Chapter-38 END

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Schnell krabbelte ich hin und las:
"An Jamie, von...Justin."

Danach öffnete ich ihn und las etwas, womit ich nie gerechnet hätte, und zwar

Jamie,
Wie du sicherlich schon weißt, ist dies heute mein letzter Brief. Ich bin mir nicht sicher, wieviele ich in den paar Monaten geschrieben habe. Vielleicht 40, oder sogar mehr. Auf jeden Fall ist dieser Brief heute wichtig, ich erzähle dir nun eine Geschichte:

Während der Pause, als Scooter und Jason essen holen waren, die sich nach kurzer Zeit unglaublich gut verstanden, fragtest du mich:"Wie bist du eigentlich darauf gekommen mit mir einen Song aufzunehmen?"
"Ich weiß es nicht, einfach so", sagte ich schultern zuckend.
Du fragtest unglaubwürdig und zogst dabei eine Augenbraue hoch:"Wirklich?"
Ich lachte und erwiderte:"Selbst, wenn du mich weiter so anguckst, sage ich nicht die Wahrheit!"
Du lachtest auch und fragtest darauf:"Wieso denn nicht?"
Ich nickte und entgegnete:"Weil es ein Geheimnis ist."
Etwas frustriert aßest du dein Essen, nachdem unsere Manager mit vier Päckchen vom Chinesen gekommen waren.

Und nun wirst du das Geheimnis erfahren. Ich war in dich verliebt. Ganz ehrlich. Schon damals.
Kann sein, das dies mein längster Brief wird, aber nun erzähl ich dir noch eine Geschichte. Bei einem Konzert von mir oder dem Dreh eines Musik Video. Ich weiß nicht mehr genau, warst du kurz weg und Ryan und ich redeten, das Gespräch lief in etwa so ab:

"Ist sie nicht wunderschön?", fragte ich schwärmend, als du durch die Tür gegangen bist, um zu telefonieren. Ryan nickte und sagte etwas verliebt:"Ja, das ist sie." Geschockt, schoss mein Kopf zur Seite:"Was?" Er schüttelte Verlegen seine Haare:"Nichts. Äh, Nichts." Ich sah ihn an. Ganz genau spürte ich, was los war. Sein Blick, der an dir klebte. Seine Augen die funkelten, wenn sie dich sahen. Er hatte sich in dich verliebt, genau wie ich. Ich sah ihn an und wusste, dass ich ihm von meiner Krankheit erzählen sollte.
"Ich habe eine Herzkrankheit und werde sterben. Bald.", sagte ich ruhig und gelassen.
Mit weit auf gerissenen Augen sah er mich an:"Was?" Ich nickte, worauf Ryan erwiderte:"Was für eine Scheiße. Immer trifft es die Besten. Und was sagt Jamie dazu?" Meine Zähne hatten sich an meiner Lippe verbissen und ich entgegnete:"Ich hab es ihr noch nicht gesagt!" Schon wieder wiederholte er dieses aufgebrachte:"Was? Wieso nicht?" Ich schüttelte ratlos meinen Kopf und packte mir durch die Haare, bis ich verzweifelt hinzu fügte:""Ryan, du hättest sie mal sehen sollen, als vor ein paar Tagen, dieser Überfall war auf das Hotel in dem wir waren! Sie war total fertig wegen der Sorge um mich und der Angst, dass ich hätte tot sein können. Sie hatte Alpträume und hat geschrien und geweint im Schlaf, sogar noch eine Nacht darauf. Aber das hat mir alles ihr Manager Jason erzählt. Ich hatte Tränen in den Augen, als ich das erfahren hab!" Er legte mitfühlend seine Hand auf meine Schulter und nickte.

Darauf redeten wir beide noch darüber:

"Ryan, ich möchte, dass du Jamie hilfst, wieder auf die Beine zu kommen, wenn ich tot bin."
"Was? Ich? Wieso ausgerechnet ich?", fragte er verwundert. Ich atmete tief ein und aus und entgegnete:"Nur weil du der Einzige bist, der ihr je annähernd so viel Liebe geben könnte, wie ich es getan hab und du der Einzige bist, dem ich wirklich vertraue. Allein der Gedanke, dass mein Mädchen an so einen Alkoholiker kommen könnte, der sie am Ende schlägt, würde mir das Herz brechen." Sein Blick, der mich traf, war so voller Mitleid und ich legte meine Hand an seine Schulter:"Ryan. Hör mir zu. Ich weiß, dass du sie liebst. Wenn ich tot bin möchte ich, dass du sie glücklich machst und dafür sorgst, dass sie wieder normal lebt. Allein mit meinen Briefen wird sie das nie schaffen. Sie wird Ablenkung brauchen, so wie ich sie kenne und du wirst sie einfach mal mit nehmen auf ein Date. Es wird zwar seine Zeit brauchen, aber sie wird sich dir öffnen." Ganz baff von meinen Worten fiel mir Ryan um den Hals und flüsterte mir in mein Ohr:"Danke. Justin. Glaub mir du bist der beste Freunde, den man sich nur wünschen kann. Ich kann es kaum glauben, dass so ein gutmütiger und netter Mensch, wie du sterben kann." Ich zuckte ratlos mit den Schultern und stellte ihn vor mich mit den letzten Worten:"Gib ihr so viel Liebe, wie du nur kannst."

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⏰ Letzte Aktualisierung: Aug 03, 2015 ⏰

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