Zu acht schlenderten wir durch die Straßen und die Blicke fielen immer wieder abwechselnd von Links nach Rechts und von Rechts nach Links. Jedes Schaufenster wurde genau begutachtet, bis sich jeder auch schließlich alles angeguckt hatte. Die Jungs waren nicht mehr allzu begeistert, nachdem wir schon dabei waren den bestimmt zehnten Laden betraten. Auf einmal riefen Alexis, Tiffany und Lola begeistert:"Jamie! Können wir uns eigentlich auch wegen Abschlussball Kleidern um schauen?" Ich überlegte einen Moment und nickte dann. Abschlussball. Das Thema, welches mich immer in eine sehr seltsame Stimmung versetzt. Wieso musste ich unbedingt darauf verzichten, wenn ich berühmt sein wollte? Ich träumte schon davon, als ich noch klein war und jetzt würde ich ihn nie erleben, weil ich noch nicht mal auf eine richtige Schule ging. Ich seufzte, was Justin natürlich mal wieder mitbekommen musste:"Shawty, was ist los?" Ich lehnte meinen Kopf an seine Schulter und sagte etwas betrübt:"Ich schau mich mal ein wenig um." Er nickte besorgt und ich sah mich um, doch entdeckte nichts besonderes. Kleider, Kleider und Kleider, allerdings war keins dabei, welches mich so wirklich ansprach, denn so ein Ball war doch etwas ziemlich besonderes und da musste doch die Chemie zum Kleid stimmen. Aber was redete ich denn da?! Ich gehe doch zu keinem Abschlussball! angestrengt versuchte ich endlich diese Worte in meinen Kopf zu kriegen, was ziemlich schwer war:"Du gehst auf keinen Abschlussball!" Schon wieder entfuhr mir ein Seufzer und ich stellte mich in eine Ecke und sah mir gerade eine Jacke an, als ich meinen Blick über die ganzen Klamotten-Ständer schweifen ließ und meine Sicht an einem Kleid hängen blieb.
Auf leisen Schritten bewegte ich mich in die Richtung des Kleides und sah es mir an. Noch nicht mal anfassen konnte ich es richtig. Man könnte ehrlich denken, ich wäre bescheuert. Ich fasste ein Kleid an, als ob es heilig wäre, doch ich konnte nicht aufhören. Es war einfach unbeschreiblich schön und am Liebsten würde ich es gleich mit nach Hause nehmen. Ich drehte das Preisschild in meinen Händen und riss meine Augen auf, als ich den Preis sah, um das Kleid im Moment darauf gleich wieder zurück zu legen. Ich würde doch nicht über 2.000 € für ein Stofffetzen ausgeben. Aber es ist doch so wunderschön?! - Nein. Schüttel den Gedanken aus deinem Kopf, sprach ich mir selbst zu und es klappte. Zwar nicht wirklich, allerdings hatte ich alle Erinnerungen an das Kleid verdrängt.
Verträumt tapste ich durch den Laden und landete ständig wieder bei dem Ständer von diesem einen Kleid. War es vielleicht für mich bestimmt? Aber ich hatte keine Gelegenheit es noch an zu ziehen, da ich sowieso niemals auf einen Ball gehen würde. Auf einmal schlangen sich zwei Arme um mich und fragten:"Was wirst du niemals machen?" Ich verdrehte genervt die Augen:"Ja ich weiß, sag Niemals nie!" Er drückte mir zärtlich einen Kuss auf die Lippen und plötzlich fiel sein Blick auf Mein Kleid. Wieso hatte ich gerade eben mein Kleid gedacht? Es war doch noch gar nicht meins, ich wollte es nur unbedingt haben. Justin fragte neugierig:"das ist ja ein schönes Kleid, findest du nicht auch?" Überrascht schaute ich auf:"Ja" Im Nächsten Moment hätte ich mich schon wieder selbst ohrfeigen können, für diese Antwort. Er nickte seelenruhig und wir beide ließen Hand in Hand weiter durch den Laden und schaute uns um.
