11. Neugier

102 11 8
                                    

Good morning!

Immer noch ist es so heiß - der Sommer ist einfach keine Jahreszeit für mich, ich fühle mich ab 25 Grad unwohl und ab 30 Grad leide ich :D

Naja, egal. Während ich auf ein paar Graupelschauer warte, müht Megan sich ab und Chester wird ein bisschen offener. Have fun!

<3

_____________________________

"Everytime I look for you the sun goes down - And I stumble when this whole thing runs aground - I left another message, you are never around - But everytime I look for you the sun goes down once more"

Blink 182 – Everytime I look for you


Immer noch stumm warf Chester seinen Rucksack auf die Rückbank des Wagens und schloss ihn dann auf. Entdeckte einen Zettel unter seinem Scheibenwischer, sah kurz darauf und warf ihn dann hinter sich.

„Was war das?", fragte Megan, die Stille unterbrechend.

„Ein ‚Gruß' meiner netten Mitschüler. Willst du da stehen bleiben?"

Megan seufzte leise und öffnete dann die Beifahrertür und setzte sich. Der Wagen stand im Schatten und so war es angenehm, einfach nur hier zu sitzen und in den Himmel zu schauen. Sie schloss die Augen und fand es eine gute Idee, bis zu ihrem Sportunterricht in einer Stunde einfach nichts zu tun.

Chester schaltete die Kassette im Radio des Autos an und rockige Gitarrenklänge dröhnten aus den Boxen, allerdings in einer durchaus erträglichen Lautstärke. Dann das ihr altbekannte Klicken des Feuerzeugs und der sich daraufhin ausbreitende Geruch nach Zigarettenqualm. Kein Joint diesmal. Immerhin.

Irgendwann war das Band der Kassette einmal durchgelaufen und Megan hatte gar nicht gemerkt, wie die Zeit vergangen war. Sie öffnete die Augen wieder und stellte fest, dass die Sonne ein kleines Stück gewandert war.

„Ausgeschlafen?", fragte Chester belustigt.

„Ich hab nicht geschlafen."

„Na dann..."

Wieder wurde es still zwischen ihnen.

„Wann spielt ihr denn mal wieder ein Konzert?", fragte sie dann.

„Wieso? Wieder mal Bock auf das Lighters?"

„Nein. Bock auf eure Musik."

Sie drehte das Gesicht in seine Richtung und sah befriedigt die Überraschung, die sich daraufhin auf Chesters Gesicht ausbreitete. Doch anstatt zu antworten beugte er sich plötzlich zu ihr hinüber und für einen kurzen, unsinnigen Moment dachte Megan, er wolle sie umarmen. Doch er griff nur an ihr vorbei an das Handschuhfach, öffnete es und brachte einen Berg voller Kassetten zutage. Er wühlte ein wenig herum bis er schließlich fündig wurde und die Kassette im Radio austauschte.

Die Gitarrenklänge, die daraufhin erklangen, kannte Megan. Doch noch viel unverkennbarer war Chesters Stimme, die kurz darauf einsetzte. Megan lächelte kurz, dann schloss sie wieder die Augen und genoss die Musik.

„In zehn Minuten startet mein Musikkurs."

Wieder mal ein nett ausgedrückter Rausschmiss.

„Oh. Naja, ich muss auch zur Turnhalle. Ähm...danke. Für den zu Verfügung gestellten Platz zum Schwänzen."

Wieder einmal lächelte Chester halb. Ob er auch richtig lächeln konnte?

„Schon okay. Kannst die Kassette behalten, wenn du willst.", sagte er dann gewohnt geschäftsmäßig.

Pushing me away (Chester Bennington)Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt