Seufzend stand ich aus meinem Bett auf, um danach unter die Dusche zu steigen und zu meiner Autogramm Stunden zu fahren. Jede Menge Leute waren schon dort und warteten auf mich.
Auf mich. Ich konnte es immer noch nicht fassen. Sie wartetet alle nur auf MICH.
"Wow",stieß ich im Auto aus, als mich Jason, mein Manager plötzlich fragte:"Was ist los? Ich erwiderte:"Ich kann es einfach immer noch nicht fassen, dass das alles hier echt ist." Er legte seinen Arm um mich und nickte:"Aber es ist so. Alles ist echt." Ein Lächeln breitete sich auf meinen Lippen aus.
Endlich kamen wir an und ich musste mich beeilen, da war schon zu spät waren. Ich setzte mich auf den Stuhl vor dem Tisch und da wurden schon die ersten Leute rein gelassen. Es war überwiegend Mädchen, aber auch ein paar Jungs dabei. Fast jede Person fragte ich aufmerksam:"Na, wie gehts dir?" "Wie läufts?" Und solche Fragen einfach. Niemand sollte mir ansehen, wie gestresst ich in Wahrheit bin und, dass ich eigentlich keine Lust auf diese Autogrammstunde hatte.
Nach fast 2 Stunden schaute ich die Personen schon gar nicht mehr an, aber meine Hand tat furchbar weh, obwohl ich meine letzte Pause erst vor eine paar Minuten hinter mir hatte. Ich seufzte schon wieder und mir wurde eine Karte mit einem Bild von mir in die Hand gedrückt, die ich unterschreiben sollte, während ich fragte:"Na, wie gehts dir?" Eine mir sehr bekannte Stimme erwiderte:"Gut, gut, aber du wirkst ziemlich gestresst!"
Erschrocken schaute ich auf in das Gesicht von Justin, der mir mit einem Lächeln entgegen strahlte. Ich fragte verwundert:"Du?Hier?" Er nickte und antwortete:"Ich.Hier." Ich lachte und fragte:"Wieso willst du ein Autogramm?" Er sagte gespielt belustigt:"Na, eben, weil, also ich soll meiner kleinen Schwester Jazmyn eins mitbringen. Es ist jetzt nicht so, dass ich Fan von dir wäre oder so." Ich knuffte ihn spielerisch in die Seite und sagte:"Doofi." Wir beide lachten, als auf einmal sein Handy klingelte und ein Song von mir ertönte, der "Only you" hieß, mit dem ich auch Berühmt wurde.
Er wurde schlagartig rot und zückte sein Iphone aus der Tasche:"Hallo?" Darauf antwortete er nur noch:"aha." "Ja." "Ok." Dann legte er auf und sagte zu mir strahlend:"Ich hab den Nachmittag ab jetzt frei, kommst du heute Abend eigentlich auch zu den MTV Music Awards?" Ich nickte eifrig und bemerkte auf einmal, dass niemand mehr hier in der Halle war und ein Autogramm von mir wollte. Zum Glück. Er fragte lächelnd :"Wollen wir vielleicht ein bisschen spazieren gehen, damit du deine Hand entspannen kannst?" Ich sah Jason fragend an, worauf er nickte und wir beide aus der Tür gingen.
Zuerst schwiegen wir nur und dann sagte ich, nur um diese Stille los zu werden:"Ich mag deine Songs." Er schaute mich mit dem Strahlen eines Kindes an Weihnachten, wenn es sein langersehntes Geschenk bekommt, an:"Ehrlich?" Ich grinste breit in mich hinein und merkte, dass er sich darüber freute:"Ja, sie sind...süß." Ich schaute zu ihm rüber und dachte mir, wenn er jetzt keine Ohren hätte, würde er im Kreis lächeln.
Wir gingen wieder ein Stück weiter, bis er sagte:"Ich mag deine Songs auch." Ich fing an zu lachen und sagte beim Lachen:"Jaa, hab ich gemerkt." Er stieg in mein Lachen mit ein und da kamen wir an einem Kiosk vorbei, wo er seinen Blick über ein paar Zeitschriften schweifen ließ, bis er auf einmal meine Hand nahm und mich dorthin zog. Ich fragte verwundert:"Was geht denn jetzt ab?" Er zeigte mit seiner Hand auf eine Zeitschrift, welche mein Gesicht zeigte mit der Überschrift:"Der Neue Star, Jamie Johnson! Gefährliche Konkurrenz für Justin Bieber." Ich lächelte ihn triumphierend an, worauf er nur spielerisch:"Pf, du doch nicht", machte. Allerdings hatte er meine Hand immer noch nicht losgelassen, doch ich wusste auch nicht, was ich tun sollte. Sie loslassen? Sie ihm weg reißen? Einfach gar nichts tun? Ich entschied mich schließlich für letzteres und ließ ihm seinen Spaß.
