Chapter-9

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Er ließ sich neben mich fallen und grinste mich lustig an, worauf ich nur fragte:"Was?" Er lächelte und sagte lediglich:"Du hast dich versungen." Ich schlug meine Hände vors Gesicht und sagte peinlich berührt:"Nein, oh man." Er legte einen Arm um mich und streichte mir mit seiner warmen Hand über den Rücken. Ich bekam Gänsehaut bei seinen Berührungen.

Er lachte ein wenig und antwortete:"Ich fand es süß." Ich lächelte. Er fand mich süß? Ich zog eine Augenbraue hoch und jammerte:"Das sagst du doch nur so." Er entgegnete lächelnd:"Nein."

Plötzlich kam diese Stille, in der niemand von uns wusste, was er sagen sollte und an nur die Schritte anderer hören konnte, die über den Parkett Boden der Bühne liefen. Es waren gleichmäßige Schritte, wie ein Takt. Kein Schritt hatte einen falschen Platz. Auf einmal dachte ich an den Abend vor ein paar Tagen. Ich war mir nicht sicher, ob ich das Richtige getan hatte, aber es hatte sich richtig angefühlt. War ich schon bereit für...Justin? Ich sah ihn an und sein Blick traf auf meine ebenfalls brauen Augen. Dieser Blick von ihm fesselte mich, ich konnte meine Augen nicht mehr abwenden.

Auf einmal hörte ich ein Klacken einer Film Klappe neben uns und schreckte hoch und mein Kopf schoss zur Seite, wo ich den Produzent meines Musik Videos sah, der einen Kameramann hinter sich stehen hatte und uns anscheinend gefilmt hatte. Er sagte begeistert:"Perfekt! Wie...leidenschaftlich." Ich fragte leicht gereizt:"Was soll das denn?" Er entgegnete:"Solch eine Stelle brauchten wir auch noch in deinem Video, aber ich hab euch beiden gerade so gesehen und man konnte die Spannung zwischen euch schon förmlich sehen, so viel Leidenschaft und das musste ich einfach filmen, denn mit unserem eigentlich Darsteller wäre es nicht so ....echt geworden!" Wir beiden liefen ein wenig rot an und der Produzent schaute auf seine Uhr und rief dann:"So räumt ein Jungs! Wir drehen morgen weiter." Ich stand auf, doch Justin hielt meine Hand fest und flehte:"Bleib hier." Ich lächelte und antwortete:"Komm doch mit." Er stand ebenfalls auf und wir gingen zusammen in meine Garderobe.

Zum Glück hatte ich ein eigenes Bad, wo ich mich erstmal umzog, während Justin sich auf das Sofa im Raum setzte. Er rief durch die Tür:"Bist du das auf den Fotos?" Vermutlich schaute er sich gerade die Fotos von mir und meiner Familie an, die auf dem Tisch standen. Ich erwiderte:"Ja, ich und meine Familie ich hab sie immer dabei, damit ich nicht so alleine bin." Man konnte das Lächeln auf seinen Lippen nun schon förmlich hören. Ich kämpfte gerade mit meinen Haaren, die ziemlich zersaut waren. Ich merkte mir: Nicht mehr so sehr mit dem Kopf zappeln auf der Bühne.

Als ich raus aus dem Bad kam, hatte sich Justin gerade meine Gitarre genommen, die in der Ecke stand und klimperte ein wenig darauf rum. Ich setzte mich neben ihn und fragte:"Spielst du mir was vor." Er überlegte einen Moment und fing dann an "One Less Lonely Girl" zu spielen.

Ich starrte ihn mit großen Augen an, wie ein kleines Kind, dass ein langersehnter Geschenk bekommt, doch er verzauberte mich einfach. Ich konnte es nicht erklären. Ich bekam Gänsehaut und blickte auf seine vollen Lippen, die sich gleichmäßig bewegten. Ich hatte gar nicht bemerkt, dass er fertig war, bis er mit seiner Hand vor meinem Gesicht rum wedelte und ich natürlich prompt rot wurde.

Schon wieder trafen sich unsere Blicke, doch diesmal wanderte seiner weiter über meine Nase zu meinen Lippen, er war total fixiert auf sie, doch ich tat es ihm gleich und starrte nur noch auf seine vollen Lippen. Wir beide wollte es, man konnte es deutlich sehen. Niemand von uns bewegte sich noch, anscheinend wollte keiner den ersten Schritt. Schließlich ergriff ich die Initiative und beugte mich ein wenig nach vorne und schloss meine Augen, er tat es mir gleich . Und unsere Lippen waren kaum noch von einander entfernt, als auf einmal die Tür aufgerissen wurde und wir beide auseinander schreckten. Jason, der in der Tür stand wurde etwas rot und sagte:"Oh, Oh Tut mir leid, dass ich euch störe, aber wir müssen schnell in den Van, bevor die ganzen Papparazzies und Fans kommen.

Ich fragte überrascht:"Woher wissen die, dass wir hier sind?" Jason verdrehte genervt die Augen und sagte:"Keine Ahnung, die haben nun mal ihre Quellen, aber beeilt euch, weil wenn die erstmal hier sind, kommen wir heute nicht mehr so schnell zurück ins Hotel."
Schnell packte ich meine Gitarre und die Fotos auf dem Tisch, um sie in meine Tasche zu werden. Justin stand schon in der Tür und wartete auf mich und drängelte mich:"Komm jetzt." Ich überlegte eine Weile, ob ich alles hatte, bis Justin mir seine Hand hinhielt und geschockt sagte:"Ich glaub sie sind da." Ich schreckte hoch und nahm schnell seine Hand und wir rannten durch den Flur, wo am Ende die ganze Krew gemütlich die letzten Dinge einpackte. Ich guckte ahnungslos um mich herum, bis ich Justin mit einem gespielt bösen Blick anschaute und er lachend zurück gab:"Wie du geguckt hast:" Ich knuffte ihn in die Seite und stieg dann auch mit in sein Lachen ein. Er hatte mich nur verarscht. Ich entgegnete:"Na warte, das kriegst du noch zurück." Er nickte ungläubig und wir setzten uns schon mal in den Van, mit dem wir schließlich gemütlich zurück ins Hotel fuhren.

Als wir beide an meiner Tür standen, schauten wir verlegen auf den Boden und ich fragte:"Willst du vielleicht noch mit rein kommen?" Er überlegte einen Moment und antwortete dann:"Klar." Ich lächelte und schloss auf, damit wir beide rein konnten.

Er warf sich prompt auf mein Bett und federte noch einen Moment und sagte dann prüfend:"Hmm...Wasserbett." Ich lachte und warf mich neben ihn:"Jaaa, sehr gemütlich."

Never say NeverWo Geschichten leben. Entdecke jetzt