Wütend auf mich selbst verließ ich mit den anderen den Laden und setzte mich in ein Café, als mir auf einmal auffiel, dass Justin fehlte:"Ey, wisst ihr zufällig, wo Justin ist?" Alle schüttelten den Kopf, bis Ryan von der Toilette wieder kam und mich mit einem seltsamen Blick anstarrte:"Was?" Ich hob abwehrend die Hände und sagte:"Nichts, ich wollte nur fragen, ob du weißt, wo Justin ist?" Er schob seine Lippe vor und überlegte, bis er antwortete:"Der wollte noch irgendwas erledigen, aber frag ich mich nicht was."
Schmunzelnd schlürfte ich meine Cola, als der Herr Bieber auch mal endlich kam und mir einen Kuss auf die Lippen presste, bevor er sich überhaupt hinsetzte. Neugierig fragte ich:"Wo warst du?" Er tat so, als ob er mit einem Schlüssel seine Lippen verschließen würde und den Schlüssel wegwerfen, nur um mir nicht antworten zu müssen. Genervt rollte ich mit den Augen und war auf einmal von alles und jedem bis zum Anschlag genervt. Justin fragte besorgt:"Ist alles okay mit dir? Du bist so...kratzbürstig!" Ich zuckte lediglich mit den Schultern.
Stumm folgte ich den anderen, die aufgeregt redeten. Deren Redefluss gar kein Ende mehr nahm. Aber da weniger bekanntlich mehr ist, schwieg ich lieber.
In dem Haus wieder angekommen, war es schon spät und immer noch kalt. Leider würden meine Freundinnen und Justins Freunde nur über 2 Tage bleiben, was ziemlich schade war, jedoch versuchten wir alle das Beste daraus zu machen. Nachdem sich an dem Abend noch alle mit Pizza vollgestopft hatten und halb tot ins Bett gefallen waren, schlichen Justin und ich und hoch in sein Zimmer, um dort zu schlafen in dem weichen Bett, anstatt auf der harten Isomatte.
Zärtlich legte er seine Arme um mich und drückte mir leidenschaftlich seine Lippen auf. Eine unaufhaltsame Gänsehaut breitete sich auf meinem ganzen Körper aus, im Sekunden takt größer werdend. Ich seufzte glücklich in den Kuss hinein und kuschelte mich immer enger an seine warme Brust in seine starken Arme.
*Wo war ich? Ich stand in einer großen Halle, als auf einmal Musik anging. Es war der Walzer oder so was. Plötzlich war der große Raum überfüllt mit Menschen und Bands und tanzenden Pärchen. Abschlussball. Mein Traum. War ich vielleicht gar nicht berühmt, hatte aber dafür nun die Chance einen Abschlussball zu leben? Ich drehte mich und sah Justin dort sitzen, spätestens ab dort wurde mir klar, dass das alles gar nicht sein konnte, da ich Justin kennen gelernt hab, ne Weile nachdem ich berühmt geworden war. Ich sah an mir hinab und sah: Das Traumkleid. Wie gerne ich es in echt hätte. Es saß perfekt an meinem Körper und sah auch einfach wunderschön aus. Justin hielt mir auf einmal seine Hand hin und fragte:"Darf ich bitten?" Höflich machte ich einen Knicks und erwiderte:"Aber natürlich." *
Ich begann meinen Morgen mit einem Sonnenstrahl, der am frühen Morgen direkt in mein Gesicht schien, ohne Rücksicht zu nehmen, ob ich noch schlafen würde, oder nicht.
Stöhnend stand ich auf und warf einen Blick auf Justin, der ...
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Never say Never
FanfictionJamie ist eine Newcomerin in der Musikbranche und genauso begehrt, wie Justin Bieber. Als die beiden dann zusammen einen Song aufnehmen, fängt sie an sich in ihn zu verlieben. Sie hatte lange Angst sich einem Jungen zu öffnen, weil sie schon zu oft...
