Ah, langsam kommen wir dem Kern der Sache näher ;)
Mittlerweile haben wir etwas vertauschte Rollen, aber so 100%ig gut geht es den beiden nach wie vor nicht. Man lässt seine Geschichte ja nicht so schnell los...
<3
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"Wounds so deep they never show - They never go away - Like moving pictures in my head - For years and years they've played"
Linkin Park – Easier to run
„Du hast aber auch schon mal besser ausgesehen!"
„Oh, wow, danke, Steve. Dein Charme ist heute mal wieder überwältigend."
„Klar. Wäre auch das erste Mal gewesen, dass du Hilfe von jemandem annehmen würdest."
„Ich brauch doch gar keine Hilfe, eine Bar führt sich aber nicht von alleine! Kalifornische Nächte sind lang..."
„Mhm..."
Megan saß im Flur eines der vielen, vielen Tonstudios in Los Angeles auf einem Sofa, hatte die Beine angezogen und hielt einen Becher Coffe to go in der Hand. Ihr gegenüber, an eine Wand gelehnt, stand Steve Mayer, ein Tontechniker, den Megan einmal in einer Schwulenbar kennen gelernt hatte. Sie ging gerne in solche Clubs, denn dort war sie sicher vor schlechten Anmachen, und dort an der Bar hatte sie Steve kennen gelernt. Er arbeitete als Tontechniker für Werbefilme, hatte mit ein paar Freunden allerdings auch ein Underground-Plattenlaber gegründet und einige Bands unter Vertrag, denen er gerne mal Auftritte in Bars und Clubs verschaffte. Eigentlich war das Rooftops nicht für Livemusik ausgelegt und die Akustik war zum Davonlaufen, aber ab und an tat sie Steve oder einer anderen befreundeten Band den Gefallen und überließ ihnen für einen Abend die Musikkulisse.
Die Gruppe, die sie sich heute anhören sollte, war gerade noch mit der Abmischung einiger Aufnahmen beschäftigt und ließ Megan und Steve damit die Möglichkeit, den neuesten Klatsch auszutauschen.
„Hat Paul immer noch keine Freundin?"
„Paul hat nicht eine Freundin, er hat viele Freundinnen."
„Aber nichts Ernstes?"
„Steve, Paul ist genauso wenig schwul, wie diese Band da drin jemals Erfolg haben wird. Was ist das für ein Krach, zerschmettern sie ihre Instrumente auf dem Mischpult?"
„Das nennt sich Deathpunk, du Musikgenie."
„Wenn du mich fragst, nennt man das Lärmbelästigung. Sowas soll ich in meiner Bar auftreten lassen? Willst du, dass ich nächste Woche dicht machen kann?"
„Du hast aber auch wirklich absolut kein musikalisches Gehör...", seufzte Steve und Megan verschwieg ihm, dass sie sich heute, nach Jahren der Abstinenz, von Zeit zu Zeit ganz gerne mal ans Klavier setzte und alte Klassiker spielte.
„Und sonst? Hast du immer noch keine Boygroup auf Lager, mit der du die amerikanische Musikindustrie aufmischen kannst?"
„Jetzt wirst du beleidigend. Außerdem – "
Steve wurde unterbrochen von einem jungen Mann in weiten Skaterklamotten, der soeben die Tür des Aufnahmeraums neben ihnen öffnete und, über die Schulter nach hinten sprechend, den Flur betrat.
„Verdammt Brad, woher soll ich das denn wissen? Du weißt selbst, dass mit ihm momentan nichts anzufangen ist!"
„Ruf ihn nochmal an! Er ist schon seit mehr als einer Stunde überfällig, wenn er wieder nicht rangeht, dann fangen wir eben ohne ihn an. Ich bin um zwei mit Monica zum Lunch verabredet, heute warte ich nicht, bis unser hochgeachteter Sänger sich endlich von der Flasche lösen kann!"
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Pushing me away (Chester Bennington)
Fanfiction1994. Die sechzehnjährige Megan zieht nach der Scheidung ihrer Eltern von Wisconsin nach Arizona. Auf der Greenway Highschool findet sie schnell neue Freunde, lernt jedoch auch den schweigsamen Chester kennen, der von allen anderen gemieden wird. Ei...