Chapter-14

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Leicht streifte etwas meine Wange. Ich schüttelte leicht meinen Kopf, damit es weg ging, doch es hörte nicht auf. Vorsichtig versuchte ich meine Augen zu öffnen und nahm zuerst nur verschwommen Umrisse von einem Gesicht wahr, die direkt vor mir waren. Noch einmal drückte ich meine Augen kurz zu, um sie dann öffnen zu können. Da sah ich es. Sein Gesicht. Er lag direkt vor mir. Justin.

Es gab meinem Herzen einen kleinen Stoß und ich sagte mit tränenerstickter Stimme:"Geh weg!" Und drehte mich um. Er legte sanft seine Hand auf meine Schulter und sagte mit seiner weichen Stimme:"Jamie." Ich riss meine schulter weg und warf die Decke von mir und stand auf, auch, wenn ich noch im Schlafanzug war. Er schaute mich traurig an und sagte:"lass uns reden." Doch ich blockte ab und drehte mich mit dem Rücken zu ihm. Allerdings kam er von hinten und legte seine Arme um meine Schulter, dass ich mich nicht mehr rühren konnte. Leise flüsterte er mir in mein Ohr:"Bitte, Jamie." Ich allerdings versuchte wie wild ihn von mir weg zu drücken, was leichter gesagt war als getan. Er hatte aber auch Kraft, bis es mich in seinen Armen drehte, dass ich ihm in seine Augen schauen konnte. Sie sahen anders aus als sonst, nur konnte ich nicht beschreiben, was es genau war. Sein Gesicht näherte sich meinem Immer mehr, bis er ruckartig seine Lippen auf meine presste. Ich wich erschrocken zurück und schlug ihn, auch wenn es nicht fest war, hatte es gesessen. Er hielt sich seine rote Wange und ich fragte wütend:"Justin, geh! Du glaubst doch wohl nicht, dass es das war?" Er machte einen Schritt auf mich zu und ich sprang auf mein Sofa und rief:"Justin, Geh jetzt, Bitte!" Er schüttelte nur besorgt den Kopf und sagte:"Nicht, bis wir nicht geredet haben."

Na da, konnte er lange drauf warten. Er bat:"Es tut mir Leid." Ich fragte sarkastisch:"Und das war es, oder was? Soll ich dir jetzt einfach so verzeihen, als ob nichts gewesen ist?" Er kam näher und hielt meine Handgelenke fest:"Jamie, hör mir doch bitte zu!" Ich sträubte mich und hämmerte mit meinen Fäusten gegen seine Brust, damit er mich losließ, doch er tat es nicht.

Doch Schließlich konnte ich mich doch befreien und sprang auf mein Bett. Er kam hinter mir her. Allerdings bemerkte ich nicht, wie doof das hier alles war, wie ich hier herum rannte und er hinter mir her. Plötzlich knickte ich um und fiel, dass ich nicht mehr auf dem Bett stand, sondern lag. Schnell wollte ich wieder weg krabbeln, weil er mich schon erreicht hatte, doch er hielt mein Bein fest und zog mich langsam zu sich. Dann setzte er sich auf mich und drückte meine Arme auf die Matratze. Ich konnte mich nicht mehr bewegen, versuchte jedoch erfolglos mich von ihm zu befreien. Er starrte mich an, bis mich schließlich sein Blick fesselte und ich ihm in die Augen blicken musste. In sanftem Ton sagte er:"Du gehörst mir. Ich lass dich nie wieder gehen." Ich biss mir wütend auf die Lippe mit dem Gedanken:"Glaubst auch nur du!" Leise flüsterte er:"Verzeihst du mir?"

Ich schaute ihm nur weiterhin in die Augen, ohne zu antworten, bis er verwirrt fragte:"Wieso streiten wir uns überhaupt?Verzeih mir!" Zuerst sagte ich nichts und zuckte nur die Schulter, bis die Worte nur so aus meinem Mund heraus sprudelten:"Du hast dieses Mädchen geküsst!" Er sah schuldbewusst von mir weg:"Ich..." "Ich weiß, du musstest, aber...du hast sie geküsst!", Sagte ich vorwurfsvoll. Er sagte schnell:"Ich musste um..."
"Um?", fragte ich gespannt.
"Um uns zu schützen." Mein Atem stockte.
Ich wusste nicht, was ich sagen sollte. Schon wieder schaute er weg, nur damit ich nicht die Reue in seinen Augen sah, doch ich wusste. Sie war da. Plötzlich schoss sein Kopf herum und
da traf sein Blick auf meine Augen. Sie waren so leer. Ich spürte, wie leid es ihm tat.
Noch einen Moment schwiegen wir nur und schauten uns an, bis er leise flüsterte:"Und? Verzeihst du mir?" Gespannt bis er sich auf die Lippe.
Ich atmete tief ein und sagte sicher:"Wenn. Du mich noch einmal verletzt, da-." Er legte seine Finger auf meine Lippen und machte:"Sssch. Ich werde nicht."
Zärtlich ließ ich mir von ihm seine Lippen auflegen und genoss es. Ich lehnte meine Stirn an seine und öffnete gerade meinen Mund, um irgendetwas zu sagen, ließ es aber schließlich doch bleiben, um den Moment nicht zu zerstören.
Nach einer Weile sagt ich kaum hörbar:"Ich hasse es, das alles geheim zu halten." Justin nickte und nahm mich in den Arm:"Ist ja nicht mehr lang, nur noch ein paar Tage, dann kommt unsere Single raus." Ich seufzte. Wieso musste das denn noch so lange dauern?

Da klopfte es auf einmal an der Tür und Jason kam herein, er fragte, ob alles wieder okay, worauf ich nur verwirrt fragte:"Woher weißt du da-." Er unterbrach mich:"Glaub mir, ich hab mir gedacht, wenn Justin auf dem Boden vor der Tür deines Zimmers schläft, kann irgendwas nicht stimmen, deswegen hab ich ihm dein Zimmer aufgeschlossen!" Verblüfft fragte ich:"Du hast einen Schlüssel für mein Zimmer?" Selbstverständlich gab er zurück:"Natürlich. Stell dir mal vor, es brennt du schläfst und ich kann dich nicht retten!" Ich nickte und er ließ uns wieder allein.
Ich wendete meinen Blick zu Justin und zog eine Augenbraue hoch:"Du hast vor meiner Tür auf dem Boden geschlafen?" Er biss sich auf die Lippe und sagte süß:"Ja, ich konnte nicht schlafen, weil ich wusste, dass du auf mich sauer bist." Ich drückte ihm einen Kuss auf die Lippe und sagte:"Wenn du nicht so süß wärst, würde ich dich hassen." Sein Gesichtsausdruck wurde geschockt, bis ich ihm in die Seite knuffte und lachte:"Das war ein Scherz, Junge." Er lachte.

Never say NeverWo Geschichten leben. Entdecke jetzt