Sanft strichen mir zwei Finger über die Wange, welche ihre Wärme leicht auf mich übertrugen. Zaghaft seufzte ich und blinzelte ein wenig. Ich erkannte nicht viel, doch Justin würde ich immer erkennen. Ich sagte mit heiserer Stimme:"Guten Morgen." Er lächelte und drückte mir einen Kuss auf die Lippen, in den ich vorsichtig hinein lächelte.
Nach kurzer Zeit stand er auf und verschwand, doch ich wusste, dass er duschen gehen wollte. Ich folgte ihm ins Bad, als ich auf einmal erblickte, dass er gar nicht da war und mich verwundert im Zimmer umschaute. "Vermutlich ist er bei sich duschen gegangen", sprach ich mir selbst zu und ließ langsam meine Anziehsachen fallen, bevor ich mich in die Dusch begab. Ich shampoonierte gerade meine Haare ein, als mein Handywecker plötzlich los ging und ein Song von Justin namens "Never let you go" ertönte. Ich liebte dieses Lied und sang lauthals mir, als ich auf einmal eine zweite Stimme wahr nahm und bemerkte, dass Justin im Bad stand.
Schnell drehte ich mich mit dem Rücken zu ihm, als er auf einmal bemerkte dass ich duschte und peinlich berührt sich entschuldigte:"Oh, Du duscht ja. Oh. Oh. Das tut mir Leid. Wusste ich nicht. Hab ich nicht gemerkt. Bin schon weg, obwohl ich auch hier bleiben würde, aber ich gehe lieber." Ich kicherte ein wenig und widmete mich weiter dem Wasser, welches auf mich drauf prasselte.
Nachdem Justin und ich beide frisch geduscht dabei waren in den Tag zu starten, saßen wir im Van und er hatte den Arm um mich gelegt. Jason und Scooter warfen uns beiden ab und zu mal eine Blick zu, jedoch sagten sie nichts, bis ich fragte:"Wohin gehts heute?" Scooter schaute auf seinen Plan und antwortete darauf nachdenklich:" hmm..hier steht bei mir, ihr beiden fahrt äääh-." Auf einmal unterbrach ihn Jason:"Moment. Scooter Ne. Bei mir steht hier, dass die beiden gar nichts zusammen machen." Noch einmal überlas er seinen Plan und stimme Jason dann zu:"Ja, Justin, du gibst heute Abend ein Konzert, in wenigen Stunden und davor müssen wir noch mal üben." Etwas traurig wendete ich meinen Blick ab und tat so, als ob es mir nicht gerade das Herz brechen würde, ihn los zu lassen:"Jason, was steht heut für mich an?" Einen Moment lang blätterte er zwischen seinen Papieren, bis er verblüfft hinzufügte:"Du hast heute Frei."
Das erhellte den Tag dann schon mal wieder ein bisschen. Ich freute mich unheimlich und dachte nach, was ich mal wieder machen könnte. Da kam ich schließlich auf die Idee, vielleicht mal meine alten Freundinnen an zurufen, mit denen ich lange nicht mehr geredet hatte.
Als wir schließlich an einer großen Halle ankamen, ladeten wir Justin und Scooter ab und er drückte mir noch einen langen Abschiedskuss auf die Lippen und ich fügte noch hinzu:"Üb schön. Ich komm heute Abend auch." Er rollte seine Unterlippe nach vorne, dass ein Schmollmund in seinem Gesicht entstand:"Erst heute Abend?" Ich lachte und küsste ihn noch einmal, bevor das Fenster hochfuhr und ich allein mit Jason in dem großen schwarzen Van saß. Er seufzte und ich fragte besorgt:"Was ist?" Er schüttelte etwas traurig den Kopf und sagte dann:"Ihr seid solch ein süßes Paar, aber..-." Er fing an zu schweigen, bis ich misstrauisch fragte:"Was, aber?" Er atmete tief ein und aus, während ich meine Stirn in Falten legte:"Also , hat Justin schon mit dir geredet?" Ich zuckte verwundert die Schultern:"Was? Nein, Worüber?" Jason schlug sich die Hände vor den Mund und tat so, als ob er sie mit einem Schlüssel verschließen würde:"Ich hab nichts gesagt. Du musst warten, bis er es tut."
Etwas beleidigt ließ ich mich in den Sitz fallen und dachte angestrengt darüber nach, was Justin mir wohl sagen wollte. Vielleicht war es dieselbe Sache, als ich ihn und Scooter belauscht hatte. Aber damals hatte es sich nach etwas nicht gutem angehört, also hoffte ich, dass es nicht dieses war.
