Darlings, I know, it's not your favourite story...
...oder auf jeden Fall nicht meine meistgelesenste, was auch am Setting liegen mag. Aber dafür ist es eine MEINER absoluten Lieblingsgeschichten (von mir), deshalb werde ich sie auch weiterhin updaten :)
Noch dazu, wo 'Lost' in den Startlöchern steht... ;)
<3
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"Are we meant to take the pain - Should we sit around and wait - Are we being saved - Or was I another lie you made to make us hate"
Lostprophets – Make a move
Als Megan am Montag von der Schule heimkam, war sie beinahe überrascht von dem Umstand, dass die Welt sich einfach weiter gedreht hatte. Dass es Menschen gab, die nichts von Chesters Zusammenbruch wussten, die nichts davon wussten, dass es Menschen gab, deren Eltern sich nicht darum kümmerten, ob ihr Kind abstürzte. Dass hier in der Stadt Drogen an Menschen verkauft wurden, die noch nicht mal ihren Highschool-Abschluss hatten, die niemanden hatten, der sie auflas, wenn sie am Boden lagen.
Stattdessen unterhielten sich ihre Mitschüler über den Kinobesuch am Freitag, über Partys, über Klassenarbeiten.
Und Megan bekam immer mehr das Gefühl, in einer Blase zu stecken. Unfähig, sich richtig am Leben der Personen um sie herum zu beteiligen, taub für deren nichtige Probleme. Sie schaute zu, aber sie nahm nicht teil.
Es war einer der seltenen frischeren Tage in Phoenix, und Megan hatte einen groben Strickpulli aus den Tiefen ihres Kleiderschranks gekramt, als sie zu Hause angekommen war. Ihre Mutter hatte ihr versprochen, heute Abend mit ihr Essen zu gehen, aber Megan glaubte das erst, wenn sie gemeinsam im Restaurant saßen. Irgendwann gegen neun. Und jetzt war es vier.
Was also anfangen mit all der Freizeit? Lernen stand außer Frage. Ihre Konzentration trieb sich schon seit Samstag in Gefilden herum, die Megan unbekannt waren. Stattdessen dachte sich über Chester nach. Darüber, dass sie immer noch keine Ahnung hatte, weshalb er am Freitagabend allein und vollgepumpt mit Drogen auf der Straße gelegen hatte. Weshalb er überhaupt Drogen nahm, inwiefern sein Vater ‚kompliziert' war und ob er tatsächlich ausziehen wollte.
Nachdenklich setzte sie sich an den großen Flügel im Esszimmer und legte die Finger auf die Tasten. Spielte zum gefühlt hunderten Mal das Stück für das Weihnachtskonzert. Ihre Finger bewegten sich automatisch und Megan genoss den Fakt, einfach nicht nachzudenken...
Dann ging die Klingel.
Seufzend stand Megan wieder auf und klappte den Deckel des Flügels zu. Es knallte versehentlich, und sie zuckte zusammen.
Vor der Tür stand Chester.
Sein Wagen parkte in der Einfahrt und er schien sich ein wenig unsicher zu sein, ob er wirklich hier sein sollte. Er spielte nervös an seinem Lippenpiercing und wippte auf den Fußballen.
„Uhm...hey?", sagte Megan überrascht.
„Hey. Hast du gerade was vor?"
„Ähm...nein. Eher nicht. Wieso?"
„Dann komm mit."
„Was?"
„Zieh Schuhe an. Ich warte im Auto auf dich."
Ohne ein weiteres Wort drehte er sich wieder um, sprang die drei Stufen mit einem Satz hinunter und setzte sich wieder in seinen Wagen.
Sprachlos sah sie ihm hinterher. Was sollte denn das jetzt?
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Pushing me away (Chester Bennington)
Fanfiction1994. Die sechzehnjährige Megan zieht nach der Scheidung ihrer Eltern von Wisconsin nach Arizona. Auf der Greenway Highschool findet sie schnell neue Freunde, lernt jedoch auch den schweigsamen Chester kennen, der von allen anderen gemieden wird. Ei...