KAPITEL ZWEIUNDDREIẞIG

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Ayaz

In zehn Minuten muss ich Hannah abholen, weil sie sich gewünscht hat, nach der Arbeit schwimmen zu gehen. Ich steige gerade in meinen Wagen und schalte die Musik ein. Zum Glück ist meine Arbeit ziemlich in der Nähe von ihrer. Hannah hat heute Morgen schon eine Tasche mit Bikini, Handtüchern und dem ganzen Anderen Scheiß in den Kofferraum gelegt.

Ich fahre in die Einfahrt des Bestattungsunternehmens. Soll ich aussteigen, oder hier auf sie warten? Hoffentlich hatte sie einen guten ersten Tag. Wenn sie das hier nicht glücklich macht, wird es wirklich schwierig sich nochmal etwas neues zu überlegen. Da ich gleich sowieso auf die Beifahrrseite muss, steige ich aus und öffne die Eingangstür. Darla sitzt immer noch an der Rezeption. „Hi Darla." Ihre Augen leuchten, als sie zu mir hochschaut. „Ayaz! Hannah ist oben. Geh ruhig rauf." Ich nicke und quäle mich durch die viel zu enge Wendeltreppe. Warte Mal, wo ist Hannah? Hier sind vier Türen! Ich öffne die neben der von Darios Büro und sehe einige Schreibtische. Ich lasse meinen Blick über die Frauen schweifen, sehe sie aber nicht. „Suchst du etwas?", fragt mich eine brünette Frau, die hinten am Fenster ihren Platz hat. Etwas verlegen nicke ich. „Ja. Wisst ihr wo Hannah Salvani ihren Platz hat?" Die schlanke Frau steht auf und kommt auf mich zu. Sie ist ziemlich attraktiv, das muss ich zugeben. Ihre Haare sind dunkelbraun und fallen in leichten Locken nach hinten. Ihr Gesicht ist leicht geschminkt, weniger als das von Hannah. Außerdem trägt sie ziemlich enge Kleidung. Eine schwarze Lederleggings und ein rosanes ausgeschnittenes T-Shirt. Sie ist nur ein kleines Stück kleiner als ich, was sie noch attraktiver macht. Fuck, wieso denke ich sowas? Das ist nicht gut. Garnicht gut. „Komm, ich zeigs dir." Wie es aussieht, hat sie meine Blicke bemerkt, denn sie drückt sich eng an mir durch den Türrahmen. Das darf nicht sein. Ich sollte nur Hannah attraktiv finden. Sie läuft ein paar Türen weiter und bleibt davor stehen. „Hier ist sie drin." Sie lächelt schelmisch, was mich wütend macht. Diese Schlampe weiß, dass ich mit Hannah zusammen bin. Nenne ich sie gerade im Ernst Schlampe? Ich bin hier die Schlampe. Nicht sie findet gerade jemand anderen als ihren Freund anziehend, sondern ich. Fuck, ich habe die tollste Frau der Welt. Ohne zu antworten öffne ich die Tür zu Hannahs Büro. Sie sitzt am Schreibtisch und tippt etwas. „Ich habe dir jemanden mitgebracht, schau mal.", kreischt die Brünnette plötzlich viel zu nett und als Hannah hochschaut grinst sie sofort. Sie sieht so glücklich aus und ich habe solche Gedanken. Fuck, was bin ich für ein Mensch. Ich werde definitiv nie wieder solche Gedanken haben. Ich bin mit Hannah zusammen und verdammt glücklich. Natürlich würde ich sie nie betrügen, keine Ahnung wie solche Gedanken in meinen Kopf kommen. Das hat Hannah nicht verdient. Hannah kommt auf mich zu und küsst mich auf die Lippen. Keine Ahnung wieso, aber mir ist es irgendwie unangenehm. Trotzdem erwidere ich ihren Kuss selbstverständlich. Sie krallt sich in meinen Haaren fest und hört garnicht mehr auf. Was das ganze noch unangenehmer macht, ist das die Brünnette immer noch neben uns steht und alles mit anschaut. Endlich hört Hannah auf mich zu küssen. „Ich habe dich so vermisst." Sie klingt aufrichtig. Ich liebe doch alles an Hannah. Hannah ist perfekt für mich. Wieso macht mich diese Frau dann verrückt? Hannah geht zurück zu ihrem Schreibtisch und holt ihre Sachen. Als sie sich von uns wegdreht schiebt die Brünnette mir einen Zettel in die Hosentasche und flüstert mir im Vorbeigehen: „Meld dich." in mein Ohr.

Mir anzuhören, wie Hannahs Arbeitstag war, war somit das langweiligiste was ich seit Langem gehört habe. Trotzdem freut es mich für sie, dass sie glücklich ist und dass es ihr Spaß macht. Wir steigen aus dem Auto, holen die Tasche aus dem Kofferraum und betreten die Therme. An der Rezeption bezahle ich und wir gehen durch, bis zu den Umkleiden. Natürlich gehen wir zusammen in eine Umkleide. „Lass uns in eine Familienumkleide gehen.", presse ich heraus und ich glaube Hannah merkt, in welche Richtung das ganze geht. Ich stelle die Tasche auf der Wickelablage ab und reiße sie auf. „Ich habe zwei Bikinis eingepackt, aber so wie du gerade bist, wird es wohl eher der hier." Hannah fischt sich ihren Bikini aus der Tasche und hält ihn vor mich. Sofort muss ich grinsen. Ich kenne diesen Bikini. Er bedeckt kaum etwas, das weiß ich, weil sie ihn letztes Mal in der Therme schon getragen hat. Da konnte ich mich kaum noch zurückhalten. Sie zieht sich langsam (viel zu langsam) ihre Hose aus und danach ihre Bluse. Jetzt hat sie nurnoch einen Slip und einen schwarzen Bh an. „Lass mich das machen.", flüstere ich und öffne mühelos den Verschluss ihres Bhs. Ihre perfektgeformten Brüste liegen vor mir. Sie schaut mich wartend an. Ganz nah an ihre Brüste gedrückt, hebe ich sie hoch und setze sie auf die Wickelablage. Dann bücke ich mich leicht um ihren Slip auszuziehen. Ich öffne meine Hose und ziehe sie komplett aus. Hannah zieht mich an sich. Scheiße, ich fühle mich so schlecht. Sie zieht mir meine Boxershort runter und umfasst mein Glied. „Lass uns schnell machen, nicht dass jemand etwas mitbekommt.". Ich stoße in sie hinein und halte ihren Mund zu, weil man ihr Stöhnen nicht hören darf. Sie krallt sich in meinem T-Shirt fest und atmet gegen meine Handfläche. Ich werde schneller um zu kommen. Hannah hat die Augen geschlossen und bewegt sich rhythmisch perfekt. „Ich liebe dich, Ayaz.", stöhnt sie während ich komme. Scheiße, das ist das erste Mal, das sie das sagt. „Ich liebe dich auch.", strahle ich und küsse sie. Bestimmt eine Minute küsse ich sie nur lächelnd. Wie kann ich mir überhaupt Gedanken über eine andere Frau machen? Ich liebe sie! „Ich liebe dich so sehr." Ich ziehe mich aus ihr heraus und öffne ihre Beine. Jetzt ist sie dran.

Grinsend verlassen wir die Umkleide und laufen Hand in Hand zu den Wasserbecken. „In welchen möchtest du?" Hannah zeigt auf den beheizten Pool und steuert darauf zu. Sie sieht so gut aus in diesem Bikini. Alles ist perfekt betont. Wir setzen uns in das Wasser und genießen die Wärme. Zum Glück sind wir in der Therme fast alleine. Bis auf ein paar alte Leute, die aber nicht in unserem Becken sind, ist hier keiner. „Ich bin so glücklich." Ich kraule ihren Kopf und lehne ihren Kopf an meiner Schulter an. „Das ist das Wichtigste." Hannah schwimmt ein kleines Stück von mir weg und taucht unter Wasser „Deine tollen Locken!", schreie ich übertrieben, was sie lachen lässt. Sie hält ihre Hände vor mich und bespritzt mich mit kleinen Wassertropfen. „Hey!" Ich schwimme auf sie zu und versuche sie vergebens unterwasser zu drücken. „Du bist echt stark für deine Größe." Sie nickt selbstsicher und diesen Moment nutze ich, um sie doch unterwasser zu befördern. Eine Sekunde später taucht sie lachend wieder auf. „Du Verräter!" Sie schwimmt auf mich zu und versucht mich lachend auch runter. zu drücken, was natürlich nicht funktioniert. Sie versucht meinen Kopf nach unter zu drücken und setzt sich dabei rittlings auf meinen Schoß. „Die Position gefällt mir.", raune ich und sie hört nicht auf zu lächeln. Ich lege meine Hände auf ihren Po, der von so wenig Stoff bedeckt wird, dass es sich fast nicht lohnt, überhaupt etwas anzuziehen. Sie nähert sich meinem Kopf und ich küsse sie. Am meisten an ihr liebe ich die Küsse. Nein, ihre Art kurz bevor sie einschläft. Oder doch wenn sie sich so sehr freut, dass sie fast anfängt zu weinen? Ich liebe einfach alles an ihr. Ich küsse sie und versuche mich mit meiner Zunge zu entschuldigen, auch wenn sie garnicht weiß wofür. Ihre kleine Zunge lässt mich lächeln und ihre Lippen schmecken unglaublich. „Entschuldigung." Wir schauen hoch und ein Mann in Bademeisterkleidung steht am Beckenrand. „Das können sie Zuhause machen. Hier lassen sie das bitte." Er nickt und geht dann ohne auf eine Antwort zu warten. Hannah kichert und setzt sich neben mich. „Aber natürlich." Ich lache. „Egal, ich habe dir doch vorhin erzählt, dass Dario will, dass ich Weiterbildungen mache." Ich ziehe verwirrt die Augenbrauen zusammen, was Hannah offensichtlicherweise merkt. „Du weißt es nicht?" Sie sieht nicht begeistert aus. „Ayaz, ich habe vorhin bestimmt zehn Minuten mit dir darüber gesprochen." Scheiße, ich war viel zu sehr in Gedanken. „Mit mir gesprochen? Ich habe doch kein einziges Mal geantwortet!", entgegne ich ein bisschen lauter. „Ich dachte du wärst kaputt von der Arbeit. Ich habe aufgehört zu reden, weil du mir leid getan hast.". schreit sie jetzt. „Hörtst du mir überhaupt zu, wenn ich den ganzen Tag mit dir rede?" Sie brüllt mich an. „Ja, natürlich. Den ganzen Tag höre ich mir dein Gelaber an." Das hätte ich besser nicht sagen sollen. „Scheiße Ayaz, so einen Freund kann ich nicht gebrauchen." „Schön, dann such dir halt einen Anderen." Ich verhalte mich wie ein Kind, aber ich muss es tun um mich zu verteidigen. „Gut, dann mache ich das. Das wars mit uns. Komm heute lieber nicht nach Hause." „Es ist meine verfickte Wohnung!", schreie ich. „Aber ja, hatte ich auch nicht vor." Wütend geht sie. Wir haben uns zwar schon ein paar Mal ein bisschen in die Haare gekriegt, aber wirklich angebrüllt haben wir uns noch nie, bis jetzt. Der Bademeister wirft mir einen verstörten Blick zu. „Noch nie jemanden streiten gesehen?", rufe ich ihm zu und gehe dann zu den Männerumkleiden. Ich gehe zu unserem Spind, wo nurnoch meine Klamotten und mein Handy liegen. Selbst wenn wir streiten, hat sie noch ein gutes Herz. Ich knalle die Umkleidentür hinter mir zu und ziehe mir die nasse Badehose aus. Dann ziehe ich mir mein T-Shirt über den Kopf. Es klebt an meinem Körper, weil ich kein Handtuch zum abtrocknen habe. Dann ziehe ich meine Hose an, dabei fällt die kleine Visitenkarte aus der Hosentasche. Ich hebe sie auf und starre auf die Buchstaben. Maddy Kuznetsow heißt sie. Ihre Telefonnummer, ihre Email-Adresse und ihr Arbeitsplatz stehen hier. Hannah hat doch sowieso mit mir Schluss gemacht, also was soll's? Ich ziehe mir rasch meine Hose an und wähle dann Maddys Nummer. Es klingelt zweimal.

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