Chapter- 1

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"Krieg ich ein Autogramm?" "Können wir ein Foto zusammen machen?" "Unterschreibst du das?" Solche Fragen bekomme ich jeden Tag zu hören. Es ist inzwischen nichts neues mehr für mich. Wenn ich überlege, bis vor einem halben Jahr, hätte ich nie gedacht, dass ich es je so weiter schaffen würde. Ich war ein ganz normales 16-jähriges Mädchen, bis ich mitten auf der Straße entdeckt wurde. Ich lag in meiner Hängematte im Garten und hörte Ipod, doch bekam allerdings nicht mit, dass ich mit sang. Auf einmal stand ein Mann in unserem Garten und wollte, dass ich ihm vor sang, kurz darauf hatte ich einen Termin mit Beyoncé, der ich vorsingen sollte. Sie bot mir einen Plattenvertrag an, genau wie Rihanna, doch ich entschloss mich schließlich für Beyoncé.

Gerade lief ich durch die Tür und wurde von meinen Bodyguards noch ein wenig herum geschoben in die passendere Richtung, da jede Menge Mädchen draußen standen und ein Autogramm von mir wollte oder ein Foto und nur für sowas, sich wie wild herum drückten und kreischten.

Es war unglaublich, so viele Fans zu haben. Justin Bieber und ich gehörten momentan zu den angesagtesten Jungstars, wir beide teilten uns den Platz 1.

Ich lief durch die Tür und hörte noch ein paar Mädchen schreien:"Jamie." Oder sie riefen manchmal auch:"JJ!" Da ich Jamie Johnson hieß und weil Justin Bieber auch den Spitznamen "JB" trägt, hab ich den Spitznamen "JJ".

So saß ich dort mal wieder, kurz vor einem Photoshoot und wartete darauf, dass es endlich los ging, doch da es anscheinend noch eine Weile dauerte, nahm ich mir mein MacBook und setzte mich irgendwo in eine Ecke. Ich ging auf Twitter und followte ein paar Fans oder verschickt Nachrichten oder retweetete sie. Es machte sie unglaublich glücklich, was ich irgendwie nicht verstehen konnte.

Ich konnte nicht verstehen, was sie so glücklich machte, dass ich sie followete, wenn ich doch immer noch ein normales Mädchen war?! Na, gut , ich war nicht ganz normal, aber ziemlich ,wenn man von meinem ganzen Ruhm ab sah. Justin Bieber ebenfalls, ständig las ich tweets, in denen Stand:"Omg, Justin Bieber hat mich gefollowed." Er ist doch auch nur ein normaler Junge?! Meistens las ich auch viele Diskussionen von Hatern und Fans. Ich hatte nichts gegen ihn, doch ich hatte auch nichts für ihn. Ich kannte ihn nicht, also konnte ich auch nichts über ihn sagen. Aber er wirkte immer ganz nett auf mich.

Aufeinmal sah ich einen Tweet an mich von Justin Bieber, noch nie hatte er mir was geschrieben, er tweetete:

@JamieJohnson Hey! Jamie, findest du nicht, wir sollten mal einen Song zusammen aufnehmen? Haha. =D

Ich war etwas überrascht, aber verstand den Witz und antwortete:

@JustinBieber Klar! Wieso nicht? Unsere Manager werden das regeln!haha =D

Ich lachte ein wenig, bis er nach einer Weile zurück tweetete:

@JamieJohnson Okay, alles ist geplant, bis Dienstag.

Ich starrte mit offenem Mund auf den Bildschirm und dachte, dass das alles nur ein Scherz war. Da kam auf einmal Jason, mein Manager, der mir auf die Schulter klopfte und sagte:"Jamie, Scooter, also der Manager von Justin Bieber hat mich gerade angerufen und wir haben besprochen, dass ihr beide einen Song zusammen auf nehmt. Am Dienstag ist der Termin." Ich sagte etwas überrascht:"Okay."

Da kam auf einmal der Fotograf und sagte:"So, Miss Johnson. Die Technik ist bereit." Ich klappte mein MacBook zu und stand auf, um das Photoshoot über mich ergehen zu lassen.

Als ich einen Schritt aus dem Gebäude setzte nach dem Photoshoot, hörte ich schon wieder Gekreische und Fans, denen ich meinen Namen auf ein Blatt schreiben sollte.Ich verteilete viele, auch, wenn ich ziemlich müde war. Doch es machte mich glücklich, solche Fans zu haben. Sie gaben mir meine Kraft und ich wüsste nicht, wo ich jetzt wäre, ohne sie.

Als ich endlich in meinem Hotel ankam, war ich zwar schon ziemlich müde, doch wollte noch einmal auf Twitter gehen und ein paar Fans glücklich machen, in dem ich sie followete. Es gab mir ein gutes Gefühl Tweets zu lesen, in denen stand:

OmG, @JamieJohnson followed mich! Mein Tag ist perfekt.

Ach, wenn mein Tag doch nur perfekt sein könnte, dadurch, dass mich ein Star followed.

Doch ich traf jede Menge Stars jeden Tag, es ist nicht mehr besonderes. Allerdings hing ich auch immer noch an Chris, meinem Ex. Es hatte mich zu sehr verletzt. Ich hatte mich ihm geöffnet. Ihm alles gegeben und nun? Wir gehen vorbei aneinander, wie fremde, nachdem er zurück gekrochen kam, als ich berühmt wurde, doch mir war klar, dass es ihm nur um Geld ging, deswegen ließ ich ihn abblitzen. Wieso hatten es alle immer nur auf Geld abgesehen? Wieso ging es denn niemandem mehr um Gefühle und die wahre Liebe?

Trotz alledem hatte ich beschlossen, mich nicht mehr so schnell jemandem zu öffnen. Ich hatte aus der Beziehung mit Chris gelernt und durfte jemandem nicht so schnell vertrauen, damit ich nicht so furchtbar verletzt werden könne.

Ich wollte diese Gedanken an ihn vertreiben, um nicht wieder in so eine Depression zu fallen. Ich schloss meine Augen und dachte an meine Familie, die jetzt zu hause in Kanada war, doch dieser Gedanke machte mich schon wieder traurig. Ich versucht mich zwanghaft ab zu lenken.Noch ein paar letzte Personen followete ich und tweetete:

Ich gehe jetzt ins Bett, denke an viele Sachen...

Ich schloss meinen Laptop und legte mich ins Bett, wobei mir eine kleine Träne über die Wange rollte. Wieso musste denn alles auch so unbedingt so furchtbar kompliziert sein? Wieso konnte ich denn nicht einfach berühmt und glücklich dabei sein? War das denn schon wieder zu viel verlangt?

Never say NeverWo Geschichten leben. Entdecke jetzt