Gelangweilt schlenderte ich durch ein paar Geschäfte und schaute nach etwas zum Anziehen für mich, jedoch machte es mir keinen Spaß alleine, ohne Freundinnen. Es war nicht dasselbe. Doch trotz alle dem kaufte ich mir schließlich doch eine Hose, ein Top, eine Uhr, ein Skateboard und Schuhe. Geknickte machte ich mich auf den Weg zurück zum Van. Ich forderte den Fahrer auf mich zurück zu der Konzerthalle zu fahren, obwohl ich noch viel Zeit hatte, bis zu dem Konzert. Ich beschloss, Justin bei seinen Proben zu sehen. Nachdem ich durch die Tür gegangen war, hörte ich ihn schon singen und saß, wie auf einmal seine Augen strahlten, als ich durch die Tür kam. Ich lächelte und presste meine Lippen auf seine, während er gerade im Singen war. Lachend setzte ich mich hinter die Bühne und wartete auf ihn. Doch als er nach einer Weile immer noch nicht gekommen war, ging ich zu, Buffet und sah dort einen Jungen stehen, der ungefähr so alt war wie Justin, jedoch waren seine Haare etwas anders und blond. Ich stellte mich hinter ihm an und schnappte mir von fast alles etwas. Mehrmals drehte er sich um, bis er schließlich etwas geschockt fragte:"Bist du Jamie Johnson?" Ich entgegnete lachend:"Ja, das bin ich und du bist?" Er streckte mir seine Hand entgegen:"Ich bin Ryan, einer von Justins besten Freunden. Oh mein Gott, du bist in echt heißer als im Fernsehen." Ich kicherte und wurde leicht rot, als sich auf einmal zwei Arme von hinten um meine Taille schlingen und mir einen zärtlichen Kuss auf die Wange drückten. Ryan starrte uns geschockt an und sagte dann:"Jo, Justin, wieso hast du mir nie erzählt, dass Jamie Johnson deine Freundin ist?!" Justin verdrehte genervt die Augen und Ryan fügte hinzu:"Sie ist heiß." Wir beide lachten und Justin erwiderte:"Genau, aus diesem Grund."
Er legte seinen Arm um mich und drückte mich ein wenig fester an sich und ich legte meinen Kopf an seine Schulter, als mir auf einmal einfiel, dass ich meine Freunde noch anrufen wollte und sagte:"Entschuldigt mich mal kurz." Ich machte mich gerade eben auf den Weg zur Toilette, als mir einfiel, dass mein Handy in meiner Handtasche war, die bei Justin stand. Schnell lief ich nochmal zurück,als ich plötzlich stehen blieb und aufmerksam den beiden lauschte. Ryan fragte aufgebracht:"Was?!" Ich konnte mir vorstellen, dass Justin nun nickte und Ryan erwiderte:"Was für eine Scheiße. Immer trifft es die Besten. Und was sagte Jamie dazu?" Ich blickte unauffällig um die Ecke und saß, wie Justin sich auf die Lippe bis und entgegnete:"Ich hab es ihr noch nicht gesagt." Geschockt fragte Ryan:"Was?!" Justin nickte. "Wieso nicht?", ertönte Ryans Stimme erneut. Justin schüttelte ratlos den Kopf und packte sich in die Haare:"Ryan, du hättest sie mal sehen sollen, als vor ein paar Tagen, dieser Überfall war auf das Hotel in dem wir waren! Sie war total fertig wegen der Sorge um mich und der Angst, dass ich hätte tot sein können. Sie hatte Alpträume und hat geschrien und geweint im Schlaf, sogar noch eine Nacht darauf. Aber das hat mir alles ihr Manager Jason erzählt. Ich hatte Tränen in den Augen, als ich das erfahren hab!" Seine Stimme war voller Aufruhr und Ryan legte mitfühlend seine Hand auf seine Schulter.
Mein Atem stockte. Hörte ich da gerade richtig? Ich wollte einfach nur noch wissen, was diese Sache war, die mir Justin verheimlichte, denn ich wurde mir immer sicherer, dass es nicht gutes war und mir nicht unbedingt gut tun würde. Ich lief zu den beiden und lächelte, als ob ich nichts gehört hätte und kramte mein Handy aus der Tasche und verschwand auf der Toilette mit den Gedanken an diese eine Sache geheftet.
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Never say Never
FanfictionJamie ist eine Newcomerin in der Musikbranche und genauso begehrt, wie Justin Bieber. Als die beiden dann zusammen einen Song aufnehmen, fängt sie an sich in ihn zu verlieben. Sie hatte lange Angst sich einem Jungen zu öffnen, weil sie schon zu oft...
