Bennington)
Fanfiction1994. Die sechzehnjährige Megan zieht nach der Scheidung ihrer Eltern von Wisconsin nach Arizona. Auf der Greenway Highschool findet sie schnell neue Freunde, lernt jedoch auch den schweigsamen Chester kennen, der von allen anderen gemieden wird. Ei...