Anscheinend war das Absicht von ihm gewesen, meine Hand zu nehmen, denn wir liefen schon wieder eine Weile und er hatte meine Hand immer noch nicht los gelassen, als auf einmal ein Blitz meine Augen blendete und jede Menge Papparazzies um die Ecke gerannt kamen, die wie wild auf ein Foto von uns beiden geierten, genau so eins, wie sie gerade bekommen hatten. Händchen haltend.
Wieso musste mir das nur passieren? Erschrocken rannte ich mit Justin durch die Straßen nur das Gebäude, wo wir herkamen als Ziel vor Augen. Meine Beine trugen mich immer schneller, damit diese dummen Papparazzies nicht noch mehr von uns bekommen würden. Als wir sie fast abgehangen hatten und um die Ecke rannte, stolperte Justin und fiel hin. Ich hielt ihm meine Hand entgegen und drängelte:"Los, komm jetzt." Doch er machte eine dramatische Szene, wie im Film draus und rief:"Nein, Jamie. Lass mich zurück und rette dich!" Ich verdrehte genervt die Augen, aber musste mir jedoch auch das Lachen verkneifen, genau wie er. Ich zog ihn an seinem Arm hoch und prustete auf einmal los, weil ich es nicht mehr zurück halten konnte, genau wie er.
Wir konnte kaum noch rennen, vor Lachen, schließlich und machten kurz Pause in einer sehr keinen Seitengasse, in die wahrscheinlich selten jemand kommt. Die Papparazzies würden uns bestimmt auch nicht mehr finden, also verschnauften wir kurz. Er atmete schwer, genau wie ich und wollte gerade einen Schritt auf mich zu machen, als er schon wieder stolperte und direkt auf mich drauf zu fallen schien, sich jedoch halten konnte und sich mit seiner Hand abstützte. Sein Gesicht war meinem ganz nah und ich schaute ihm in die Augen, sie waren so wunderschön, wie eigentlich immer. Einen Moment noch standen wir so dort, bis ich auf einmal meine klaren Gedanken wieder fassen konnte und etwas in mir brüllte:"Chris!" Ich schüttelte diesen Gedanken aus meinem Kopf und dachte daran, dass ich niemals was mit Justin anfangen wollte, damit ich nie mehr verletzte werden konnte. Etwas in mir schrie:"Mach doch." Aber die andere Seite sagte mir:"Lass dich bloß nicht auf ihn ein, am Ende passiert dir dasselbe, wie mit Chris."
Justins und mein Gesicht war kaum noch zwei cm auseinander, als seine Lippen sich immer mehr in die Richtung meiner bewegten. Indem Moment als seine Lippen eigentlich auf meinen liegen würden, hatte ich meinen Kopf weggedreht, dass er mir einen Kuss auf die Wange verpasste. Überrascht wendete er sich von mir ab und wurde rot. Es gab mir ein furchtbares Gefühl, ihn so abblitzen zu lassen, doch ich wollte diese schlimme Zeit nicht noch einmal durch machen müssen, in der ich so einen furchtbaren Schmerz in meinem Herzen gespürt hatte.
Er stand dort peinlich berührt und fragte auf einmal, als ob dieses Szene gerade eben gar nicht passiert wäre:"Wollen wir wieder zurück?" Ich nickte nur und wir beide gingen stumm schweigend zurück zu dem Gebäude meiner Autogrammstunde. Unsere Manager warteten schon sehnsüchtig aufeinander und lachten und unterhielten sich, anscheinend verstanden sie sich ziemlich gut. Justin und ich kamen rein und die beiden schauten auf, als Scooter plötzlich fragte:"Justin, was ist denn mit dir los?" Er sagte genervt:"Nichts." Dann verschwand er einfach in irgendeiner Tür, als ich ihn gerade noch an der Schulter zurück ziehen wollte. Jason fragte mich überrascht:"Was hast du denn mit dem gemacht?" Ich zuckte nur ratlos mit den Schultern.
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Never say Never
FanfictionJamie ist eine Newcomerin in der Musikbranche und genauso begehrt, wie Justin Bieber. Als die beiden dann zusammen einen Song aufnehmen, fängt sie an sich in ihn zu verlieben. Sie hatte lange Angst sich einem Jungen zu öffnen, weil sie schon zu oft...
