23. Vertrauen

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So, langsam lernen wir immer mehr über Chester. Aber ob es das wirklich besser macht..?

Was glaubt ihr, wird das mit den beiden noch etwas? Oder rechnet ihr mit Drama :D

<3

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"I would swallow my doubt turn it inside out - Find nothin' but faith in nothin' - Want to put my tender heart in a blender"

Eve 6 – Inside out


Sie war satt und ausgeruht und würde am liebsten für immer mit Chester in diesem Zimmer sitzen bleiben. Einfach die Tür abschließen, so dass niemand mehr reinkommen konnte. Und auch niemand hinaus. Sie war sich nämlich nicht so sicher, ob Chester von diesem Plan ebenso begeistert gewesen wäre. Sie könnte sagen, dass es sie immer noch störte, bei Chesters Handlungen einfach nicht durchblicken zu können. Dass sie nicht verstand, wie er sich ihr annäherte, nur, um sofort wieder einen Rückzieher zu machen. Nein, stattdessen beschloss sie, die gemeinsamen Momente zu genießen. Irgendwann würde er kommen. Vielleicht.

Denn schließlich hatte er sie gemalt. Er hatte ein Portrait von ihr angefertigt, und das musste ja irgendetwas bedeuten, nicht?

Ihr Blick fiel wieder auf die Mappe, die unbeachtet auf dem Schreibtisch lag. Chester hatte den leeren Teller einfach nach hinten geschoben und spielte nun mit der beinahe leeren Coladose in seinen Händen. Er sah nicht so aus, als ob er in naher Zukunft etwas sagen wollte. Und das, obwohl sie doch eigentlich noch so wenig von ihm wusste, so viel von ihm hören wollte.

„Deine Bilder sind wunderschön."

Chesters Blick schoss auf und wanderte dann zu der Mappe, bevor er zu ihr zurücksah und dann die Augen verdrehte.

„Du kannst es einfach nicht lassen, oder?"

„Was?"

„Diese Neugier. Du läufst mir hinterher, kramst in meinen Sachen..."

Megan verschränkte die Arme vor der Brust.

„Was lässt du sie auch liegen. Ich hätte sie dir nicht bringen müssen. Ich hatte das Recht dazu, hineinzusehen."

„Hattest du nicht. Und hör auf zu trotzen."

Sie sah auf und schaute zu dem Rothaarigen, der im Schneidersitz auf seinem Bett saß und grinsend zurücksah. Seine Pupillen waren wieder auf ihre normale Größe zurückgeschrumpft und das warme Braun der Iris wieder zu sehen.

„Du hast mich gemalt."

Er blieb eine Weile stumm. Schließlich –

„Ja."

„Warum?"

„Warum nicht?"

„Du hast nicht gefragt."

„Du hast nicht gefragt, als du zum Konzert gekommen bist."

„Ich musste nicht fragen, das war meine Sache."

„Und das Bild meine."

Diskussionen mit Chester drehten sich irgendwie immer im Kreis.

„Du malst sonst aber keine Menschen."

Chester schaute an die Decke. Ihm war offen anzusehen, dass er dieses Gespräch für überflüssig hielt.

„Okay. Dann hab ich dich gemalt, weil ich das Motiv interessant fand."

Pushing me away (Chester Bennington)Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt