24. Wenn die Dinge sich wenden

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So, mit diesem sind es noch 4 Kapitel bis zum Turningpoint der Geschichte. Ab dann finde ich persönlich Megan auch etwas sympathischer, weil gefestigter ;)

Aber wer weiß schon, wie lange das anhält... :D

<3

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"Trust I seek and I find in you - Every day for us something new - Open mind for a different view - And nothing else matters"

Metallica – Nothing else matters


Sie hörte am Wochenende nichts von Chester. Natürlich nicht. Sie konnte nicht erwarten, dass er jetzt an ihrer Tür klingelte, um sie zu irgendwelchen Partys abzuholen. Was natürlich auch besser so war, ihre Mutter würde wahrscheinlich die Polizei rufen. Sue Perks redete nicht mehr mit ihrer Tochter, so dass Megan sich in dem riesigen weißen Haus einsamer vorkam, als jemals zuvor. Als ihre Mutter sie am Sonntagvormittag ans Telefon gerufen hatte, weil Greg Perks, Megans Vater, angerufen hatte, hob das ihre Laune nur bedingt. Für einen Moment hatte sie wirklich gedacht, ihr Vater würde sich melden, weil er seine Tochter vermisste.

„Hey Dad! Wie geht's dir? Wie war deine Geschäftsreise?"

Sie nahm das Telefon und lief damit wieder die Treppe hinauf in ihr Zimmer, verfolgt von dem kritischen Blick ihrer Mutter.

„Megan, ich rufe nicht an, um mit dir über meine Geschäftsreisen zu reden. Deine Mutter hat mir erzählt, dass du Kontakt zu einem Möchtegern-Gangster hast. Kannst du das erklären?"

Megan schwieg für einen Moment. Sie hätte es sich ja denken können, ihr Vater hatte in den letzten Wochen nur zwei Mal angerufen, und beide Telefonate waren nicht übermäßig lang gewesen. Es war naiv, zu erwarten, dass er sich zufällig heute bei ihr meldete, um Neuigkeiten aus ihrem Leben zu hören.

„Er ist kein Möchtegern-Gangster. Er macht Musik."

„Jaja, in einer Garagenband, ich weiß. Megan, deine Mutter und ich sind beide Juristen. Auch wenn Strafrecht nicht unser Spezialgebiet ist, haben wir trotzdem genügend Fälle dieser Art verfolgt. Wenn deine Mutter der Meinung ist, dass dieser Junge kein Umgang für dich ist, dann hat das einen Grund. Wir möchten nicht, dass du da in irgendetwas reingezogen wirst. Wir wissen doch, wie das läuft."

„Wie was läuft?", fragte Megan und musste sich zwingen, das Telefon nicht so fest zu umklammern, dass das Plastikgehäuse knackte.

„Megan bitte zwinge mich nicht, dir jetzt eine Moralpredigt zu halten. Wir haben immer darauf geachtet, dass du nur mit anständigen jungen Männern Kontakt hast. Eine Schwärmerei für diesen...Chad führt doch nun wirklich zu überhaupt nichts. Wir möchten dich schützen."

„Chester.", verbesserte sie ihren Vater tonlos.

„Wie bitte?"

„Er heißt Chester."

„Das ist doch nebensächlich, wie der Junge heißt. Ich stimmte deiner Mutter jedenfalls vollkommen zu, dass du dich von ihm fernhalten solltest. Haben wir uns verstanden?"

„Ja, Dad."

„Gut. Dann sehen wir uns nächste Woche bei deinem Klavierkonzert."

„Bye, Dad."


Am Montag war Megan beinahe erleichtert, der spannungsgeladenen Atmosphäre in ihrem Haus entfliehen zu können. Doch leider war die Stimmung in der Schule nicht viel entspannter. Es war nicht weiter verwunderlich, dass Megan es geschafft hatte, den Großteil ihrer neuen Bekannten vollends zu vergraulen. Josh schien sich in seiner Ehre gekränkt zu fühlen und seine Footballfreunde hielten natürlich zu ihm. Missy war froh, die Konkurrentin endlich losgeworden zu sein, und ein Teil des Cheerleader-Teams ließ sich von ihr beeinflussen und zeigte Megan die kalte Schulter.

Pushing me away (Chester Bennington)Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt